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Arbeitest du in Freude?

Fühlst du dich manchmal gehetzt und unter Druck während du arbeitest? Fragst du dich manchmal, warum es immer doppelt so viel zu tun gibt, als du in deiner Zeit bewältigen kannst?

Kann es möglich sein, in Freude das zu tun was ansteht? Innerlich ruhig, kraftvoll, konzentriert und ganzheitlich arbeiten – geht das?

Heute möchte ich auf meinem Blog Tipps mit euch teilen, die mir geholfen haben die Freude in meiner Arbeit wachsen zu lassen.

Zwischen Hetze und dem Nichtstun-Sumpf

In meiner Kindheit hatte ich im Bezug auf das Arbeiten Vorbilder, die sehr extrem waren. Auf der einen Seite das gehetzte, gestresste Arbeiten, das einen körperlich fertig macht. Auf der anderen Seite das faule Nichtstun und das Herumsumpfen.

Ohne dass mir jemals jemand erklärt hat wie es funktioniert, habe ich beides gelernt 😉

Ich kann tagelang auf dem Sofa liegen und nichts tun. Ich kann all die Dinge, die gut für mich, meine Gesundheit oder meinen Beruf wären, ignorieren. Auf der anderen Seite kenne ich aber auch das gehetzte Stressen, bei dem ich mir vorkomme als würde ich mit zehn Bällen gleichzeitig jonglieren, während ich versuche zwei große Kartoffelsäcke den Berg hochzutragen. Ha, ein Spitzengefühl 😉

Doch ehrlich gesagt habe ich mit keinem dieser Extreme jemals wohl gefühlt. Ich habe immer gehofft, dass es in der Mitte einen balancierten Weg gibt. Einen Weg der liebevoll zwischen fordernder Arbeit und erholsamer Ruhe pendelt.

Beginne mit der Zeit statt der To-Do-Liste

Eine große Stressquelle war viele Jahre für mich, dass ich meine Arbeit falsch geplant habe. Ich habe zunächst aufgelistet, was alles getan werden müsste – und dann versucht das in meine vorhandene Zeit zu quetschen. Manchmal ging es wunderbar – und manchmal war es einfach nur anstrengend, weil ich ständig das Gefühl hatte schneller, schneller, schneller machen zu müssen.

Falls du das Buch von Michael Ende „Momo“ gelesen hast, dann kann ich dir sagen, dass ich heute ab und zu an Beppo den Straßenkehrer denken muss, wenn ich wahrnehme, wie wir arbeiten. Beppo war jemand,  der ganz ruhig und hingebungsvoll seine Arbeit machte – und später sieht man ihn, wie er wie ein grauer, seelenloser Geist mit gehetztem Blick die Straße kehrt, doppelt so schnell wie früher und ohne jeden Genuss.

Statt immer mehr in die vorhandene Zeit zu quetschen und dadurch (logischerweise) immer mehr Druck zu erfahren, übe ich momentan zuerst an meine Zeit zu denken. Wie viel Zeit habe ich pro Tag, pro Woche? Wann beginnt meine Arbeitszeit und wann endet sie? Was kann ich in der vorhandenen Zeit tun?

Ich mache mir immer wieder Liebevolle Wochenpläne und notiere mir genau, wie ich meine Zeit nutzen möchte. Das nimmt mir eine Menge unnötigen Stress.

Disziplin – auf liebevolle Weise

Vielleicht geht es dir auch so, dass du Disziplin lange Zeit mit Härte oder Herzlosigkeit verbunden hast? Für mich bedeutet Disziplin, dass ich meine Arbeit auch dann tue, wenn ich mich nicht danach fühle, wenn es herausfordernd ist oder ich lieber etwas anderes tun würde.

Disziplin bedeutet, dass ich mir immer wieder bewusst mache, warum ich meine Arbeit mache. Was ist meine Aufgabe in der Welt? Was bewege ich durch mein Tun? Und dann raffe ich mich auch – selbst wenn ein Teil von mir lieber ein Buch lesen würde.

Ich fühle mich wohl in meiner lebendigen Disziplin. Ich bleibe zu 90% auf meinem Weg und tue was zu tun ist – aber es gibt 10% von Situationen, da ist es gut nachzugeben und meinem Körper – oder mir selbst – Zeit zu geben.

Meditatives Arbeiten

Ich liebe meditatives Arbeiten. Das bedeutet, dass ich mich soweit es mir möglich ist vollständig auf das einlasse, was ich gerade tue. Ich denke während ich schreibe nicht nebenbei an andere Dinge, ich schaue nicht auf Social Media oder lese Emails. Ich bin hier und arbeite.

Eigentlich spielt es keine Rolle was ich tue – jede Tätigkeit kann sich in eine Meditation verwandeln. Ob ich Gemüse schneide, den Boden putze, mit den Hunden spazieren gehe, Kleider zusammenlege oder ein Video aufnehme – alles ist eine Einladung mich tief hinein sinken zu lassen.

Viele Tätigkeiten offenbaren ihre Schönheit erst, wenn man sich wirklich einlässt. Ja, es ist manchmal ein Widerstand da, aber was für eine heilsame Übung, wenn wir meditativ und behutsam durch den Widerstand hindurch arbeiten. Da geschieht so viel Heilung!

Und was nicht geht, geht eben nicht

Meinen neuen Lieblingsgedanken habe ich meinem Partner Matthias zu verdanken 🙂

Als ich ihm neulich von meiner gerade ziemlich überladenen To-Do-Liste erzählte, meinte er: „Und was nicht geht, geht eben nicht.“ Bevor ich ihm entrüstet widersprechen konnte, bemerkte ich, wie viel inneren Frieden diese Erkenntnis in mir auslöst.

Ja, ich kann meine Zeit gut einteilen. Ja, ich kann meditativ und konzentriert arbeiten. (Was übrigens dafür sorgt, dass man viel mehr in viel kürzerer Zeit schaffen kann.) Ja, ich kann mich liebevoll disziplinieren und auf meinem Weg bleiben. Aber wenn ich alles getan habe was ich tun kann – gibt es immer noch tausend Dinge, die ich nicht getan habe. Es gibt immer noch so viel mehr, das ich tun könnte. In meinem Arbeitszimmer habe ich einen Ordner voller Ideen für Projekte. Und das meiste davon werde ich niemals tun.

Wir leben in einer Zeit in der die meisten Berufstätigen immer mehr unter Druck geraten, mehr zu tun. In immer weniger Zeit immer mehr Leistung zu erbringen.

Es zieht ein großer Frieden ein, wenn wir die Grenze unseres Tuns erkennen.

Wenn du alles getan hast was dir möglich war, wenn du dich liebevoll eingelassen hast auf dein Tun, wenn du auf deinem Weg geblieben bist – bleib stehen und halte inne!

Statt dem Unmöglichen nachzujagen, statt zu versuchen noch mehr in unsere Arbeitszeit reinzuquetschen, dürfen wir erkennen: „Und was nicht geht, geht eben nicht.“

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