Lebe deine Bestimmung

Entwickle ein Seelen-Business das dich trägt

Lebe deine Bestimmung

Entwickle ein Seelen-Business das dich trägt

Trage dich ein und erhalte den Bestimmungsfinder & wöchentliche Inspirationen via E-Mail

Beziehungen – wie findet man den richtigen Partner fürs Leben?

In einer Zeit, in der die Angst vor Nähe größer ist als je zuvor – ist es da überhaupt möglich einen Partner zu finden, mit dem man eine liebevolle, erfüllte Beziehung entwickeln kann?

Wie findet man den richtigen Partner fürs Leben?

In meinem Blogbeitrag erzähle ich von den Auf und Abs meiner inzwischen dreizehnjährigen Beziehung und gebe Tipps, die ich zu Beginn meines bewussten, erwachsenen Lebens selbst gerne gehabt hätte.

Wie immer gilt – ich teile meine persönliche Meinung mit euch. Nimm nur das an, was sich für dich liebevoll und stimmig  anfühlt. 🙂

Beziehungen – wie geht das eigentlich?

Zunächst einmal: Ich glaube, dass wir in der heutigen Zeit ein ziemlich belastetes Bild von Beziehungen haben.

Viele von uns haben im Elternhaus zerbrochene oder dysfunktionale Beziehungen erlebt und wurden gleichzeitig durch die Medien mit der romantischen Vorstellung vom Traummann und der Traumfrau bombardiert.

Kein Wunder, dass wir einerseits große Angst vor Nähe haben, und auf der anderen Seite eine starke Sehnsucht nach der perfekten Beziehung, der oft kein potenzieller Partner gerecht werden kann.

Ist es in diesem Spannungsfeld zwischen Angst und drängender Sehnsucht überhaupt möglich, eine stabile langfristige Beziehung zu entwickeln, in der sich beide Partner wohl und erfüllt fühlen?

Den richtigen Partner finden

In fast jedem romantischen Film wird uns gezeigt, dass Beziehungen entstehen, wenn wir uns von jemandem angezogen fühlen. Die Schmetterlinge im Bauch, die vielsagenden Blicke, die spannungsvolle körperliche Anziehung, die erste Berührung – und schon landet man in einer Beziehung.

Was mir auffällt, ist das wir durch die populäre Kultur heute von Beginn an lernen, dass die körperliche Anziehung der Auslöser für eine Beziehung ist.

Schon in meiner Schulzeit haben wir Mädchen mitbekommen, dass wir einen Partner finden, indem wir sexuell anziehend sind. Wir sollten uns auf eine bestimmte Art kleiden und verhalten. Ich erinnere mich, wie meine Freundin und ich gemeinsam im Minirock vor dem Spiegel standen und (nach Anleitung des Bravo-Heftchens) verführerische Blicke geübt haben. Sie (13) fragte mich (13): „Glaubst du, dass er mich sexy findet, wenn ich so angezogen bin?“

Die Jungs in unserem Alter lernten hingegen das männliche Balzverhalten. Möglichst breite Schultern haben – wenn du keine hast, musst du Hanteln stemmen. Möglichst laut sprechen, möglichst verwegene Streiche spielen, um gut dazustehen und vor den Mädchen cool zu wirken.

Wenn ich heute darüber nachdenke muss ich lachen, aber es stimmt mich gleichzeitig auch traurig. Denn von Beginn an lief alles, was ich über Beziehungen gelernt habe, auf der sexuellen Ebene ab. Wir balzen, wir locken, wir kämpfen darum möglichst sexy oder stark zu wirken – doch wonach suchen wir eigentlich?

 

Einen Lebenspartner finden

Vor über dreizehn Jahren habe ich meinen Partner Matthias kennen gelernt. Unser Kennenlernen lief nicht nach dem Schema ab, das ich von klein auf gelernt hatte. Ich war in einer Phase der inneren Heilung und hatte absolut keine Kraft (und keine Lust), attraktiv zu sein oder mich auf Lockspielchen einzulassen.

Zum ersten Mal war ich längere Zeit ohne Partner unterwegs und habe mich auf das besonnen, was mir wichtig ist. Mir wurde klar, dass ich in all meinen Freundschaften (wahrscheinlich auch in meinen Beziehungen) immer versucht habe, jemand anders zu sein als ich bin.

