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Erwachen und Partnerschaft – können wir gemeinsam wachsen?

In den letzten Jahren höre ich von vielen, die sich innerlich weiter entwickeln und ihren eigenen Weg gehen, dass es in der Partnerschaft kriselt. Da höre ich oft: „Mein Partner hat mit Spiritualität nichts am Hut. Ich entwickle mich weiter – mein Partner jedoch nicht.“

Wenn wir neue Wege beschreiten kann es vorkommen, dass unser Partner uns auf einmal fremd ist und wir uns nichts zu sagen haben. Heißt das, dass die Beziehung enden muss oder kann eine Beziehung mit uns wachsen?

Ich befinde mich mittlerweile seit zwölf Jahren in einer Beziehung und möchte gerne mit euch teilen, was ich gelernt habe.

Ein Hinweis bevor wir loslegen

In meinem Beitrag spreche ich zwar von Beziehungen zwischen Männern und Frauen – damit möchte ich Beziehungen zwischen Frauen und Frauen oder Männern und Männern jedoch nicht ausschließen – es geht mir lediglich um die sprachliche Einfachheit.

Ich erwähne in meinem Beitrag allgemeine Tendenzen, die ich bei Frauen und Männern beobachtet habe. Logischerweise trifft nicht jede Verallgemeinerung auf dich oder deine(n) Partner(in) zu. Nimm nur das mit, was sich stimmig für dich anfühlt.

Mit meinem Beitrag möchte ich dir Mut machen eine Beziehung, die frustrierend oder unbefriedigend geworden ist, zu verwandeln. Selbstverständlich gibt es jedoch Situationen in denen du eine Beziehung beenden musst, wenn z.B. dein körperliches Wohl in Gefahr ist. Darum geht es jedoch in diesem Beitrag nicht.

Alles klar? Dann kann es losgehen!

Erwachen und Partnerschaft – was erwartet dich?

Momentan erleben viele Menschen eine tiefe innere Entwicklung, die von ganz alleine begonnen hat. Diese tiefe Veränderung bezeichne ich als Erwachen. Das Erwachen ist ein schrittweiser, natürlicher Bewusstwerdungsprozess bei dem du vieles loslässt, was nicht mehr stimmig ist und dich für das öffnest, was stimmig ist.

Viele erwachende Menschen haben Sehnsucht danach, ihr volles Potenzial zu entfalten und das zu tun was sie wirklich erfüllt. Das Erwachen beschränkt sich nicht auf einen einzelnen Teil unseres Lebens. Ganz im Gegenteil! Das gesamt Leben wird einmal durch gewirbelt und das unterste nach oben gekehrt.

Der Körper möchte alten Ballast loswerden. Unsere Grenzen wollen geklärt werden. Freundschaften wandeln sich. Wir entwickeln uns beruflich weiter. Wen wundert es da, dass diese Veränderung auch bei unserer Partnerschaft nicht Halt macht?

Wirbelt das Erwachen deine Beziehung durch?

Hier sind Kennzeichen dafür. Schau mal, ob du etwas ähnliches gerade in deiner Beziehung erlebst:

  • Der Partner kommt dir auf einmal fremd vor
  • Dein Partner lehnt ab wofür du dich öffnen willst
  • Es kommt dir vor als würde dich dein Partner nicht lieben
  • Es verletzt dich dass dein Partner Veränderung ablehnt
  • Du bist oft genervt von deinem Partner
  • Dein Partner kommt dir vor wie ein Klotz am Bein
  • Du fühlst dich einsam und unverstanden in der Partnerschaft
  • Du sehnst dich nach Ruhe, doch dein Partner möchte etwas unternehmen
  • Du zwingst dich deinem Partner zuliebe etwas zu tun und wirst wütend
  • Du bist öfter unzufrieden oder wütend
  • Es gibt häufiger Streit der keine wirkliche Lösung findet
  • Es kommt dir so vor als hätten alle eine perfekte Beziehung nur du nicht
  • Es begegnen dir andere die viel attraktiver wirken als dein Partner
  • Du ziehst dich immer mehr aus der Partnerschaft zurück
  • Du spielst mit dem Gedanken dich von deinem Partner zu trennen

Oh weia, das Erwachen ist keine besonders einfache Zeit. Besonders unsere Partnerschaft bekommt das zu spüren.

