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Die Heilung unserer Sexualität

Es fällt mir gar nicht so leicht, den heutigen Beitrag zu schreiben. Die Oasen-Bewohner haben sich immer wieder gewünscht, dass wir uns in der Oase mit dem Thema Sexualität beschäftigen – das tun wir im April, und es wird Zeit darüber zu schreiben.

Ich möchte euch von meinen persönlichen Erfahrungen berichten und von meinem Weg in die Heilung, den ich beschritten habe.

Unsere Sexualität ist auf jeden Fall ein Thema, das eine ganze Menge Heilung verdient hat. Sie möchte weder unterdrückt noch missbraucht werden und hat auch keine Lust in vorgefertigte Schablonen gepresst zu werden, denn hier handelt es sich um eine Kraft, die in jedem von uns einen ganz eigenen Ausdruck finden möchte.

Der Missbrauch der Sexualität

Die Beziehung zu meiner Sexualität hat nicht besonders angenehm begonnen. Noch bevor ich Zeit hatte, meine eigenen Erfahrungen zu machen und mich diesem Bereich meines Lebens in Ruhe anzunähern, habe ich Missbrauch erlebt.

Im Rückblick sind meine Missbrauchserfahrungen alle sehr ähnlich. Mit dreizehn Jahren fand ich mich auf einmal zusammen mit einer Gruppe von 40-jährigen in einem Tantrakurs wieder, kurze Zeit später bin ich einem indischen Yogi in die Klauen geraten und dann war es ein kolumbianischer Schamane der meine Grenzen überschritten hat.

Mein Thema waren auf jeden Fall Personen, die eine spirituelle Machtposition mir gegenüber eingenommen haben – was ziemlich easy ist, wenn man ein junges Mädchen vor sich hat, das keine Eltern oder andere Personen um sich hat, die es schützen.

Mein tiefer Wunsch zu erwachen und meine Sehnsucht spirituelle Wahrheiten zu entdecken, hat mich immer wieder in Situationen gebracht, in denen jemand mir zu verstehen gab: „Ich helfe dir, aber nur wenn…“

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Sex – nein danke!

Durch diese frühen unangenehmen Erlebnisse, hat sich tief in meinem Inneren ein negatives Bild von Sexualität eingeprägt: Es kommt jemand von außen der älter und stärker ist als ich, jemand der etwas von mir will und mich gar nicht wahrnimmt. Es fühlte sich an wie benutzt werden, überrollt werden von der Gier anderer.

Kein Wunder dass ich erst einmal die Nase voll hatte von Sex. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich getraut habe, meine eigenen Erfahrungen zu machen und Partner zu finden, die in meinem Alter waren und mir erlaubt haben, herauszufinden was mir gefällt.

Doch die umaufgearbeiteten Missbrauchserfahrungen trug ich weiterhin in mir. Oft wenn ich mich auf meine Sexualität einlassen wollte, tauchten diese alten Erinnerungen auf und machten es mir sehr schwer, mich wirklich einzulassen.

Ich suchte immer nach einem Weg mich zu öffnen für das was ich gerne erleben wollte – und mich zu verschließen vor dem, was damals so schmerzhaft und widerlich für mich war.

Doch ich merkte, dass ich nicht gleichzeitig die Tür öffnen und schließen kann. Entweder ich sage Ja – zu meiner Vergangenheit und meiner Gegenwart oder ich sage Nein – zu dem was war und dem was ist.

Diese Erkenntnis hat mich auf einen völlig neuen Weg geführt.

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Die dunkle Vergangenheit umarmen

Als wieder einmal alte Erinnerungen in mir auftauchten, wollte ich sie zunächst wegschieben. Doch dann flüsterte meine Seele, dass in all diesen Erfahrungen ein Teil von mir gefangen ist, der endlich wieder frei sein möchte. Meine Seele hat mich eingeladen, das junge Mädchen von damals liebevoll wahrzunehmen. Statt meine Erinnerungen – und damit mich selbst – abzulehnen, begann ich damit, meine Erinnerungen anzunehmen.

Gerade Erinnerungen an Missbrauch sind oft sehr unangenehm, weil wir uns an etwas erinnern, das wir nicht erleben wollten. Unser eigenes Nein, das wir damals nicht ausdrücken konnten, steckt ganz tief mit drin in der Erfahrung.

Und auch ganz allgemein spüre ich sehr deutlich wie viel Scham in diesem Thema dranhängt, wie viel alter Schmerz und wie viel Dunkelheit.