Ich hatte eine tiefe Überzeugung, dass ich so wie ich wirklich bin, nicht liebenswert bin. Ich muss ein wenig lebhafter sein, ein wenig politisch interessierter oder umweltbewusster oder musikbegeisterter, oder was auch immer meine Freunde gerade toll fanden. Ich war wie ein Chamäleon – mein Musikgeschmack und Kleidungsstil änderten sich mit meinem jeweiligen Freundeskreis.

Zum ersten Mal hatte ich keine Kraft (und keine Lust) etwas vorzuspielen.

Jemand der dich so liebt wie du bist

In dieser Phase war ich fest überzeugt, dass ich mit dieser Einstellung – etwas zerzaust, ungeschminkt und komplett so wie ich bin – niemals einen Partner finden würde. Doch kurz darauf hatte ich einen sehr deutlichen Traum, in dem eine freundliche Stimme mich fragte: „Was wäre, wenn es jemanden gibt, der dich so liebt, wie du bist?“

Im Traum habe ich mich dafür geöffnet und dann auch gleich eine Person wahrgenommen. Da war so viel Liebe da, dass es mir beinahe Angst gemacht hat. Ich habe einige Tage damit verbracht, mich innerlich für diese Art von Liebe zu öffnen. Kurz darauf habe ich Matthias kennengelernt.

Von Anfang an hatte ich die ruhige, deutliche Erkenntnis: „Da bist du also.“ Nach einer Phase des Kennenlernens in der wir merkten, dass wir beide innerlich auf demselben Heilungsweg und Entwicklungsweg sind, und die gleiche unerschütterliche Überzeugung haben, dass wir diesem Weg weiter folgen, komme was wolle, haben wir eine Beziehung begonnen.

Tipps für die Lebenspartner-Suche

Wenn du mich fragen würdest, wie man einen wirklichen Partner (oder eine wirkliche Partnerin) fürs Leben findet, dann würde ich dir folgende Tipps geben:

Nimm Abstand vom Lockspiel. Es ist ein Verhalten, das wir erlernt haben – doch wir haben die Möglichkeit, es bleiben zu lassen und anderen Menschen auf der menschlichen Ebene zu begegnen. Nimm den gesamten Menschen in deinem Gegenüber wahr, nicht nur die körperliche Ebene. Keine Angst, natürlich darf und soll eine Lebenspartnerschaft auch Spannung und Sexualität beinhalten und es ist okay, jemanden attraktiv zu finden, aber es sollte nicht das Kriterium sein, nach dem du dich für einen Partner entscheidest.

Zuerst Freunde werden ist eine gute Idee. Gemeinsam Dinge unternehmen und sich ausreichend Zeit lassen, den anderen kennenzulernen, ist sehr empfehlenswert. Ja ich weiß, wir leben in einer hektischen Zeit – doch gerade deshalb ist es oft wichtig, einen Gang runterzuschalten und langsam zu machen. Eine Beziehung muss nicht nach zwei Wochen bereits voll durchstarten, sondern kann sich langsam anbahnen.

Beobachte wie jemand in Herausforderungen reagiert. Oft finden wir sehr viel über unseren vermeintlichen Traummann oder Traumfrau heraus, wenn wir in schwierigen Situationen sind. Wie geht jemand damit um, wenn du zu spät kommst? Was geschieht, wenn du deine Grenzen klar ausdrückst? Was geschieht, wenn ihr im Stau steht, das Konzert ausfällt oder derjenige einen schlechten Tag hat?

(Es geht nicht darum dein Gegenüber zu verurteilen, sondern besser zu verstehen, wie jemand sein Leben lebt, wenn nicht alles glatt läuft. Denke daran, dass unser Leben schwere Momente beinhaltet, ob wir das wollen oder nicht. Wenn jemand sofort wegläuft, wenn es herausfordernd wird, wird es schwer werden, mit demjenigen eine stabile Beziehung aufzubauen.)