Die Seelenpartner-Falle

Oftmals stolpern wir in dieser Phase von Beziehungsfrust über romantische Vorstellungen die besonders in der spirituellen Szene kursieren. Da wird dir dann das Bild von einem perfekten Seelenpartner vorgehalten, der die andere Hälfte deiner Seele sein soll und nur darauf wartet, eine Beziehung mit dir zu beginnen.

Sorry dass ich etwas sarkastisch werde, wenn ich über dieses Thema spreche 😉 Ich weiß mittlerweile einfach von zu vielen Menschen, die dieser Vorstellung vom Seelenpartner gefolgt sind und sich damit unglücklich gemacht haben. Mir ist es wichtig, diese rosa Blase platzen zu lassen und deutlich zu machen, was wirklich dahinter steckt.

Ich weiß von einigen, die langjährige Ehen mit einem Schlag beendet haben, die oftmals dabei auch noch das Sorgerecht für ihre Kinder verloren haben – und sich kopfüber in eine Affäre mit ihrem sogenannten Seelenpartner gestürzt haben. (Seltsam nur, dass der Seelenpartner meistens selbst verheiratet oder gar nicht an einer dauerhaften Partnerschaft interessiert war.) Viele landeten ziemlich unsanft auf dem Hintern und merkten: „Alles was ich hatte ist nun zerstört. Nun habe ich nicht nur keinen Seelenpartner, sondern gar keinen Partner mehr und meine Familie ist auch futsch. Das hat sich nicht gelohnt!“

Ich halte die Vorstellung vom Seelenpartner – und alle anderen romantischen Vorstellungen von Traummännern und Traumfrauen die wir uns zusammenspinnen – für einen der Hauptgründe, dass heute so viele Beziehungen scheitern noch bevor sie überhaupt begonnen haben. Wir erwarten, dass die perfekte Beziehung vom Himmel fällt statt zu wissen, dass eine erfüllende Beziehung durch jahrelange Lernerfahrungen und ausdauernde Arbeit wächst.

Der Weg in eine wahre Beziehung

Egal um welchen Bereich unseres Lebens es geht, wir können nur da etwas Erfüllendes aufbauen, wo wir bereit sind uns mit ganzem Herzen einzusetzen, Heilung geschehen zu lassen und daran zu arbeiten.

Bevor wir uns auf den Weg machen können, unsere Beziehung zu verwandeln, müssen wir zunächst einmal einen Blick zurück wagen und uns bewusst machen, woher wir kommen. Während des Erwachens kommt alles, was unerlöst ist und lange Zeit in unserem Inneren verdrängt war, an die Oberfläche. Das betrifft auch unsere Beziehungen.

Die Beziehung zwischen Frauen und Männern war bisher – sagen wir es einmal freundlich – sehr spannungsgeladen. Wir kommen aus einer Zeit, in der sich viele Menschen von der Liebe abgewendet haben und viel Grausamkeit geschehen ist.

Frauen und Männer haben gleichermaßen Anteil an der schmerzhaften Vergangenheit. Es mag zwar auf den ersten Blick so aussehen, dass einer der Gewinner und der andere der Verlierer war, doch die Wahrheit ist anders. Niemand hat gewonnen – beide haben etwas verloren.

Wer schon einmal Gewalt angewendet hat wird sich vielleicht erinnern was für ein schreckliches Gefühl das im Nachhinein ist. Nicht nur für denjenigen, der die Gewalt abbekommt, sondern auch für denjenigen, der Gewalt angewendet hat.

