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Warum ist Erwachen so anstrengend?

Vor kurzem fragte mich eine Teilnehmerin der Ausbildung zum Erwachenscoach, die ich gerade leite, ob es sich lohnt, den oftmals anstrengenden Weg der Entwicklung, Heilung und Transformation einzuschlagen.

Sie wollte wissen, ob ich aus meiner Erfahrung sagen würde, dass es anstrengend ist und wenig bringt oder ob ich sagen würde, dass man wirklich etwas davon hat.

Schon allein bei der Frage hüpfte mein Herz! (Danke nochmal dafür!) Es gibt einiges darüber zu sagen. Lohnt es sich, dich auf deine innere Entwicklung einzulassen?

Erwachen oder Lebenskrise?

Fast täglich erreichen mich Nachrichten über Facebook oder per Email, in denen mir jemand mitteilt, wie schwer und mühsam das Leben ist, seitdem das innere Erwachen begonnen hat.

Manchmal macht sich die Tatsache, dass wir uns mitten in einer inneren Heilungsphase befinden durch die Symptome des Erwachens bemerkbar. Dazu gehören bleierne Müdigkeit, körperliche Unannehmlichkeiten und Stimmungsschwankungen.

Häufig erleben wir eine richtige Lebenskrise, einen Burnout oder eine Zeit tiefer Depression, Einsamkeit und Verzweiflung.

Hört sich nicht gerade prickelnd an, oder?

Vielleicht ist es deshalb auch ganz gut so, dass unser inneres Erwachen ein natürlicher Prozess ist, der von ganz alleine beginnt, wenn unser Inneres bereit ist. (Sonst würde wahrscheinlich niemand erwachen – es ist einfach viel zu anstrengend!)

Den unerlösten Schmerz fühlen

Wenn wir erwachen möchte sich alles in unserem Inneren und in unserem Leben wandeln, das nicht liebevoll, nicht natürlich oder nicht im Fluss des Lebens ist.

Was wir nur aus Angst gemacht haben, können wir nicht mehr tun.

Was wir erzwungen haben, wollen wir nicht mehr erzwingen.

Wo wir nur funktioniert haben, geht es nicht mehr weiter.

Die Veränderung folgt einem einfachen Muster. Sie beginnt damit, dass wir wahrnehmen, wie weh wir uns bisher getan haben. Wir spüren auf einmal, wie unstimmig vieles in unserem Leben ist.

Es ist ähnlich als wären wir ein ganzes Leben lang in einem Raum gewesen in dem unglaublich dröhnende Musik läuft. Wir haben es jedoch nicht gehört, denn wir waren abgestumpft, innerlich abgeschaltete, in einer Art Tiefschlaf. Es war normal für uns.

Wenn wir erwachen, ist es als ob unsere Ohren sich öffnen und auf einmal spüren wir: „Autsch! Dieser Lärm ist unerträglich!“

Wir spüren plötzlich Schmerz, der immer schon da war.

Ungehört. Unbemerkt. Ungesehen.

Dieser Schmerz, so unangenehm er auch sein mag, ist nicht gegen uns, sondern er ist ein weiser Helfer auf unserem Weg. Er zeigt uns: „Das ist nicht mehr stimmig für dich. Das ist nicht liebevoll für dich.“

Im Grunde ist Wachstum nur dort mit Schmerz verbunden, wo in unserem Inneren bereits Schmerz existiert.

Der Schmerz entsteht nicht durch die Veränderung, sondern bereits existierender Schmerz kommt durch die Veränderung an die Oberfläche.

Erlösung durch Hingabe

Gerade am Anfang meines Erwachens erlebte ich immer großen Widerstand, wenn es darum ging, schmerzhafte Gefühle wahrzunehmen. Oft drückte ich mich tagelang vor einem Gefühl und tat alles um mich abzulenken.

Du kennst das sicherlich, man spürt dass da eigentlich etwas gefühlt werden möchte, doch man liest, schaut fern, isst etwas mehr als sonst und findet jede Möglichkeit zur Ablenkung.

Das ist okay.

Jeder hat Angst vor unangenehmen Gefühlen.

Es spielt keine Rolle wie mutig und selbstbewusst wir sind.

Zum Glück habe ich auf meinem Weg entdeckt, dass mir das Weiche Atmen dabei hilft, den schmerzhaften Gefühlen zu begegnen. Statt gegen sie zu kämpfen habe ich geübt, sie zu fühlen.

Ich habe aufgehört gegen meinen Schmerz zu kämpfen.

Ich habe begonnen mich auf das einzulassen was jetzt da ist.