Was ist die Vision für dein Leben? Wenn wir mit jemand anderem eine gemeinsame Urlaubsreise machen wollen, würden wir uns in Ruhe zusammensetzen und klären, was jeder von uns von der Reise erwartet. Wir würden herausfinden, ob sich unsere Wünsche vereinbaren lassen. Mit einem möglichen Partner willst du nicht nur in Urlaub fahren, sondern eine Lebensreise starten. Tauscht euch darüber aus, was eure tiefsten Wünsche für die Zukunft sind. Was sind eure Werte und eure Ziele – was ist euch wirklich wichtig? Lässt sich eine gemeinsame Vision für euer Leben entwickeln?

Auseinandersetzung lernen

Jahrelang hat es mich amüsiert, wenn Klienten, die mit Beziehungsfragen zu mir kamen, sagten: „Ach Lea, du hast diese Probleme ja sicherlich nicht, denn du und dein Partner, ihr seid ja beide ganz bewusst und ihr entwickelt euch gemeinsam. Bei euch ist sicher alles harmonisch und ihr streitet euch nie…“

Sorry, wenn ich die Seifenblase platzen lasse 😉 aber die ersten Jahre unserer Beziehung verliefen alles andere als harmonisch. Je mehr wir uns kennengelernt haben, desto mehr wurde mir klar, dass Matthias nicht nur anders ist als ich, sondern in vielen grundlegenden Dingen mein absolutes Gegenteil.

Meine tiefste Prägung war es, wenn ich mich bedroht fühle, aktiv zu werden und etwas zu tun. Ob in Zeiten von Geldmangel, in Momenten der Auseinandersetzung oder Momenten von Angst – mein Ausweg aus der drohenden Katastrophe war, etwas zu tun. Tja, Matthias hatte aber genau die umgekehrte Prägung. Ruhig bleiben und abwarten. Das Desaster war vorprogrammiert.

Wir haben gerade in den ersten Jahren gekämpft und gestritten wie die Wilden. (Oh ja, so richtig schön spirituell 😉 ) Oft kam es mir vor als würden wir ein Zerrspiel spielen: „Rechts herum müssen wir gehen.“, sagt Lea. „Links herum müssen wir gehen!“, behauptet Matthias.

Gemeinsam wachsen

Zum Glück hat es irgendwann „Klick“ gemacht und ich habe kapiert, dass es nicht darum geht, meinem Partner meine Überlebensstrategie aufzudrängen, die sowieso etwas fragwürdig ist. Stattdessen habe ich gelernt meiner tiefsten Angst zu begegnen, die immer wieder auftauchte. Ich übte nicht länger in panische Aktivität zu verfallen (und zu versuchen, meinen Partner in mein Spiel reinzuziehen), sondern ich begann, innerlich dazubleiben und meinen Ängsten zu begegnen.

Mit der Zeit wurde mir klar, dass mein Partner nicht dafür da ist, meine schmerzhaften blinden Flecken zu pflegen, sondern mich einzuladen, mich dem zu stellen, was ich eigentlich lieber verdrängen würde. Statt wütend auf Matthias zu sein, dass er meine Verletzungen ans Licht holt, war ich ihm zutiefst dankbar – zumindest einige Zeit später. 😉 Und ihm selbst ging es natürlich umgekehrt genauso, nebenbei bemerkt.

Ich merkte, dass der Sinn unserer Beziehung ist, dass wir beide vollständige Menschen werden. Wir sollen nicht aneinandergeklammert dastehen, jeder abhängig davon, dass der andere um die Schmerzen des Partners herumlebt, sondern voll entfaltet, lebendig und frei.

Ich glaube rückblickend spüren wir beide eine große Dankbarkeit darüber, dass wir durch diese intensiven Heilungsjahre gegangen sind. Wir können beide wahrnehmen, wie viel wir durch unser Anderssein gelernt haben. Wir haben unsere tiefsten Tiefen durchschritten – und verwandelt.

Realistische Erwartungen an einen Lebenspartner

Wenn du mich fragen würdest, wie man unrealistische Erwartungen (aus Büchern, romantischen Filmen o.ä.) loswird und sich klar darüber werden kann, was durch eine Beziehung wirklich auf einen zukommt, fällt mir folgendes ein:

Keine Beziehung ist von Anfang an perfekt. Die meisten Filme enden an genau dem Punkt, wenn eine wirkliche Partnerschaft beginnt. Gezeigt wird die Zeit der Annäherung, die Aufregung, die Spannung – und wenn der Alltag beginnt, ist der Film vorüber. Doch wenn wir uns auf eine Lebens-Partnerschaft einlassen, beginnt unsere Reise eigentlich erst wirklich im Alltag. Es dauert manchmal Jahre, bis sich die anfänglichen Missverständnisse und Schwierigkeiten geklärt haben und wir gelernt haben, gemeinsam in Freude zu leben. Es ist sicherlich gut, dich innerlich zu fragen, ob du bereit bist für die Herausforderungen, die unweigerlich auf euch beide zukommen werden.

