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Das innere Kind heilen

Die Welt der Erwachsenen fühlt sich sehr oft ziemlich grau und leer an – ist dir das schon einmal aufgefallen? Alles ist so ernst, streng und so langweilig.

Vielleicht kannst du dich erinnern, wie staunend du als Kind die Welt wahrgenommen hast und wie selbst die einfachsten Dinge dich eingeladen haben dein Leben zu genießen: Kichernd in Pfützen springen, reife Birnen essen so dass der Saft die Backen runterläuft, abends im Bett den Regen auf dem Dach prasseln hören.

Tief in dir wartet dein inneres Kind sehnsüchtig darauf wieder Teil deines Lebens sein zu dürfen. Es möchte in dein Leben bringen, was fehlt. Möchtest du die Tür öffnen?

Menschen sind wie Zwiebeln

Vielleicht fragst du dich, wo sich dein inneres Kind befindet?

Wenn du heute in den Spiegel schaust, suchst du vielleicht vergeblich nach dem pausbäckigen Baby oder dem verwegenen Teenager – doch trotzdem sind alle deine inneren Kinder immer noch da.

Hast du schon einmal eine Babuschka-Puppe gesehen?

In der großen erwachsenen Puppe befinden sich viele kleine jüngere Püppchen. Eine verbirgt sich in der anderen bis zum Schluss ein winziges Baby übrig bleibt.

Ganz genauso sind wir Menschen aufgebaut. Wir beginnen dieses Leben als Baby und je mehr wir uns entwickeln bilden wir weitere Schichten unserer Persönlichkeit aus. Ähnlich wie bei einer Zwiebel legt sich eine Schicht über die andere.

Unsere Vergangenheit verschwindet nicht, sie wird Teil von uns.

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Was unser inneres Kind verletzt

In meiner Arbeit als Coach bin ich inzwischen vielen Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen begegnet. Menschen aus unterschiedlichen Ländern, aus unterschiedlichen sozialen Gruppen, die in unterschiedlichen Umständen aufgewachsen sind.

Sie alles haben eines gemeinsam: Fast alle sagen, dass sie ihre tiefsten Verletzungen in ihrer Kindheit erfahren haben.

Nie sind wir so offen und verletzlich wie in unserer Kindheit. Nie sind wir so auf die liebevolle Führung und Präsenz anderer Menschen angewiesen.

(Falls dich die wissenschaftliche Seite dieses Themas interessiert, empfehle ich dir die DVD „Wie wir werden was wir sind“ mit Bruce Lipton, der sehr anschaulich belegt, wie die Erfahrungen unserer Kindheit uns beeinflussen und prägen.)

 

Im Grunde haben alle Babies ein ganz einfaches Bedürfnis: Sie wollen die Präsenz ihrer Eltern spüren und sie wollen geliebt werden.

Doch einfacher gesagt als getan!

In unserer ständig hektischer werdenden Welt ist es selten geworden, dass jemand wirklich präsent ist. Wann hören wir unserem Gegenüber schon einmal wirklich zu – ohne mit einem Auge auf unser Handy zu schauen oder innerlich unsere Einkaufsliste zusammenzustellen?

Genauso dürftig sieht es im Bereich der Liebe aus. Wie viele Menschen kennst du, die meistens eine warme, nährende Liebe ausstrahlen? Wie viele Menschen kennst du, die meistens heiter, gelassen und freudig sind und dich liebevoll annehmen, so wie du bist?

Als Baby spüren wir alle Emotionen und inneren Stimmungen so viel deutlicher als jeder Erwachsene. Wir spüren den Stress unserer Eltern, wir spüren ihre Unzufriedenheit, ihre Sorgen, ihren Druck. Wir spüren, dass wir in eine Welt kommen, in der vieles nicht stimmig ist und das tut weh.

So beginnt die Verletzung unseres inneren Kindes.

Deine Eltern sind nicht schuld

Das Problem unserer heutigen Welt wäre so einfach zu lösen, wenn es tatsächlich irgendwo einen „Schuldigen“ gäbe, den man verantwortlich machen könnte. Doch je genauer wir hinschauen, umso weniger ist es möglich, einem Menschen die Schuld für unsere Verletzungen zu geben.

Wenn du den Schmerz deiner Kindheit spürst und bemerkst, dass dich deine Mutter nicht wirklich geliebt hat, dann wäre es so einfach zu sagen: „Sie ist schuld an meinem Schmerz.“

Doch wenn wir uns die Kindheit deiner Mutter anschauen, dann werden wir schnell bemerken, dass sie ebenfalls verletzt wurde. Vielleicht hat sie Missbrauch oder Ablehnung erfahren, der sie dazu brachte, ihr Herz zu verschließen.

In all den Jahren in denen ich gemeinsam mit anderen den Schmerz ihrer Kindheit betrachtet habe, habe ich nie eine Mutter oder einen Vater erlebt, die gesagt haben: „Uns geht es total gut, wir sind zufrieden und glücklich und wir verletzen unser Kind einfach so, weil es uns Freude macht.“

Hinter jeder Verletzung die wir verursachen steckt unser eigener unerlöster Schmerz.

Doch was können wir tun, um unser inneres Kind zu heilen?

Was können wir tun, damit wir unseren Schmerz nicht der nächsten Generation von Kindern überstülpen?

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Nimm dein inneres Kind wahr

Dein inneres Kind wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich wahrgenommen zu werden. Es möchte, dass du liebevoll und ohne Urteil anwesend bist, und zuhörst. Es möchte gehört werden, auch wenn es sich nicht immer mit Worten ausdrücken kann.

Kinder kommunizieren durch Gefühle.

Wenn wir lernen wollen, unser inneres Kind wahrzunehmen, müssen wir beginnen, auf unsere Gefühle zu achten.

Meistens haben wir in unserer eigenen Kindheit gelernt, dass nur bestimmte Emotionen akzeptabel sind. Wir haben erlebt, dass wir zurückgewiesen oder sogar bestraft werden, wenn wir Trauer, Schmerz oder Wut ausdrücken: „Stell dich nicht so an! Höre auf zu heulen! Sei nicht so trotzig! Benimm dich endlich!“

Da es keinen Raum für unsere Gefühle gab, mussten wir sie runterschlucken. Und heute sitzen wir auf einem Berg von Trauer, Schmerz oder Wut – und haben gar keinen Raum für ein erfülltes freudvolles Leben.

Gefühle sind Energien, die fließen wollen.

Die meisten Gefühle fließen innerhalb von wenigen Minuten durch unseren inneren Raum, wenn wir uns sicher, geliebt und unterstützt fühlen.

Liebevoll mit dir selbst umgehen

Damit unser inneres Kind heilen kann, müssen wir lernen, die liebevolle Mama oder der liebevolle Papa für uns selbst zu werden, den wir vielleicht nie hatten.

Die ersten Jahre nachdem mein inneres Erwachen begonnen hat, sagte meine Seele immer wieder zu mir, dass ich mir vorstellen sollte, ich wäre eine liebevolle Mama – für mich selbst.

Das war zunächst gar nicht so leicht, weil ich keine Vorbilder hatte. Ich wusste nicht, wie sich das anfühlt. Ich habe die verschiedenen Situationen in meinem Alltag zum Üben genutzt:

Wenn ich mir vorgenommen hatte einkaufen zu gehen und spürte, dass ich zu müde und fertig war, sagte meine innere liebevolle Mama: „Leg dich doch erst einmal eine Stunde hin und schau mal wie es dir dann geht.“

Wenn ich einen Fehler gemacht habe und mich geschämt habe, nahm mich meine innere liebevolle Mama in die Arme und half mir zu sehen, dass ich es gut gemeint habe und aus den Fehlern lernen kann, damit es beim nächsten Mal noch besser klappt.