Es ist heilsam, wenn wir uns behutsam erlauben, uns diesem Thema zu nähern. So können sich die Reservoire alter Energie, die uns bisher daran gehindert haben diesen Lebensbereich zu genießen, endlich auflösen.

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Erwachen & Zeiten der Enthaltsamkeit

Als mein innerer Erwachensprozess begonnen hat und ich achtsamer mit mir selbst umgehen wollte, merkte ich auf einmal ein großes Bedürfnis nach einer Auszeit im Bereich der Sexualität. Es fühlte sich nämlich so an, als würde ich versuchen auf einer offenen Wunde eine Party zu feiern.

Natürlich war mein Partner zuerst nicht so richtig begeistert von dieser Idee, aber er merkte deutlich, dass dieser Wunsch tief aus meiner Seele kommt und letztendlich für uns beide heilsam sein wird.

In dieser Ruhezeit konnte bei uns beiden ganz viel heilen. Die alte Gewohnheit, dass Männer und Frauen so tief aneinander gekettet sind und glauben sich gegenseitig zu brauchen, fiel weg. Wir beide wurden vollständiger in uns selbst. Jeder von uns hat Zugang zu seiner eigenen inneren Quelle gefunden. Sogar körperlich war viel mehr Nähe und Feingefühl möglich.

Mir tat es auch gut, mich von alten Vorstellungen zu lösen, wie Sexualität aussehen muss. Denn mein Leben passt in keine Schablone. Es tut einfach gut, meinem eigenen Weg zu folgen und zu merken, dass ich heilen darf – und meine Sexualität heilt mit mir.

Dankbarkeit

An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, wie dankbar ich bin, dass ich einen Partner habe, dem es wichtig ist mit mir gemeinsam zu heilen.

Wenn ich im Gespräch mit Klienten erwähnt habe, dass man ja auch mal eine Sexpause machen kann, wenn tiefe Verletzungen hochkommen, haben mich viele mit großen Augen angeschaut und gesagt, dass sie sich das nicht erlauben können. Ich weiß von vielen Klientinnen, deren Partner zu ihnen sagte: Wenn du eine Sexpause einlegen willst, habe ich kein Interesse mehr an einer Beziehung mit dir. Wow, ganz schön hart.

Matthias meinte einmal, dass er das Gefühl hat, wenn er liebevoll und achtsam mit mir umgeht, begegnet er der weiblichen Energie auf diese Weise. Und er als Mann sieht es als einen Teil seiner Verantwortung, der Wunde im Weiblichen zu begegnen, die zum Teil eben auch durch die männliche Energie verursacht wurde.

Wenn wir uns Raum geben, unsere Sexualität zu heilen, dann heilen wir damit die Vergangenheit und legen das Fundament für eine balancierte Zukunft.

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Neustart für die eigene Sexualität

Es kann sein, dass das Lesen von meinem persönlichen Erfahrungsbericht bestimmte Gefühle, Erinnerungen oder Gedanken in dir wachgerufen hat. Vielleicht angenehme Erinnerungen – und vielleicht unangenehme.

Wenn wir bereit sind, unsere Sexualität zu heilen – und jeder von uns entscheidet selbst wann der richtige Moment dafür gekommen ist – beginnen wir damit, den energetischen Raum unserer Sexualität zu reinigen. Dazu gehört, dass wir die Personen, die uns beeinflusst oder unsere Grenzen überschritten haben aus unserem Raum verabschieden.

Wir können unterdrückte und abgelehnte Erinnerungen behutsam anschauen und lernen, sie fließen zu lassen. So entsteht immer mehr Raum für dich, für deinen Ausdruck. Eine ganz natürliche Beziehung zu deiner eigenen sexuellen Energie entsteht.

Unsere sexuelle Energie darf ein natürlicher Teil unserer Lebensenergie sein und sich in unsere Ganzheit integrieren.

April 2016 in der Oase – Heile deine Sexualität

Der Monat April lädt uns dazu ein, die Beziehung zu den tiefen Urkräften in unserem Inneren zu heilen. Sie waren so lange in der Dunkelheit gefangen – nun möchten sie ans Licht kommen.

Deshalb beschäftigen wir uns diesen Monat in der Oase damit, den Raum unserer Sexualität zu reinigen und eine neue balancierte Beziehung zu unserer sexuellen Energie zu entwickeln. Die Energiearbeit die ich in der Oase mit euch teile hilft dir dabei, deine Sexualität als natürlichen Teil deiner Seele und deines Menschseins wahrzunehmen.

Bist du noch kein Oasen-Bewohner? Du kannst jederzeit einsteigen!

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