Jeder Partner bringt seine ungelösten Probleme in die Beziehung mit. Wir alle haben komische Eigenarten, innere Verletzungen und Ängste. Sobald wir uns auf eine wirkliche Beziehung einlassen, wirst du herausfinden, was ihr beide, du und dein Partner, alles im Gepäck habt. Mach dir bewusst, dass in jedem Problem eine Chance für Heilung steckt. Jedes Problem beinhaltet bereits das Potenzial für eine liebevolle Lösung. Unsere Liebe füreinander wächst, wenn wir uns den Problemen stellen, wenn sie aufkommen.

Durch schöne und schwere Zeiten gehen. Oftmals hätte ich mir gewünscht, dass mir jemand als Kind erklärt hätte, dass eine Beziehung nicht nur für die schönen Zeiten im Leben gedacht ist, wenn es uns gut geht und wir einander gut verstehen. Beziehungen bekommen erst dann Tiefe, wenn wir bereit sind, gemeinsam durch schwere Zeiten und Herausforderungen zu gehen. Wir werden gelassener, unsere Liebe reift und wir wissen: „Komme was wolle, wir halten zusammen und nehmen diese Hürde gemeinsam.“

Liebe ist eine Entscheidung, kein Gefühl. So oft wird uns vorgemacht, dass die oberflächliche Anziehung und die damit verbundenen Schmetterlinge im Bauch ein Zeichen von Liebe sind. (Dementsprechend enden die meisten Beziehungen, wenn die Verliebtheit vergeht – was sie unweigerlich irgendwann tut, denn sie ist eine biologische Funktion.) Doch Liebe ist viel tiefer, viel größer und kraftvoller als eine vorübergehende Anziehung. Eine langfristige, lebendige, erfüllte Beziehung kann nur entstehen, wenn wir uns immer wieder für die Liebe zu unserem Partner entscheiden:

  • Ja, ich schenke dir heute meine Liebe.
  • Ja, du bist heute wichtig für mich.
  • Ja, ich teile mein Leben heute mit dir.

Liebe ist eine Entscheidung, jeden Tag aufs Neue.

Deinen Partner lieben lernen

Es gibt unzählige wundervolle, unglaublich schöne Elemente in einer langfristigen Beziehung, die mit den Jahren immer schöner werden.

Matthias und ich haben bemerkt, dass jeder von uns eine ganz andere Sprache spricht, wenn es um Liebe geht. Es war total spannend herauszufinden, wie sich mein Partner geliebt fühlt, und was ich selbst brauche, um mich geliebt zu fühlen. Eine Umarmung sagt mir mehr als ein Geschenk – während für Matthias eine gemeinsame Unternehmung nur mit uns beiden mehr sagt als Worte. Super aufschlussreich war in diesem Zusammenhang das Buch „Die fünf Sprachen der Liebe“ . 🙂

Als Jugendliche habe ich mich oft gefragt, ob eine langfristige Beziehung nicht „langweilig“ wird. Wer hätte gedacht, dass ich einmal sagen würde, dass meine Beziehung mit jedem Jahr neue Abenteuer bereit hält. Wir entwickeln und gemeinsam. Wir lernen uns immer wieder neu kennen und stellen staunend fest, wie unsere Liebe wächst.

Beziehungen wachsen in einem ähnlichen Tempo wie Bäume. Sie wachsen jedes Jahr ein gutes Stück – aber es geht langsam voran und den wirklichen Fortschritt sieht man erst nach Jahrzehnten.

Es lohnt sich in eine Beziehung zu investieren. Ich habe das Gefühl, alles was ich investiert habe zehnfach (oder mehr) zurückzubekommen.

Das wollte ich gerne mit euch teilen.

Alles Liebe,

Hat dir dieser Beitrag gefallen? Hier gibt es noch mehr: