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Authentisch sein ist gar nicht so einfach!

In letzter Zeit höre ich immer wieder, wie wichtig es sei, authentisch zu sein. Ich stimme zu, aber ich finde es im Alltag oft gar nicht so einfach.

Heute möchte ich euch meine Gedanken dazu mitteilen, und auch von einem der Momente in meinem Leben erzählen, in denen es mir schwer fiel, authentisch zu werden und meinen Weg zu gehen.

Wie finden wir den Mut, weiterzugehen – wenn alles in uns sich lieber anpassen und klein beigeben will? Hier sind meine Tipps…

Die Erwartungen anderer Menschen

Sobald du in einer Beziehung mit anderen Menschen bist – egal ob Freundschaft, Partnerschaft, Familie, die Beziehung zu Arbeitskollegen oder Nachbarn – entstehen immer bestimmte Erwartungen an dich.

Andere nehmen wahr, wie du dich verhältst, was du akzeptierst und was nicht. Hier sind ein paar Beispiel für Dinge, die wir in der Beziehung zu anderen Menschen wahrnehmen:

  • Meiner Arbeitskollegin ist Pünktlichkeit wichtig.
  • Mit meiner Freundin kann man nicht über Politik sprechen, ohne dass Streit entsteht.
  • Meinen Nachbarn kann man immer anrufen wenn der PC nicht funktioniert. Er hilft immer und verlangt kein Geld dafür.

Wir sammeln ständig Informationen über andere Menschen, loten Grenzen aus und suchen nach Wegen, uns möglichst gut mit ihnen zu arrangieren. Mit der Zeit entstehen Gewohnheiten im Umgang mit anderen Menschen. Doch manchmal vergessen wir dabei, dass Menschen sich jederzeit verändern können.

Faule Kompromisse

Im Idealfall läuft es so, dass wir mit den Menschen in unserem Leben Kompromisse schließen, die für alle Beteiligten gewinnbringend sind. Jeder lernt ein wenig vom anderen und jeder schaut über seinen Tellerrand hinaus.

Doch manchmal gibt es Bereiche, da schließen wir faule Kompromisse.

Ein fauler Kompromiss ist es, wenn du deine Webseite nicht veröffentlichst, weil du Angst davor hast, was deine Arbeitskollegin darüber sagen wird. Wenn du tiefe Lebenswünsche vor deinem Partner geheim hältst, weil du glaubst, er würde es nicht verstehen. Wenn du die Verantwortung für deine Freundin trägst und dich verpflichtet fühlst, ihre stundenlangen Leidesgeschichten anzuhören – ohne dass sie jemals dir zuhören würde.

Wir schließen diese Kompromisse, weil wir glauben innerhalb der alten Grenzen unseres Lebens sicher zu sein. Solange wir die Erwartungen anderer erfüllen und unsere Rolle spielen ist alles okay – doch was geschieht, wenn wir beginnen authentisch zu werden?

Haben andere Menschen ein Recht auf mich?

Für mich gab es zu Beginn meiner Coaching-Tätigkeit, als ich noch Einzelsitzungen gegeben habe, einen Moment, als mir klar wurde, dass ich nicht mehr mit Klienten arbeiten möchte, die jegliche Verantwortung für ihr Leben oder ihre berufliche Entwicklung an mich abgeben.

Ich bemerkte, dass ich mich schlecht fühle, wenn sich jemand zurücklehnt und sagt: „Okay Lea, jetzt mach mal! Ich will beruflich dasselbe erreichen wie du– aber ich krümme keinen Finger dafür. Ich verlange, dass du es für mich tust – und wenn es nicht funktioniert, gebe ich selbstverständlich dir die Schuld dafür.“

Diese Thematik musste in meinem Leben erst richtig deutlich werden, bevor ich mich endlich durchringen konnte, eine Grenze zu setzen. Ich war sehr lange gutmütig und konnte mir gar nicht vorstellen, dass sich hinter der scheinbar kindlichen Hilflosigkeit ein dunkles Machtspiel verbirgt.