Immer wieder ertappe ich mich dabei, dass ich kämpfe, dass ich mich verspanne, dass ich innerlich ausweiche. Heute kann ich mich liebevoll wahrnehmen und mich daran erinnern: „Wenn du fertig bist mit Weglaufen und Kämpfen, dann atmen wir weich und lassen durchfließen, was gerade fließen möchte.“

Jedesmal wenn ich erlebe, wie innere Berge von Schmerz, Müdigkeit, Verzweiflung und Einsamkeit mit einem weichen Atemzug nach dem anderen schmelzen, bin ich erleichtert. Mein Vertrauen in den natürlichen Entwicklungs- und Heilungsprozess wird größer.

Da ist eine Liebe, die alles halten kann. Egal wie groß die Brocken sind, die wir schmelzen lassen, ich habe kein Ende dieser Liebe entdeckt. Nichts ist zu dunkel, nichts zu hässlich, nichts zu schrecklich. Es gibt eine Liebe die alles in uns hält.

Unterwegs in die Freude

Ich atme jetzt seit mehr als zehn Jahren täglich auf diese liebevolle Weise. Es ist unglaublich wie viel mehr Freude und Tiefe mein alltägliches Leben bekommen hat. Ich singe viel, tanze durch unser Haus und erlebe immer wieder Momente grundloser Freude – ähnlich wie ein Kind – nur als Kind hatte ich diese Freude nicht 😉

Je mehr Schmerz sich aus meinem Inneren lösen konnte, umso mehr Raum entstand für das Leben. Der reiche, natürliche Fluss des Lebens sprudelt durch mich hindurch.

Was früher ein „Ich muss“ war, ist heute ein „ich will, ich darf, ich genieße“ geworden.

Es ist ein freudiger Schwung da, den ich so nicht kannte.

Meine Lebensfreude macht mich nicht blind für das Leid auf dieser Erde. Im Gegenteil, ich habe viel mehr zu geben und empfinde ein viel tieferes Mitgefühl für die Momente, wenn wir vor einem Berg aus Schmerz stehen und uns fragen, ob es sich lohnt, diesen Berg schmelzen zu lassen.

Wenn ich könnte, würde ich dir zuflüstern: Ja, es lohnt sich!

Es wartet so viel auf dich. In dir lebt etwas, das so schön, so kostbar und einzigartig ist. Tief im verborgenen, hinter all den Schutzmauern die du errichtet hast, strahlt deine wunderschöne Seele.

Du bist ein Licht für diese Welt. Du bist hier um zu heilen – zuerst dich und dann andere, und dann die Welt.

Du bist Teil eines Neubeginns.

Aus der Tiefe ans Licht

Ich bemerke meine innere Veränderung, wenn ich mich im Spiegel anschaue. Hier ist ein altes Foto von mir – aus dem Jahr 2011. Schau mal wie viele Schichten von Schmerz, Schwere und Trauma mich umgeben. Ich konnte nicht einmal lächeln. Ich habe es zwar versucht, aber es kam kein wirkliches Lächeln dabei raus 😉

Es berührt mich, wenn ich mich so verletzt wahrnehme. Mein klarer starker Wille zur Heilung und Wandlung war zwar da, aber ich war umgeben von einem Berg aus Schmerz. Jeden Tag habe ich geatmet, jeden Tag durfte eine weitere Schicht schmelzen.

Das zweite Foto ist von 2017. Ich finde es so lustig, dass ich mich jünger fühle, je älter ich werde 😉  Heute ist so viel mehr Raum für Lebendigkeit und Bewegung da. Und das ist erst der Anfang!

Ich atme weiter und lasse weitere Schichten schmelzen. Ich liebe es, mich der Quelle meines Seins immer näher zu fühlen. Weiches Atmen ist kein „Muss“ für mich, sondern etwas das ich brauche, das mich nährt, das mir so, so, so gut tut.

Also ich finde, dieser Weg ist es wert. Denn ich spüre diese neue Leichtigkeit, das weiche Fließen mit dem Leben, das gewachsene Vertrauen nicht nur manchmal, sondern es ist das neue Fundament für mein Leben geworden.

Klar gibt es schwere Tage, klar gibt es Momente wo ich denke: „Ahhh, wo ist der Rückwärtsgang, wo ist die Stopptaste von dieser Entwicklung?“ Doch dann siegt meine Neugier und ich möchte wissen was geschieht, wenn ich dieses Tal durchschreite.

Ich bin gespannt was zum Vorschein kommt, wenn dein Kokon von dir abfällt.

Ich bin gespannt wie sich unsere Welt wandeln, wenn wir wahrhaftiger werden.

Jeden Tag ein wenig mehr!

Macht das Mut für die Veränderung?

Liebe Grüße,

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