Natürlich können wir diskutieren wer mit der Gewalt begonnen hat. Waren es die Frauen, die begonnen haben? Oder waren es die Männer, die begonnen haben? Doch ganz ehrlich – ich finde diese Diskussionen wenig nützlich. Ich beschäftige mich lieber mit der Heilung dieser Beziehung. Heilung kann nur dann beginnen, wenn wir damit aufhören, uns gegenseitig die Schuld für ein Problem zu geben, in dem wir beide bis zum Hals drinstecken.

Ich habe die Hoffnung, dass es immer mehr Frauen und Männer gibt, die beginnen, die Trümmer der Vergangenheit aus dem Weg zu räumen und neue Brücken zu bauen. Das funktioniert natürlich nur, wenn jeder seinen Teil beiseite räumt und wir den Partner in seinem Heilungsprozess unterstützen.

Heilungsweg für Frauen

Als Frau kann ich sehr viel besser berichten, was auf der weiblichen Seite heilen möchte, aber ich werde nachher gleich mal Matthias fragen, was seiner Meinung nach die männliche Seite betrifft 😉

Bevor ich mich daran wagen konnte, meine Partnerschaft zu heilen, wurde mir zunächst einmal bewusst, dass meine Beziehung zu meinem eigenen Frausein heilen möchte.

Da ich schon sehr früh Missbrauch erlebt habe – bevor ich jemals die Chance hatte mich für eine Beziehung zu öffnen – war mein Frausein schon sehr früh mit Leid und Schmerz behaftet. „Wenn ich eine Frau bin werde ich doch nur verletzt“, so dachte ich. Um in dieser oftmals rauen Welt überleben zu können, habe ich mein Frausein weggesperrt.

Als ich dann durch meine Partnerschaft mit meinem Frausein konfrontiert wurde, kam zunächst einmal ein Schwall von Hass, ohnmächtiger Wut und Verzweiflung an die Oberfläche. Zum Glück merkte ich relativ schnell, dass mein Partner nicht der Grund für die Gefühle war, doch oftmals hat er diese schmerzhaften Gefühle getriggert.

Gerade mit diesen schweren Themen ist es manchmal hilfreich, wenn man eine Prise Humor dazu nimmt. So habe ich begonnen, es auszusprechen wenn diese schmerzhaften Gefühle aufkamen. Oftmals sagte ich nachdem ich ihm mein Herz ausgeschüttet habe mit einem Augenzwinkern zu Matthias: „…und ich glaube du bist an all dem schuld!“ 😉

Gerade dieses humorvolle Aussprechen hat mir geholfen, immer wieder zu realisieren: „Nein, das ist unmöglich! Kein einziger Mensch kann allein durch das Kochen von zu harten Kartoffeln diesen gewaltigen Schmerz bei mir verursachen. (Aber er kann den Schmerz der bereits in mir ist durchaus triggern.)

Mir hat es geholfen, dass Matthias sich für meine Geschichte interessiert hat. Er hat begonnen wahrzunehmen, an welchen Stellen ich den kollektiven Schmerz der weiblichen Seite in mir trage und hat mir dabei geholfen, mich langsam da heraus zu lösen.

Ich kam mir vor wie eine eigentlich sehr zarte Frau, die in einem harten Kokon aus Hass, Schmerz und Leid eingepackt war. Matthias hat mir geholfen, mein wahres Sein auszupacken und sich mit mir gemeinsam gefreut, wenn mehr von mir zum Vorschein kam.

Die verletzte Seite von Frauen hat den Hang Männer – und jede männliche Qualität – abzulehnen. Logisch. Wenn man durch etwas verletzt wird, möchte man damit nichts mehr zu tun haben. Doch ich glaube heute, dass meine Entscheidung, Matthias als meinen Partner zu sehen und nicht als Feind, das Fundament für meine Heilung gelegt hat. Je mehr ich seine Liebe und Unterstützung annehmen konnte, desto schneller konnte ich heilen.

Heilungsweg für Männer

Man könnte denken, dass wir heute in einer sehr männlichen Welt leben. Doch ich glaube inzwischen, dass wir einfach in einer sehr unbalancierten Welt leben. Mit „männlich“ hat das sehr wenig zu tun.

Für viele Männer ist es gar nicht so einfach, ihr eigenes Mannsein zu entwickeln. Wo sind balancierte Vorbilder? Klar gibt es die ausgezehrten Karrieretypen, die verkrampft im Hamsterrad rasen und ihre Kinder zweimal pro Jahr übers Wochenende sehen – doch sind das ganzheitliche Vorbilder?

Viele Männer wachsen ohne Vater auf, oder sie haben einen Vater der so verschlossen ist und in seiner eigenen Welt lebt, dass sie im Grunde alleine aufwachsen.

Ein Leben lang hören Männer, dass sie stark sein sollen, dass man als Junge nicht heult. Und dann sind sie in einer Beziehung wo ihre Partnerin auf einmal genau das von ihnen verlangt, was sie ein Leben lang abtrainiert haben: „Sei gefühlvoll, sein empathisch, sei offen, sprich über das was dich bewegt…“

Meiner Ansicht nach gibt es nicht nur kollektiven weiblichen Schmerz – sondern es gibt auch einen kollektiven männlichen Schmerz. Dieser äußert sich allerdings ganz anders.

Viele Männer spüren, dass es im kollektiven männlichen Feld sehr vieles gibt, was nicht okay ist. Z,B, wenn man bedenkt, dass in der Vergangenheit oftmals Männer am Steuer saßen, wenn es darum ging, Krieg zu führen und Gewalt auszuüben.

Für viele jüngere Männer bewirkt das ein instinktives Ablehnen der eigenen Männlichkeit. Sie wollen nichts damit zu tun haben, mißverstehen dabei aber, dass das was sie Ablehnen gar keine echte Männlichkeit ist. Es kommt mir so vor als müssten wir gerade in diesem Bereich Räume öffnen, wo Männer sich selbst wieder finden können. Es ist so wichtig für Männer, die eigene Stärke nicht abzulehnen oder als etwas Schlechtes zu sehen, sondern liebevoll zu entwickeln.

Für Frauen ist es sehr wichtig, die leise (oder vielleicht sogar stumme) Stimme der Männer zu hören. Denn auch wenn wir als Frauen viel Unterdrückung erfahren haben – so haben wir es doch meistens leichter unseren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Da glauben wir oft, dass Schweigen oder der verhaltene Rückzug unseres Partners würde bedeuten, er hätte keine Gefühle. Weit gefehlt! Doch bevor ein Mann seine tiefsten Gefühle ausspricht, muss er sich sehr sicher fühlen und ein sehr gesundes Selbstbewusstsein haben.

Als Partnerin können wir den wundervollen Mann wahrnehmen, der sich in unserem Partner verbirgt. Wir können bereits wahrnehmen, welche wundervollen Qualitäten unser Partner in sich trägt, die sich vielleicht bisher noch nicht zeigen konnten. Einfach indem du an seiner Seite bist, das Schöne in ihm siehst und an ihn glaubst, wird dein Partner sich leichter in seine wahre Stärke entfalten.

Tipps für Männer die ihrer Partnerin helfen wollen

Falls du deiner Partnerin helfen möchtest, sich zu entwickeln, habe ich ein paar Tipps für dich. Natürlich ist jede Frau anders – du kannst gemeinsam mit ihr herausfinden was ihr wirklich hilft.

Zuhören (wenn Frauen im Kreis herum reden)

Wenn Männer sprechen, dann sagen sie meistens genau das, was sie sagen wollen. Sie wissen was sie sagen wollen und tun es – fertig! Naja, bei Frauen ist das etwas anders 😉 Als Frau sprechen wir oftmals um während des Sprechens herauszufinden, was wir eigentlich sagen wollen. 🙂

Sorry liebe Männer. Ich weiß, dass euch das manchmal auf die Nerven geht. Vor allem weil ihr dazu neigt, sofort das erste Thema rauszupicken was eure Partnerin anspricht und zu versuchen dafür eine Lösung zu finden. Ihr gebt euch so viel Mühe zu helfen – und dann wird euch vorgeworfen, dass ihr nicht zuhört…

