Lebe deine Bestimmung

Entwickle ein Seelen-Business das dich trägt

Lebe deine Bestimmung

Entwickle ein Seelen-Business das dich trägt

Trage dich ein und erhalte den Bestimmungsfinder & wöchentliche Inspirationen via E-Mail

Deine Wahrheit aussprechen – warum ist das so schwer?

Hattest du schon einmal Mühe, deine tiefste Wahrheit zu teilen? Kennst du das Gefühl, dich lieber anpassen und zurückhalten zu wollen?

Ich habe viele Jahre gebraucht, bis ich mich getraut habe meine Wahrheit auszudrücken. Gerade weil ich viel wahrnehme, was andere nicht wahrnehmen, hatte ich Angst, abgestempelt und als verrückt erklärt zu werden.

Heute möchte ich die Erkenntnis mit euch teilen, die mir die Kraft und den Mut gegeben hat, meine Wahrheit zu teilen.

Ausgelacht werden

Es ist gar nicht so lange her, da saß ich mit einer Klientin von mir zusammen, die mir erzählte, wie schwer es ihr fällt, ihren nächsten Blogbeitrag zu schreiben. „Lea, ich komme mir vor als würde ich vor einer Mauer stehen. Mir fällt nichts ein. Ich frage mich, warum ich überhaupt einen Blog begonnen habe…“

Als ich sie fragte, wie sie sich innerlich fühlt, wenn sie vor der Mauer steht, beschrieb sie ein Gefühl von Angst, von Hilflosigkeit. Einen Moment später sagte sie plötzlich: „Da sind Leute, die mich auslachen, wenn ich anfange mich auszudrücken. Sie starren mich spöttisch an und brechen in höhnisches Gelächter aus. Sie lachen mich aus!“

Ich konnte wahrnehmen, welche tiefen Gefühle in dieser inneren Erfahrung mitschwangen. Nachdem wir eine Weile still dasaßen und den Gefühlen begegnet sind, die hochsprudelten, fragte ich sie: „Kannst du dir vorstellen, sie einfach lachen zu lassen?“ Nach kurzem Zögern meinte sie: „Hmmm, ja okay.“ Gemeinsam saßen wir da – im spöttischen Gelächter. In Verachtung. In Verurteilung. In Unverständnis.

Zuerst beschrieb sie, dass es sich anfühlt, als würde man in einem eisigen Wind stehen. Doch dann begann sie alle inneren Kinder einzusammeln, die ein Leben lang auf Anerkennung von dieser spöttischen Meute gehofft hatten. Jedes innere Kind drehten wir behutsam um – statt nach außen zu schauen durfte es nach innen blicken – und brachten es zurück in die Liebe.

Nachdem meine Klientin sich innerlich aufgerichtet hat, spürte sie, dass die spöttisch lachenden Leute immer kleiner wurden. Eine tiefe Liebe und Wärme durchströmte sie. „Weißt du was Lea, sie tun mir leid. Sie sind so voller Hass und verurteilen alles was nicht in ihr enges Bild passt – und dabei verpassen sie so viel Wundervolles. Sie tun mir wirklich leid. Ich bin so reich, so beschenkt.“ Ein tiefer Frieden breitete sich aus.

Der Graben des Schweigens

Mein eigener Weg zu meinem Ausdruck hat mich zurückgeführt in meine Kindheit. Ich erinnerte mich daran, dass es mir als Kind sehr schwer fiel, etwas zu sagen. Es ging so weit, dass ich oftmals, wenn ich etwas gefragt wurde, nicht antworten konnte. Ich habe noch die genervten Stimmen im Ohr, die mich drängten: „Jetzt sag endlich was du essen möchtest, alle warten nur auf dich!“ Und starrte wie erforen auf die Speisekarte und wusste nichts mehr. Ich wusste nicht mehr wer ich bin, was ich fühle und schon gar nicht, was ich will. Es war als würde ich mich unsichtbar machen und in ein geheimes Versteck zurückziehen.

Meine tiefste Hoffnung war, dass jemand kommt, der mich ohne Worte versteht. Jemand der mich hört, ohne dass ich etwas sagen muss.

Manchmal fühlte ich mich als würde ich innerlich platzen, denn da war so viel was ich wahrgenommen habe, und doch konnte ich es nicht teilen. Ich war überzeugt, dass mich niemand hört, auch wenn ich Worte spreche. So gewöhnte ich mir an, das was mir wichtig war, zurückzuhalten. Ja, als Teenager lernte ich, meine Schüchternheit zu überspielen und mich in eine oberflächliche Quasselstrippe zu verwandeln. Doch egal wie viele Worte ich sprach – ich war immer noch stumm.

Wie soll ich mich beschreiben?

Immer wieder muss ich betonen, wie dankbar ich für meine Entscheidung bin, mich selbständig zu machen. Denn vieles von dem was in mir so zerbrochen und verletzt war, durfte in meinem Beruf heilen. Zuerst einmal durfte ich heilen, und dann konnte ich teilen, was ich erlebt habe.

