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Work-Life-Balance? Dein Privatleben an erste Stelle setzen

Hast du manchmal das Gefühl, dass dein Beruf sehr viel von deiner Lebenskraft schluckt, so dass kaum noch Kreativität und Schwung für dein Privatleben übrig bleibt?

Ich habe in den letzten Wochen damit experimentiert, mein Privatleben in meinem Leben an die erste Stelle zu setzen. Dabei machte ich eine erstaunliche Erfahrung: Ein tiefer, nie gekannter Frieden hat Einzug in meinem Leben gehalten.

Unser Zuhause hat sich seitdem verwandelt und mein Leben wächst ganzheitlicher. Es ist als wäre mein Beruf zum ersten Mal an die richtige Stelle in meinem Leben gerutscht. Wenn du wissen möchtest, wie du dein Leben in eine ganzheitliche Balance bringen kannst, lies weiter!

Wenn der Beruf deine Lebenskraft schluckt

Auch wenn ich nur halbtags arbeite, so hat mein Beruf in den letzten Jahren doch sehr viel von meiner Aufmerksamkeit in Anspruch genommen. Auf dem Weg in die Selbständigkeit musste ich einerseits viele innere Ängste überwinden und gleichzeitig auf der praktischen Ebene sehr viel Neues lernen.

Schaffe ich das wirklich, eine liebevolle Einnahmequelle für mich zu erschaffen? Traue ich mich, mich zu zeigen? Da ich eine Menge Existenzängste im Gepäck hatte, war es kein Wunder, dass ich oft auch außerhalb meiner Arbeitszeiten mit meinem Beruf beschäftigt war.

Doch während ich dabei war meine Selbständigkeit aufzubauen, wartete im Stillen etwas in mir darauf, dass ich einen Punkt erreiche, ab dem es mir möglich ist, mich noch mehr auf mein Privatleben einzulassen.

Zuerst die Arbeit, dann das Privatleben?

Wenn ich zurückschaue, lag mein Fokus mindestens zu 70% auf meinem Beruf. Die Kraft, die übrig blieb, investierte ich dann in mein Privatleben.

Zuerst die Arbeit, dann das Privatleben.
Zuerst die Arbeit, dann dein Zuhause.
Zuerst die Arbeit, dann das andere.

Als mein Beruf in der Mitte meines Lebens stand, fühlte ich mich manchmal elektrisiert und überlastet. Mein Beruf beinhaltet eine große, tiefe Kraft – doch so intensiv damit verbunden zu sein, war für meinen Körper nicht gerade einfach.

Außerdem merkte ich an Feiertagen oder am Wochenende, wie sehr es mich erfüllt, in Ruhe zu kochen oder gemütlich im Garten zu sitzen, wandern zu gehen oder lange Gespräche mit Matthias zu führen, gemeinsam Schallplatten zu hören oder Bücher zu lesen.

„Warum kann ich das nicht immer haben?“, fragte eine leise Stimme in mir.

Powerfrau oder Hausfrau

Von klein auf habe ich gelernt, dass wir als Menschen nur dann wertvoll sind, wenn wir arbeiten. Und selbstverständlich definieren wir diese Arbeit so, dass wir in der Gesellschaft etwas leisten und dann Geld dafür erhalten.

In der Schule hat mich niemand gefragt, ob ich lernen möchte ein Zuhause zu führen, Kinder großzuziehen, einen Garten anzulegen, zu nähen oder zu kochen. Das waren die „alten“ Dinge, die heute meistens maschinell oder von staatlichen Institutionen erledigt werden.

Ich bin als „moderne“ Frau aufgewachsen. Um das Kochen oder andere „altbackene“ Sachen machte ich einen großen Bogen. Als ich Matthias kennenlernte und er zum Essen zu mir kam, habe ich ihm gleich mal eine halb rohe Hähnchenbrust serviert. Da wusste er gleich, was auf ihn zukommt 😉

Die Sehnsucht nach dem einfachen Leben

Doch egal wie erfolgreich ich in der Schule oder später in meinem Beruf war, in stillen Momenten bemerkte ich, dass mir etwas fehlt. Nun gehöre ich tatsächlich nicht zu den Menschen, die sich im Streben nach immer mehr Geld oder immer mehr Ruhm verirrt und dabei den Zugang zur eigenen Seele verloren haben.