Versuch mal, deiner Partnerin zuzuhören, so als würdest du eine Schallplatte mit klassischer Musik anhören. Du öffnest dich, nimmst wahr und hörst dem Verlauf der Musik zu. Manchmal beginnt es leise, wird dann lauter und beruhigt sich wieder. Manchmal beginnt es leise und wird dann lauter. Beobachte die Landschaft und sei präsent. Du brauchst keine Probleme lösen, sondern zeigst einfach nur, dass du aufmerksam zuhörst. Vielleicht magst du dieses Zeiten des Zuhörens sogar genießen und wahrnehmen, dass deine Partnerin dir vertraut.

Bonuspunkte: Statt nach dem Zuhören sofort deine Meinung dazu zu sagen, stelle deiner Partnerin Fragen. So zeigst du, dass du zuhörst, verstehst und es dir wichtig ist, sie dabei zu unterstützen, innerlich klar zu werden und ihren Weg zu finden.

Deine Partnerin vom kollektiven weiblichen Schmerz unterscheiden

Gerade in einer Zeit der Heilung ist es hilfreich wenn du lernst, die Seele und das wahre Sein deiner Partnerin vom kollektiven Schmerz zu unterscheiden, aus dem sie sich gerade löst.

Wenn sich deine Partnerin von einer Sekunde zur nächsten in eine feuerspeiende Furie oder eine kalte Eisprinzessin verwandelt, versuche wahrzunehmen, dass sie gerade mitten drin ist im kollektiven Schmerzfeld aller Frauen. Sie fühlt die Unterdrückung, den Missbrauch und den unerlösten Schmerz der aus der Vergangenheit stammt.

Deine Partnerin kann schneller aus dem kollektiven Schmerz herauskommen, wenn du versuchst den kollektiven Schmerz als etwas wahrzunehmen, was nicht das wahre Wesen deiner Partnerin ist. Übe regelmäßig ihr wahres Sein wahrzunehmen. Diese wundervolle Frau, das ist deine wahre Partnerin!

Ein Streit kann sehr plötzlich verpuffen, wenn du die feuerspeiende Furie liebevoll wahrnimmst und erkennst: „Ich weiß wer du wirklich bist. Ich sehe meine liebevolle Partnerin in dir. Ich liebe dich.“ Damit vertreibst du die Wolken der Dunkelheit.

Tipps für Frauen die ihrem Partner helfen wollen

Falls du deinem Partner helfen möchtest, sich weiter zu entwickeln und seine wahre Stärke zu entfalten, habe ich ein paar Tipps für dich. Jeder Mensch ist einzigartig – finde heraus was deinem Partner gut tut.

Positives sprechen lernen

Viele Frauen die durch ihr Erwachen gehen, spüren plötzlich, dass sie vieles in ihrer Partnerschaft verändern wollen. Doch oftmals knallen unsere tollen Ideen mit der Realität zusammen. Statt uns auf einen schrittweisen, langfristigen Wachstumsprozess einzulassen, wollen wir die Veränderung heute – am besten sofort.

Dass unser Partner alles andere als begeistert ist, wenn wir ihm vorwerfen, dass er über Nacht kein erwachter Meister der Liebe 😉 geworden ist und alle unsere unausgesprochenen Wünsche automatisch erfüllt, ist verständlich.

Frauen haben die Eigenart über die negativen Dinge zu sprechen, damit sie sich wandeln. Doch viele Männer nehmen das Ansprechen von Negativem als „ewiges Gemecker“ wahr, durch das sie sich frustriert und wertlos fühlen. Sie bekommen leicht den Eindruck eine dauerhaft unzufriedene Partnerin an der Seite zu haben, die nur Vorwürfe macht, und haben dann absolut keinen Impuls mehr, sich für die Beziehung einzusetzen.

