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Lähmende Schuldgefühle – wie wir sie loswerden

Neulich hat eine liebe Freundin von uns berichtet, dass eines ihrer Hühner Küken ausbrütet.

Wir haben Fotos von der glücklichen Henne gesehen, die wirklich ruhig und stolz auf ihrem Nest saß – ganz in ihrem Element. Als die Küken dann ausgeschlüpft waren, habe ich ihre Energie gefühlt – golden und warm.

Dann wurde ein eigenes Freilaufgehege für die Küken eingerichtet.

Der kleine, übermütige Hund unserer Freundin hatte wohl nicht bemerkt, dass die kleinen Küken auch ein Teil der Familie sind. Und in einem unbeobachteten Moment schnappte er sich gleich eines von ihnen.

Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, welche Gefühle in unserer Freundin hochkamen.  Wut auf den Hund – Wut auf sich selbst, endlose Schuldgefühle, Trauer: Warum habe ich den Zaun nicht höher gemacht? Warum habe ich nicht besser aufgepasst? Warum musste das geschehen?

Ich war zunächst auch traurig, als ich von der Geschichte hörte.

Der Hund ist seinen natürlichen Instinkten gefolgt – unschuldig. Unsere Freundin hat sicherlich auch nicht geplant, eines ihrer Küken zu opfern und sie hat ihr Bestes gegeben – unschuldig.

Und doch ist da dieser Berg von Schuld.

Situationen wie diese überzeugen mich davon, dass Tiere unsere Lehrer sind. Ja, sie mögen von uns lernen – aber wir brauchen sie so sehr, um zu unserer ursprünglichen Unschuld zurückzufinden.

Durch das Sterben des kleinen Kükens werden wir konfrontiert mit dem Sterben von etwas so Unschuldigem.

Ich kenne viele erwachende Menschen, die keine Probleme mit ihrem eigenen Sterben haben. Ganz im Gegenteil, vielleicht ist durch die Wahrnehmung von vergangenen Leben und die veränderte Perspektive eine gewisse Lockerheit dem eigenen Tod gegenüber entstanden.

Doch wisst ihr, woran fast jeder erwachende Mensch, den ich kenne, nagt?

Dass wir die anderen nicht retten konnten.

Das kleine Küken steht symbolisch für so vieles. Es steht für die unzähligen Kinder, die nicht von ihren Müttern gerettet werden konnten. Es steht für Freunde, die wir nicht beschützen konnten. Es steht für Schüler, Anhänger eines Glaubens, es steht für die unzähligen, die wir nicht retten konnten.

Und egal wie oft wir ihnen in anderen Leben wiederbegegnen – wir tragen die Schuld ihres Sterbens noch immer auf unseren Schultern.

Es waren die ersten Worte, die ich meiner spirituellen Lehrerin entgegnete, als sie mich darauf ansprach, dass ich Qualitäten und Wissen besäße, was für andere wertvoll sein könnte. Ich sagte: „Oh nein, dann werden wieder alle sterben. Das mache ich nicht noch einmal mit!“

Es hat viele weiche Atemzüge gebraucht, um den Hass auf mich selbst, die Schuldgefühle und den Terror in meinem Inneren schmelzen zu lassen. Da waren so viele Mauern. Da war so viel Angst.

Wenn ich heute erwachende Menschen frage, wann sie mit ihrer Selbständigkeit, ihrer eigenen Webseite oder ihrem Angebot beginnen, sehe ich oft dieselbe Schuld in ihren Augen aufblitzen. Ich sehe den gesenkten Blick, den Moment der Angst und die Erleichterung, wenn sie entgegen können: „Ach naja, ich bin noch nicht soweit.“ Es ist leichter, diese Tür verschlossen zu lassen.

In dem Moment, wo wir unsere volle Stärke wieder einnehmen – und das natürlich liebevoll und in unserem eigenen Rhythmus – werden wir Schritt für Schritt auch unserer Vergangenheit begegnen.

Wir werden wahrnehmen, was unsere Handlungen für Auswirkungen hatten.

Das ist keine Strafe, sondern eine Chance. Wir haben die Chance wahrzunehmen, dass auf diesem noch sehr unreifen Planeten sehr oft diejenigen, die die Wahrheit gesagt haben und unschuldig waren, umgebracht worden sind – und mancherorts ist es immer noch so.

Wir können den Schuldgefühlen der Vergangenheit begegnen.

Wenn wir aus Schuld keine Geschichte machen und kein Drama, dann ist es einfach ein Gefühl. Das bestürzende Gefühl, dass wir nicht alles in dieser Welt kontrollieren können. Das bestürzende Gefühl, dass wir alles gut meinen können und trotzdem geht es schief.

Ich konnte meine eigene Schuld nicht unter den Teppich kehren oder wegerklären. Ich erlaube ihr mir zu begegnen – wieder und wieder. Ich erlaube ihr mich zu lehren, erwachsener zu werden. Ich erlaube ihr, mir zu zeigen, dass ich mir selbst vergeben darf.

Meine Schuld zeigt mir meine Fehler. Sie weist mich darauf hin, wo etwas fehlt in mir.

Meine Schuld zeigt mir aber auch meine Unschuld. Sie zeigt mir den Tanz des Lebens, die langsame Entwicklung des Bewusstseins auf diesem Planeten die nicht ich alleine kontrollieren kann.

Meine Schuld lehrt mich, geduldig zu sein. Mit mir selbst. Mit anderen. Mit dieser Erde.

Es wird noch eine Weile dauern, bis Menschen aufhören können, sich gegenseitig umzubringen. Eine ganze Weile.

Können wir der Schuld der Vergangenheit gemeinsam begegnen, sie fühlen und entlassen?

Ich glaube nicht, dass die Welt davon profitiert, dass wir uns aus Schuld und Angst lähmen lassen. Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, unsere Gaben nicht einzubringen. Ich glaube, dass sogar die Tiere versuchen, uns dabei zu helfen, endlich zu sehen, dass wir auch unschuldig sind.

Bist du bereite, diese Tür wieder zu öffnen, die du so lange verschlossen gehalten hast? Bist du bereit, ans Licht zu kommen mit dem was du weißt, mit dem was du kannst?

Bist du bereit, dir zu vergeben?

Wir warten auf dich.

Und hin und wieder erinnern wir dich daran.

So wie jetzt gerade…

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