Ob in einer Beziehung faule Kompromisse mitschwingen, merkt man oft erst, wenn man Grenzen setzt. Das „arme Opfer“, das dir über Jahre hinweg die Verantwortung für sein Leid übergeben hat, kann sich von einer Sekunde zur nächsten in ein wütendes Monster verwandeln. Wenn wir die Monster nicht mehr füttern, zeigen sie ihr wahres Gesicht.

Der Weg in die Authentizität

Vielleicht hast du dich schon einmal gefragt, warum es so schwer fällt, den Schritt in deine Authentizität zu gehen? Es ist schwer, weil es eine Menge Menschen gibt, die nicht gerade begeistert reagieren, wenn wir aus alten Rollenspielen aussteigen und neue Wege beschreiten.

Das bedeutet natürlich nicht, dass du immer von allen Seiten angegriffen wirst, wenn du es wagst zu dir zu stehen – einige Menschen werden dich sehr positiv überraschen und dich ermutigen.

Wahre Freunde zeigen sich, wenn du den nächsten Schritt auf deinem Weg gehst. Manchmal heißt es dann: „Ich verstehe zwar nicht genau was du da machst, aber ich spüre dass es dir wichtig ist und ich finde es schön, wenn du mutig weitergehst.“

Aus dem Kokon schlüpfen

Jedesmal wenn ich einen Entwicklungsschritt mache, der mir schwer fällt, überfällt mich die Angst – das erwähne ich falls du dachtest, ich hätte einen geheimen Knopf den ich drücke, der mich immer mutig und milde lächelnd durch die Gegend spazieren lässt 😉

Authentisch sein ist herausfordernd! Es scheint so viel sicherer, weiterhin faule Kompromisse zu schließen und sich klein zu machen.

Ich erlebe, dass jeder drastische Schritt in eine neue Ebene von Authentizität wie ein kleines Sterben ist. Die alte Rolle die wir gespielt haben, stirbt. Die Anerkennung, die wir erhalten haben, stirbt. Das Bild das andere von uns hatten, stirbt. Die altbekannte Harmonie – stirbt.

Es gibt einen Moment, wenn alle alten Sicherheiten wegbrechen.

Ja, wir können wieder zurück gehen in Alte. Wir können kleinbeigeben. Wir können den Status Quo wieder herstellen. Doch wir bezahlen einen hohen Preis dafür.

Denn erst wenn der Phönix sich vollständig auflöst, kann er neu geboren werden. Die nächste Version von dir möchte geboren werden. Das nächste Kapitel deines Lebens möchte geschrieben werden. Es gibt so viel mehr, das auf dieser nächsten Ebene deines Lebens entstehen wird!

Schau nach vorne – nicht zurück.

Lehne dich hinein in deine Zukunft.

Das Geschenk der Authentizität

Wenn ich mein Leben betrachte, sehe ich eine Lebendigkeit, nach der ich mich immer gesehnt habe. Ich liebe die Frische, die Authentizität mir schenkt. Ich sehe es in meiner Arbeit, in der ich immer wieder einmal alles loslassen muss und dann staunend erlebe, wie alles neu geboren wird – viel schöner als vorher.

Wenn wir bereit sind, authentisch zu werden, streifen wir die zu eng gewordene Schale des Vergangenen von uns ab und geben uns Raum, vollständiger zu werden.

Es ist herausfordernd – aber es lohnt sich.

Das Neue wartet auf der anderen Seite der Angst auf dich.

Falls du gerade vor einem Schritt in mehr Authentizität stehst und dich fragst, ob du es wirklich wagen sollst deiner inneren Stimme und der tiefen liebevollen Überzeugung zu folgen – vertraue dir. Vertraue deinem Weg. Vertraue dem Prozess der dich sicher durch die Zeit der Veränderung tragen wird.

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