Ich habe (nach vielen Fehlschlägen 😉 ) herausgefunden, dass man Männer viel leichter für etwas Neues begeistern kann, wenn man es da, wo es im Ansatz schon vorhanden ist, lobend erwähnt:

„Ich schätze es so sehr, wenn du mir zuhörst.“ „Wie du gestern Abend den Streit mit unserem Nachbarn geklärt hast, war einfach schön. Danke dass du dich für unsere Familie einsetzt.“ „Ich freue mich immer so, wenn du mir erzählst wie es dir geht.“

Nicht nur dem Partner tut dieses positive Sprechen gut, sondern auch deine eigene Aufmerksamkeit wird automatisch in eine positive Richtung gelenkt. (Ich war überrascht wie wenig ich meinen Partner vorher wirklich wahrgenommen habe – und begeistert wie ich ihn ganz neu entdecken konnte, einfach nur weil ich gelernt habe, auf eine andere Weise zu sprechen.)

Glaube an die Stärke deines Partners

Wenn Frauen zusammen kommen unterstützen sie sich oft gegenseitig, indem sie sich erlauben, ihre eigene Schwäche zu zeigen. Frauen die anderen Frauen helfen wollen, bringen ihre Lösungsvorschläge ein, bis aus diesem gemeinsamen Gespräch ein neuer Weg deutlich wird. Das Motto von Frauen könnte lauten: Gemeinsam sind wir stark.

Die Stärke von Männern funktioniert anders. Die Stärke von einem Mann erwacht, wenn er vor einem Problem steht und jemand zu ihm sagt: „Ich glaube du bist genau die richtige Person um dieses Problem zu lösen. Du schaffst das.“

Als Frau hilfst du deinem Partner auf seinem Weg indem du ihm zuhörst, wenn er schimpft und seinem Frust und Ärger Luft macht – und ihm dann nicht hilfst. Oh, das ist so schwer! Ich musste mir am Anfang oft auf die Zunge zu beißen, denn schon beim Zuhören wollten tausend gute Ratschläge aus mir herausbrechen. Doch je mehr ich bemerkt habe, dass ich meinem Partner im Weg stehe solange ich versuche seine Problem für ihn zu lösen, habe ich eine neue Möglichkeit des Helfens entdeckt.

Einfach dasein, zuhören, an deinen Partner glauben und ihn darin bestärken, dass er den Weg finden wird – das wirkt Wunder.

Auch die Frage: „Wie kann ich dich in dieser Zeit am besten unterstützen?“, ist sehr hilfreich. Manchmal ist es tatsächlich schön, wenn jemand morgens Frühstück zubereitet oder dafür sorgt, dass zuhause eine liebevolle Atmosphäre herrscht.

Rückenwind für deinen Weg

Wenn du den Wunsch hast, deine Beziehung auf liebevolle Weise zu entwickeln, dann kannst du heute damit beginnen. Vielleicht magst du einen der Tipps ausprobieren – oder dir ist beim Lesen etwas Eigenes eingefallen?

Nein, dein Partner braucht nicht „spirituell“ zu sein. Es ist keine Bedingung für eine erfüllende Beziehung, dass beide dieselben Bücher lesen oder die gleichen Seminare besuchen. Das ist eine alte Vorstellung – denn letztendlich sind alle Menschen spirituell, denn alle Menschen besitzen eine Seele.

Sei geduldig. Oftmals dauert es Monate oder sogar Jahre, bis man die Ergebnisse der Veränderung, an der man gerade arbeitet, genießen kann. Also nicht zu früh aufgeben, sondern viele kleine Schritte in eine neue Richtung wagen.

Gib deiner Beziehung eine Chance zu heilen.

Auch eine vertrocknete, kümmerlich aussehende Pflanze kann wieder groß und stark werden, wenn sie die richtige Pflege erhält.

Auch eine Beziehung die lange brach gelegen hat, kann sich in eine erfüllende Beziehung verwandeln.

Ja, es gibt einen Weg gemeinsam zu wachsen.

Jemand muss den ersten Schritt machen.

Beginnst du?

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