Als ich meine erste Webseite gestaltet habe, ging alles ganz gut, bis mir klar wurde dass ich die Seiten mit Text füllen muss 😉 Oh Schreck! Was sag ich bloß? Auf einmal wurde ich unsanft daran erinnert, dass ich mich viele Jahre versteckt und zurückgezogen habe. Wie sollte ich auf einmal mit wildfremden Menschen kommunizieren und meine tiefsten Gefühle teilen – im Internet?

Dazu kam, dass ich mich ja auf einen (für mein Verständnis) ziemlich ausgefallenen Weg begeben hatte. Ich folgte meiner inneren Stimme und begann Coachingsitzungen zu geben, ohne Ausbildung, ohne Vorkenntnisse und ohne vorher genau zu wissen, was da geschieht. Es war als ob jemand mir sagt: „Ich zeige dir einen liebevollen Weg – aber du musst bereit sein das was du lernst weiterzugeben, von Anfang an.“ Und das habe ich getan. Staunend nahm ich wahr, wie in jeder Sitzung neue Antworten, Lösungen und liebevolle Werkzeuge kamen, die ich teilen konnte.

Doch wie sollte ich das erklären? Wie sollte ich beschreiben, was mein Angebot ist und wie ich arbeite? Soll ich tatsächlich schreiben: „Ich habe keine Ahnung was ich anbiete und ich weiß auch nichts Besonderes. Ich verbinde mich mit der Liebe und sage und tue dann all das was mir gezeigt wird.“

Ich war wirklich in einem Dilemma! Bin ich ehrlich und riskiere, dass ich zum absoluten Volltrottel erklärt werde – oder zur abgehobenen Spiri-Tussi – oder passe ich mich an? Die Welt will Zertifikate von mir. Sie will wissen, welche Ausbildung ich habe. Die Welt will, dass ich mich auf vernünftige Weise rechtfertige und beweise – oder etwa nicht?

Bist du bereit Ablehnung zu riskieren?

Da ich merkte, dass mein ständiges Schweigen und Zurückhalten dazu führte, dass immer wieder einmal Leute in meinem Leben auftauchten, die meinten mir sagen zu müssen wer ich bin, merkte ich, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Ich wollte es nicht länger anderen überlassen mich zu interpretieren. Und ich wollte nicht länger, dass immer wieder Klienten zu mir kamen, die sich etwas völlig anderes von mir erhofft hatten.

Ich sehnte mich nach Klarheit:

Sagen wer ich bin.

Beschreiben was ich tue.

So saß ich da und überlegte, was ich riskiere, wenn ich mich ausdrücke, wenn ich meine Wahrheit teile. Ich könnte ausgelacht werden. Ich könnte verachtet werden. Ich riskiere, dass es Menschen gibt, die voller Überzeugung sagen: „Das was sie macht gefällt mir nicht.“ Oder sogar „Ich kann sie nicht ausstehen, sie ist echt das letzte!“

Und irgendwann habe ich mich durchgerungen und die ersten zarten Lebenszeichen von mir gegeben. Meine ersten humpelnden, hinkenden Versuche mich schreibend auszudrücken. Und im wahrsten Sinn des Wortes kam ich mir beim Schreiben lange vor, als müsste ich meine Wahrheit mit einer Menge Kraft aus mir rausgedrückt werden 😉

Du hast die Erlaubnis etwas nicht zu mögen

Was mich befreit war, Menschen zu erlauben, Gefallen an dem zu finden was ich tue, und gleichzeitig auch damit einverstanden zu sein, dass ich jemandem nicht gefalle – und meine Arbeit auch nicht. Das hört sich inzwischen so selbstverständlich an. Na klar, jeder darf für sich entscheiden, was liebevoll und heilsam für ihn ist.

Warum sollte ich versuchen, jedem zu gefallen?

Warum sollte ich eine Arbeit anbieten, die jeden anspricht?

Ich bin einzigartig – so wie jeder andere Mensch ebenfalls einzigartig ist. Und manchmal macht es Klick und wir wissen, dass uns etwas verbindet, dass wir einen Stück des Wegs gemeinsam gehen. Und manchmal macht es Klack und jemand weiß: „Nein danke, nicht für mich.“

Und das ist okay.

Jedesmal wenn ich mehr von mir teile und es wage, mehr von meiner Wahrheit einzubringen, gibt es einige, die weggehen. (Und es gibt andere, die hinzukommen.)

Es tut so gut, Liebe zu empfinden für die Menschen, die mich nicht mögen. Es tut mir so gut, dass nur weil ich missverstanden, ausgelacht oder abgelehnt werden könnte, das nicht heißt, dass ich mein Herz verschließen muss. Du darfst mich ablehnen. Du darfst lachen. Du darfst ablehnen, was ich sage, was ich tue und wie ich bin. Und da ist Liebe für dich in mir. Dankbarkeit, dass es dich gibt.

Liebe ist groß genug für unser Ja und unser Nein.

Liebe ist stark genug um unsere Wahrheit auszuhalten.

Worte kommen und gehen.

Liebe bleibt.

P.S. Falls du Tipps und Übungen suchst, die dir helfen auf seelenvolle Weise zu schreiben, lade dir jetzt mein kostenloses E-Book „Worte die bewegen“ runter. Hier geht es zum E-Book.

Hat dir dieser Beitrag gefallen? Hier gibt es noch mehr: