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Wieviel Coaching braucht unsere Welt?

Neulich bin ich über eine spannende Frage auf meiner Facebook-Seite gestolpert. Jemand fragte mich, ob der Wunsch Coach zu werden und Menschen auf ihrem Entwicklungsweg zu begleiten überhaupt noch Berechtigung hat.

„Braucht unsere Welt noch einen weiteren Coach? Braucht die Welt überhaupt Coaching?“, fragte derjenige. Dieser interessanten Frage möchte ich heute folgen.

Falls du selbst Coach bist oder dich dafür interessierst andere Menschen auf dem Weg in ihr wahres Sein zu unterstützen, lies weiter…

Brauchen wir noch einen Coach?

Bevor wir uns überlegen ob die Welt noch einen Coach braucht, möchte ich einen Blick in die Natur werfen. Wie funktioniert Heilung und Unterstützung in der Natur?

Wer beginnt sich mit der heilsamen Kraft der Pflanzen zu beschäftigen, wird schnell feststellen, dass wir nicht unbedingt in entfernte Länder reisen müssen, um seltene Heilpflanzen zu entdecken. Die Heilpflanzen die wir am dringendsten brauchen, wachsen meistens direkt vor unserer Haustür oder im eigenen Garten.

Seit wir in unser Haus eingezogen sind habe ich beobachtet, dass viele neue Pflanzen in unseren Garten eingewandert sind. Der Frauenmantel hat sich direkt vor unser Schlafzimmer gesetzt, die Königskerzen wanderten von einem kleinen Abhang auf unsere Wiese herunter, riesige Mengen von Beinwell und Brennessel breiteten sich aus.

In der Natur gibt es eine ganz selbstverständliche Dynamik: Wenn es irgendwo ein Ungleichgewicht gibt, oder sich etwas Neues entwickeln möchte, taucht genau die richtige Unterstützung auf.

Woher kommt der Wunsch Coach zu werden?

Viele bewusste Menschen haben in den letzten Jahren den tiefen Wunsch verspürt, andere Menschen auf ihrem Entwicklungsweg zu begleiten. Dieser Wunsch kam nicht aus dem egoistischen Streben nach Erfolg oder dem Streben danach besser als andere zu sein – bei vielen kommt dieser Wunsch tief aus der Stille des eigenen Herzens.

  • Ich möchte das Neue in der Welt fördern.
  • Ich möchte mehr Frieden in die Welt bringen.
  • Ich möchte dass die Wunden der Vergangenheit heilen dürfen.

Wenn wir dem Gleichnis der Natur folgen, dann würde das bedeuten, dass momentan ganz viele heilfähige Menschen auftauchen – weil sie gebraucht werden. Es gibt ein Bedürfnis nach Unterstützung und Heilung, deshalb tauchen die entsprechenden Menschen auf.

Bevor wir die Frage beantworten können, warum gerade jetzt in dieser Zeit so viele Menschen wahrnehmen, dass sie Heilung und Entwicklung unterstützen wollen, müssen wir uns den Zustand der heutigen Welt genauer anschauen.

Wie wohl fühlen sich Menschen heute?

Wenn wir uns umschauen in unserer Gesellschaft, wird schnell deutlich dass wir im Vergleich zu anderen Ländern sehr viel äußeren Reichtum besitzen. Die neuste Technik steht uns zur Verfügung, wir besitzen mehr elektronische Geräte als jemals zuvor, unsere Geschäfte sind voll mit immer neuen Produkten, die neuste medizinische Errungenschaften werden eingesetzt – auch hier gibt es mehr Geräte und mehr Chemie.

Im Grunde könnte man davon ausgehen, dass es uns blendend gehen müsste.

Oder?

Doch wie es so schön heißt: „Der Mensch lebt nicht von Brot allein.“ Der ganze äußere Reichtum kann nicht vertuschen, dass viele Menschen sich heute chronisch überfordert fühlen, dass viele eine depressive Grundstimmung haben oder an einer tiefen Sinnlosigkeit leiden.

Obwohl wir vernetzter sind als jemals zuvor – schließlich sind alle unsere Freunde nur einen Tastendruck von uns entfernt – fühlen sich viele Menschen einsamer als jemals zuvor. Viele sitzen vor dem Bildschirm und fragen sich: Wo ist eigentlich das Leben? Wo ist die tiefe Freude? Wo ist die tiefe innere Zufriedenheit und das Gefühl, eins mit mir selbst zu sein?

Was ist da los?

Die Kunst zu leben möchte gelernt werden

Jeder Mensch strebt instinktiv in Richtung Freude. Etwas in uns spürt, dass Freude und Erfüllung zu unserem Leben gehören sollten. Woran liegt es, dass wir in unserer heutigen Gesellschaft diese Freude so gänzlich aus den Augen verloren haben?

Wie landen wir auf der Erde?

Meinem Gefühl nach beginnt unsere Trennung von der ursprünglichen Lebensfreude und unserem wahren Sein schon mit der Art und Weise wie wir geboren werden.

Ich habe mich viele Jahre lang intensiv mit dem Thema Geburt auseinandergesetzt und erkannt, dass wir heute zwar die modernste Medizin mit all ihren Medikamenten und Maschinen haben, doch das tiefe Vertrauen in die Kraft des Lebens fehlt uns meistens völlig.

Die ersten Eindrücke die wir als Baby erfahren sind oft sehr stressig. Wir werden in „kranken Häusern“ geboren, inmitten von Drama, Hektik und piependen Maschinen. Wir belächeln Kulturen in denen Frauen ihre Kinder noch ohne Technik zur Welt bringen, auf sanfte und bewusste Weise. Wo liebevolle Berührung, Stille und Geborgenheit die ersten Eindrücke sind, die ein Menschenleben prägen.

Damit wir unsere ganze Seele auf die Erde bringen können brauchen wir einen liebevollen, bewussten Start ins Leben.

Was lernen wir in der Schule?

Das Drama setzt sich in der Schule fort. Die heutigen Schulen basieren auf einem Modell, das zur Zeit der Industrialisierung entstanden ist. Das Ziel dieser Schule ist es, willige Arbeiter zu produzieren, die nicht aufmucken, nicht aus der Reihe tanzen und extrem leistungsorientiert sind.

Zum Glück gibt es schon erste neue Schulprojekte, doch die heutigen Erwachsenen mussten sich meistens noch durch die alte Strukturen quetschen. So stehen wir nach der Schulzeit oft ziemlich erschöpft da. Der letzte Funken an Freude und Kreativität ist hinter den grauen Mauern und der grauen Theorie verloren gegangen. Wir wissen nicht mehr wer wir sind, was uns Freude macht. Wir wissen nur, wie man tut was andere von einem wollen. Wir wissen wie man Leistung erbringt und darum kämpft ständig der Beste zu sein – auf Kosten anderer oder auf Kosten der eigenen Gesundheit.

Hallo Burnout – hier kommen wir!

Wahre Schule bedeutet, dass wir die Erlaubnis haben unsere einzigartigen Fähigkeiten zu entwickeln und dass wir darin unterstützt werden uns auf sinnvolle Weise in die Welt einzubringen.

Wie arbeiten wir?

Die alte Struktur von Arbeit die wir heute kennen, basiert auf der tiefen Überzeugung, dass wir aus uns selbst heraus wertlos sind. Nur diejenigen die eine große Firma oder ein Unternehmen besitzen, haben Macht und erst wenn sie uns einstellen, bekommen wir eine kleine Portion von dieser Macht ab. Verlieren wir unseren Arbeitsplatz sind wir wertlos und müssen uns als Schmarotzer bezeichnen lassen. Nur wer ständig hart arbeitet hat ein Recht auf sein Leben.

Was für eine verrückte Welt!

In vielen Tierfilmen wird uns vorgemacht, dass dieser ständige Leistungskampf auch im Tierreich an erster Stelle steht. Oft werden in den sogenannten Naturfilmen nur die dramatischen Szenen gezeigt, so als ob alle Tiere in ständigem Stress und Überlebenskampf wären. Doch wenn man die Augen aufmacht, sieht man Greifvögel die stundenlang seelig in den Lüften tanzen und es einfach nur genießen zu fliegen. Sicherlich wird auch mal gejagt, doch das sind kurze intensive Phasen – dann wird wieder das Leben genossen.

Auch in den sogenannten „primitiven“ Kulturen, die uns eigentlich so vieles voraus haben, werden jeden Tag nur wenige Stunden gearbeitet. Dann werden Geschichten erzählt, es wird gemeinsam gelacht, gelernt und gelebt.

Wir sind nicht hier um zu arbeiten, sondern um zu leben.

Wie sieht unsere Beziehung zu uns selbst aus?

Ich habe viele Jahre Coachingsitzungen gegeben und zahllose Klienten von mir haben mir geschildert, wie sie sich selbst fühlen. „Ich fühle mich getrennt, abgeschnitten, einsam, hoffnungslos, traurig, hilflos und ungewollt…“ So oft hörte ich die Beschreibung.

In dieser äußerlich so reich scheinenden Welt haben wir das Wesentliche aus den Augen verloren. Die Rückkehr zur Einfachheit des Lebens ist so wohltuend. Junge Leute sprechen begeistert vom Minimalismus (weniger kaufen und mehr leben). Wir interessieren uns wieder für die natürlichen Rhythmen der Erde und beginnen zu merken wie wichtig es ist, die Jahreszeiten bewusst zu erleben und uns natürlicher zu ernähren.

Eine tiefe Sehnsucht danach unseren Weg zu gehen und unsere Wahrheit zu leben, taucht auf. Als ich vor über zehn Jahren in meine Selbständigkeit gestartet bin war ich noch einige von wenigen, ich kam mir oft vor wie ein einsamer Baum auf einer großen Wiese. Doch heute ist da schon ein lichter Wald entstanden. Unser Netzwerk wird stärker.

Wir sind auf dem Weg zurück zu uns selbst. Je mehr Menschen diesen Weg beschreiten, umso besser für jeden einzelnen von uns.

Tiefes Mitgefühl als Motivation

Wenn du den Zustand der heutigen Welt wahrnimmst und dich zutiefst gerufen fühlst, etwas dazu beizutragen, damit die Welt heilen kann, solltest du diesen Impuls ernst nehmen. Es ist das tiefe Mitgefühl das dich befähigt wahrzunehmen, was die Welt braucht.

Ich liebe die Geschichte von Quan Yin, der Göttin des Mitgefühls aus dem Buddhismus. Als Quan Yin die höchste Stufe des Erwachens erreichte und eingeladen wurde in den Himmel aufzusteigen, hörte sie auf einmal in der Ferne das Wehklagen der Menschen. Ihr Herz öffnete sich und sie spürte ihre tiefe Liebe zu allen Menschen. Sie entschied sich dafür so lange zu bleiben, bis alle Menschen ihren Weg gefunden haben.

Natürlich müssen wir als normalsterbliche 😉 Menschen darauf achten, klare Grenzen zu setzen und zu lernen nur soviel zu geben, wie wir in Freude geben können. Doch es ist das innere Mitgefühl, das uns erlaubt in jedem Menschen einen Teil von uns selbst zu erkennen, der nach Heilung sucht.

Letztendlich heilen wir uns selbst – auch wenn wir für andere da sind.

Die Herausforderung die vor uns liegt

Ich glaube dass Coaching kein einfacher Beruf ist. Als Coach stehst du vor großen Herausforderungen die gemeistert werden wollen. Zunächst einmal musst du eine vertrauensvolle Beziehung zu den Menschen entwickeln, die du unterstützen möchtest.

Gerade wenn du zu den Pionieren gehörst, die neue Methoden nutzen und neue Ziele verfolgen, musst du lernen wie du Menschen von etwas begeisterst was sie noch nicht kennen und von dem sie nicht wissen, warum sie das eigentlich brauchen. Als Coach müssen wir lernen, ein Wegbereiter für das Neue zu werden.

Viele Jahre habe ich mit einem Augenzwinkern gesagt: „Ich mache eigentlich nur Werbung für deine Seele.“ Denn mein Ziel war es nicht, Menschen davon zu überzeugen auf mich zu hören, sondern sie dazu einzuladen, sich wieder mit ihrem eigenen Sein, ihrer eigenen Seele, zu verbinden.

Braucht unsere Welt noch einen Coach?

Ja.

Auf jeden Fall.

Wir brauchen Menschen, die ihre Weisheit teilen.
Wir brauchen nicht noch mehr oberflächliches Gerede, sondern wir brauchen Menschen, die aus ihrer tiefen Verbundenheit mit sich selbst wirken und kommunizieren.

Wir brauchen Liebe.
Es gibt bereits so viel Härte, so viel Besserwisserei und so viel Aggression. Wir brauchen Menschen die in der Lage sind, liebevoll zu kommunizieren und uns liebevoll zu begegnen.

Wir brauchen Geduld.
Auch wenn wir uns manchmal danach sehnen, dass die Welt sich mit einem Schlag ändert, brauchen wir Menschen die bereit sind den nächsten kleinen Schritt mit uns zu gehen.

Wir brauchen Natürlichkeit.
Wir brauchen Weggefährten, die uns aus dem Labyrinth der künstlichen Welt herausholen und mit uns gemeinsam Trampelpfade zurück in die Einfachheit der Natur bahnen.

Zurück zum Leben.

Zurück zur Liebe.

Zurück zur Freude.

Kommst du mit?

 

P.S. Im Frühjahr 2017 findet meine Ausbildung zum Erwachens-Coach statt. Du lernst  Menschen auf ihrem Entwicklungsweg zu begleiten. Die Anmeldung dafür beginnt bereits am 07. Februar 2017. Falls du mehr erfahren willst, trage dich für meinen Newsletter ein.

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