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Angst – so überwinden wir sie auf sanfte Weise

Niemals zuvor war es so leicht Angst zu haben wie heute. Selbst wenn wir das Drama der Nachrichten vermeiden, spüren wir alle die kollektive Angst die in der Luft liegt und auf die Stimmung drückt.

Wie können wir uns in dieser herausfordernden Zeit sicher und geborgen fühlen? Wie können wir eine positive Einstellung zum Leben entwickeln und selbstbewusst unseren Weg gehen?

Heute möchte ich meine Erfahrungen im Umgang mit der Angst teilen und dir einfache Möglichkeiten zeigen, die dir helfen Angst auf sanfte Weise zu überwinden.

Woher kommt die Angst?

In den letzten Monaten habe ich viele Interviews gegeben. Obwohl ich mich sonst eher zurückhalte wenn ich zu Interviews eingeladen werde, hatte ich dieses Jahr das Gefühl, dass es stimmig ist, mich über meinen Weg und meine Erkenntnisse zu äußern.

Bei jedem Interview wurde ein zentrales Thema angesprochen – die Angst.

  • Lea, wie gehst du mit der Angst vor Kritik um?
  • Lea, wie gehst du mit finanziellen Ängsten um?
  • Lea, wie gehst du mit der Angst vor Misserfolg um?

Alle Menschen die neue Wege beschreiten, werden ziemlich schnell feststellen, dass ihnen die Angst begegnet. Und das gilt nicht nur für empfindsame eher introvertierte Menschen wie mich, sondern auch für diejenigen, die nach außen so richtig stark und von sich selbst überzeugt wirken 😉

Dass wir Angst empfinden bedeutet nicht, dass wir Angsthasen oder besonders zaghafte Menschen sind. Es bedeutet lediglich, dass wir dabei sind uns aus der bisherigen Normalität heraus zu bewegen. Es schrillt eine Alarmglocke in unserem Inneren, die uns daran erinnert, dass wir gerade einen Weg beschreiten, den noch niemand vor uns gegangen ist.

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Die Angst vor der Zukunft

Wir leben in einer Welt die sich immer schneller wandelt. Wer diesen Veränderungsprozess bewusst wahrnimmt, stellt schnell fest, dass sich heute an einem Tag so viele innere Veränderungen vollziehen wie vor einigen Jahren in einem Monat. Die Entwicklung beschleunigt sich.

Eigentlich könnten wir uns darüber freuen, dass sich so viele verändert. Schließlich hat die Menschheit – so wie wir heute leben und die Rohstoffe der Erde ausbeuten – keine Chance zu Überleben. Dass immer mehr Menschen bewusst werden und sich für neue Wege öffnen, dürfte eigentlich ein Grund zur Freude sein.

Doch wenn wir in die Nachrichten schauen (Ich tue das glücklicherweise seit einigen Jahren nicht mehr) dann hören wir nur, dass alles immer schlimmer wird. Düstere Zukunftsprognosen und Berichte von Chaos und Gewalt bombardieren uns täglich – kein Wunder dass viele Menschen Angst vor der Zukunft haben.

Man spürt die „dicke Luft“, die zähe graue Angst mit der viele Menschen durch die Gegend laufen. Es ist die Angst, die auf gesellschaftlicher und politischer Ebene bewirkt, dass mehr Menschen sich nach einem „starken Mann“ sehnen, der endlich mal Ordnung schafft. (Hatten wir das nicht schon einmal? Haben wir nicht schon längst erlebt was geschieht, wenn wir aus der Angst heraus wählen?) Erhöhte Ausländerfeindlichkeit und Fundamentalismus sind Zeichen dafür, dass Menschen die der Angst folgen sich stark in die Vergangenheit zurückziehen und dabei zum Teil gewaltvoll werden.

Angst ist ansteckend

Jeder Mensch erlebt seine Gefühle nicht nur in seinem Inneren, sondern jeder Mensch ist wie eine kleine Radiostation, die ihre Gefühle in die Welt sendet.

Sicherlich hast du schon erlebt, dass du mit Freunden in einem Raum warst in dem eine heitere Stimmung herrschte, doch dann ging die Tür auf und jemand mit einer dunklen Wolke von Negativität kam herein. Schwups – auf einmal rutschte die Stimmung in den Keller.

Gefühle sind ansteckend. Wenn dir jemand begegnet, der tief verbunden mit sich ist und eine große innere Ruhe ausstrahlt, kann es sein, dass du auf einmal tief durchatmest und spürst wie deine Sorgen von den Schultern rutschen.

Doch genauso ist es, wenn du von Menschen umgeben bist, die Zukunftsängste haben und eine negative Grundeinstellung haben. Sie warten darauf, dass etwas Schlechtes passiert. Sie gehen davon aus. Und sie reden ständig nur über das Negative.

Diese Negativität kann so militant werden, dass sie dich als naiv und ignorant bezeichnen, wenn du kein Interesse an ihren düsteren Zukunftsprognosen bekundest.

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Erschaffe deine Insel des Friedens

Auch wenn die Gefühle anderer Menschen in der Luft liegen, kann zum Glück jeder von uns die Stimmung in seinem Leben selbst gestalten. Wir brauchen uns nicht anstecken lassen von der Negativität anderer.

Wie geht das? Bevor ich mit dir teile, wie du in deinem Leben für eine heitere, lebensfrohe Stimmung sorgen kannst, möchte ich dir erst einmal beschreiben, was nicht funktioniert 🙂

So geht es garantiert nicht:

  • Gegen die Angst kämpfen
  • Sich über andere aufregen die negative Botschaften verbreiten
  • Mit anderen diskutieren die Angst verbreiten

Falls du das schon einmal versucht hast, weißt du was ich meine 😉 So, nun teile ich die Schritte, die wirklich helfen dich aus dem grauen Brei der Angst zu lösen und wieder in eine gelassene, liebevolle Stimmung zu kommen.

Präsent werden im Körper

Du beginnst damit, in deinem Körper präsent zu werden. Präsent werden kannst du immer nur jetzt in diesem Augenblick. Du kannst zum Beispiel genau jetzt deine Nasenspitze wahrnehmen. Merkst du wie viel bewusster dir deine Nasenspitze ist? An diesem Beispiel siehst du, wie deine Präsenz deine Wahrnehmung ändert. Je präsenter du wirst, desto mehr nimmst du wahr.

Am besten du erlaubst dir im ganzen Körper präsent zu werden, indem du alle Bereiche deines Körpers bewusst wahrnimmst. Spüre deinen Kopf, deine Schultern, deinen Brustkorb, deinen Bauch, deine Arme und Hände, dein Becken, deine Hüften, deine Beine und Füße. Nimm wahr wie du ankommst in diesem Moment.

Bewegung

Oft reagieren wir auf die Angst indem wir uns unbewusst zusammenziehen und aufhören uns zu bewegen. Ich habe bei mir beobachtet, dass ich mich manchmal zusammenrolle wie ein Igel wenn ich Angst habe und mein Gesicht zu einer angestrengten Maske erstarrt.

Steh auf und bewege dich! Beginne mit weichen, fließenden Bewegungen um wieder in Kontakt zu kommen mit dem Körper. Dann darf es dir ruhig warm werden und du kannst deinen Körper kräftig ausschütteln. Was ich liebe: Ich hüpfe gerne für einige Minuten auf und ab und beobachte, wie mich das erdet und langsam wieder in meine Kraft bringt.

Falls du einen Garten hast oder eine Wiese oder einen Waldweg – dann renne ein paar Mal hin und her und atme die frische Luft ein. Ahhh, da werden die Augen wieder klar und die Wangen rosig!

Erlaube dir deine Stimme klingen zu lassen. Tönen oder Singen befreit deinen Hals und deinen Brustkorb und bringt dich zurück in deine Schwingung.

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Die Angst bewusst wahrnehmen

Es ist spannend – wenn man die Wortherkunft von dem Wort Angst nachschlägt, kommt zum indogermanischen *ang(h)u*, was „eng, eingeengt“ bedeutet und sich auch im lateinischen Begriff *angustus* wiederfindet, der „eng, schmal“ bedeutet.

Hast du schon einmal deine körperlichen Empfindungen beobachtet, wenn du Angst hast? Meistens wird es ziemlich eng im Körper. Vielleicht fühlst du einen Druck auf der Brust oder dein Rücken verkrampft sich und wird hart.

Statt uns im Verstand in angstvollen Gedanken zu verstricken, sollten wir üben, die Angstgefühle ganz bewusst wahrzunehmen. Das klingt zunächst unlogisch, denn schließlich wollen wir die Angst loswerden und nicht mehr Angst wahrnehmen.

Der Weg aus der Angst führt mitten durch die Angst hindurch.

Weiches Atmen

Meine beste Medizin in Phasen voller Angst war das Weiche Atmen. Statt innerlich zu verkrampfen, hat mich das Weiche Atmen eingeladen, meine Lebensenergie weiterhin fließen zu lassen.

Das Weiche Atmen hält uns auf natürliche Weise im Körper und hilft dabei, präsent zu bleiben.

Es ist unmöglich gleichzeitig bewusst zu atmen und unseren Gedanken zu folgen – daher finde ich das Weiche Atmen eine wunderbare Unterstützung dabei, im Hier und Jetzt zu bleiben.

Wenn du weich atmest, lernst du auf den Wellen intensiver Gefühle zu reiten. Die Gefühle von Angst verwandeln sich und werden zu reiner Lebensenergie, die du für dich nutzen kannst.

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Was uns die Angst lehrt

Wenn du meinen Blog schon länger liest, dann weißt du sicherlich, dass ich alles in meinem Leben als Chance für meine innere Entwicklung begreife. Auch wenn ich mich nicht sofort über alles freuen kann was in mein Leben kommt 😉 so weiß ich doch, dass mein Leben alle Erfahrungen perfekt auf meine Bedürfnisse zuschneidet, damit ich etwas lernen kann.

Angst ist ein Tor in ein tieferes Vertrauen. Je mehr ich mich auf meine Angst eingelassen habe, umso mehr spürte ich, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben ein tiefes Vertrauen wahrnehme. Jedes Mal wenn ich mich eingelassen habe, meine Angst zu spüren und weich zu atmen, fühlte ich mich danach präsent und geborgen! Wie paradox!

Heute weiß ich, dass die Angst wie ein Sturm in die Bereiche meines Lebens hinein wirbelte, in denen ich noch voller Unsicherheit war. Ich wurde weich geklopft und aus meiner Starre erlöst. Und auf einmal konnte meine Kraft ganz anders fließen lassen.

Heute bin ich der Angst dankbar.

Sie hat mir geholfen dem Leben zu vertrauen.

In meinem Interview das ich letzte Woche gegeben hatte, wurde ich gefragt, ob ich meine Angst nun komplett losgeworden bin. Da musste ich schmunzeln. Denn es ist zwar schon so, dass ich mich die meiste Zeit sehr sicher und geborgen fühle, doch wenn ich einen neuen Schritt mache, begegnet mir die Angst wieder.

Immer wenn ich Neuland betrete begegnet mir die Angst.

Dann weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

P.S. Falls du einen bewussten Umgang mit dir und deinem Leben entwickeln magst, schau doch mal in die Oase.

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