Wenn ich mich mit meiner Seele verbinden wollte, doch meine alten Gewohnheiten haben mich in einen Sumpf aus Negativität gezogen, hat mich meine innere liebevolle Mama weise angeschaut und mich eingeladen, ihre Liebe anzunehmen.

Mit der Zeit fiel es mir leichter, den alten Weg der Härte vom neuen liebevollen Weg zu unterscheiden. Ich konnte beobachten, wie meine inneren Kinder zu heilen begannen, je mehr Liebe in mein Leben kommen durfte.

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Dein inneres Kind nach Hause bringen

Die tiefste Wunde in jedem Menschen entsteht, wenn wir das Gefühl haben nicht erwünscht zu sein.

Wir spüren intuitiv, wenn wir eine Belastung für unsere Eltern sind und schämen uns für unsere natürlichen Bedürfnisse. Wir versuchen uns klein zu machen, möglichst still und angepasst zu sein, damit wir unsere Umwelt nicht mit unserem Dasein belasten.

Wenn ich meine Klienten begleite, ihr Seelen-Business zu entwickeln, höre ich so oft: „Es gibt doch schon so vieles. Es wurde doch alles schon gesagt. Ich fühle mich komplett überflüssig.“

Viele Menschen glauben, dass sie wertlos sind. Dass ihre Sichtweise und ihre Art keinen Platz in dieser Welt haben. Das ist der größte Irrtum!

Auch wenn es viele Menschen gibt, die wundervolle Dinge ausdrücken, gibt es einige ganz bestimmte, die ich persönlich gerne höre und die mich tief berühren. Wie schrecklich wäre es, wenn ausgerechnet diese Menschen gedacht hätten, dass ihr Ausdruck überflüssig ist.

Du trägst etwas in dir, das willkommen ist – und dringend gebraucht wird.

Je mehr innere Kinder du liebevoll annimmst, umso mehr kann ihre Kreativität, ihre Lebensfreude und ihre einzigartigen Fähigkeiten in dein Leben strömen.

Oft sind es gerade die inneren Kinder, die zutiefst verletzt wurden, die unsere größten Fähigkeiten in sich tragen.

Ich stelle mir gerne vor, dass ich in meinem Inneren ein wundervolles Zuhause habe, indem alle inneren Kinder willkommen sind. Hier gibt es Spielsachen, einen großen Garten mit Baumhäusern und einer Schaukel, hier gibt es Abenteuer zu entdecken und verträumte Kuschelecken. Hier lebt meine liebevolle Seele, die alle Kinder in die Arme nimmt und für sie sorgt.

Jedes innere Kind, das mir begegnet, wird eingeladen nach Hause zu kommen.

Der Heilungsprozess des inneren Kindes

Du kannst den Heilungsprozess von deinem inneren Kind unterstützen, indem du dir regelmäßig Zeit nimmst, um seine Gefühle liebevoll wahrzunehmen. Übe den liebevollen Umgang mit deinen inneren Kindern jeden Tag!

Es gibt vielleicht einige innere Kinder, die sofort freudestrahlend aus ihrem Versteck kommen, sobald du ihnen ein einziges Mal liebevoll begegnest – doch es gibt viele innere Kinder die so tief verletzt sind, dass sie deine Liebe wieder und wieder spüren müssen, bevor sie nach Hause kommen können.

Auch wenn ich oft danach gefragt werde wie lange diese Heilung dauert, es geht nicht darum diesen Prozess so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. Es geht darum dieser Heilung Raum zu geben.

Wir haben die Möglichkeit zu erkennen, was die Generationen vor uns oft nicht sehen konnten: „Wir sind wertvoll. Wir sind liebenswert. Wir sind willkommen.“

Wir können den Grundstein für eine lebenwerte Zukunft legen.

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