Auf der inneren Ebene meines Lebens bin ich sehr verbunden und fühle mich eingebettet in eine tiefe Liebe, die mich trägt. Bei mir ging es auch nicht darum, den Beruf zur Seite zu legen, weil er nicht zu mir passt. Nein, ich habe einen Beruf erschaffen, der maßgeschneidert ist und mich erfüllt.

„Was willst du denn noch, Lea?“, fragte ich mich.

„Ich will endlich kochen lernen und ein liebevolles Zuhause für uns aufbauen“, antwortete eine klägliche Stimme in meinem Inneren.

Wow, damit hätte ich nicht gerechnet! Da Matthias gerade in den für mich arbeitsintensiven Zeiten oft für uns kochte, habe ich mich manchmal dabei ertappt, dass ich auf diese einfache Tätigkeit herabschaue und denke: „Ach, dieses ewige Kochen. Was für einen Sinn hat das schon? Es dauert ewig und ist so schnell aufgegessen und dann beginnt das Spiel von vorne.“

Die schnelle Welt die sich verloren hat

Wenn man heute durch einen Supermarkt geht, wird schnell klar, dass nicht nur ich diese Einstellung habe. Die Regale mit den Fertigprodukten werden jedes Jahr länger, während die Zahl der frischen Lebensmittel schrumpft.

Es muss schnell gehen – husch, husch! Packung auf, einmal rühren – fertig. Seltsam jedoch, dass die Fertigprodukte eigentlich immer damit beworben werden, dass sie „wie selbstgemacht“ schmecken sollen. Obwohl wir seit vielen Jahren keinen Fernseher mehr haben, erinnere ich mich an Werbespots, in denen eine rotwangige Hausfrau das leckere Brot backt, um uns dadurch das (total ungesunde und pappige) Fertigbrot sch,ackhaft zu machen.

Etwas in uns hat Sehnsucht nach etwas, das man durch Maschinen und in Fabriken nicht produzieren kann. Vielleicht werden wir heute deshalb immer schwerer – wir essen und essen schnelle Fertigprodukte und werden doch nicht satt. Etwas fehlt, etwas das wirklich nährt.

Mein Privatleben an erste Stelle setzen

Da ich immer dabei bin, mein Leben möglichst liebevoll zu gestalten, überlegte ich, wie ich meinen Beruf an einen neuen Platz stellen kann. Nicht länger an erster Stelle, sondern nur noch an zweiter. Mein Privatleben und mein Beruf sollten die Plätze tauschen.

Natürlich kamen sofort enorme Zweifel auf, ob das überhaupt möglich ist. Es gab Stimmen in mir, die sagten, dass ich alles verliere, wenn ich mich mehr um mein Privatleben kümmere.

In solchen Situationen, wenn ich einen neuen Schritt wagen möchte und meine Zweifel laut werden, frage ich mich gerne: Welche Stimme spricht denn gerade und versucht mich zurück zu halten? Ist es die liebevolle Stimme meiner Seele – oder fühlt sich diese Stimme eher furchterregend und grausam an? Seit vielen Jahren folge ich bei meinen Entscheidungen der liebevollen Stimme, weil ich bemerke, dass dadurch mein Leben immer mehr wächst.

Zuerst fragte ich mich: „Wie würdest du dich fühlen, wenn dein Privatleben an erster Stelle steht?“ Und fühlte einen tiefen Frieden, eine freudige, lebendige Stimmung in mir. Es war, als würden die Vögel lauter singen, und mein Herz hüpfte.

„Okay. Ich erlaube mir zu glauben, dass es möglich ist.“, beschloss ich. „Auch wenn ich noch nicht weiß wie es funktionieren kann, ich glaube daran, dass es geht.“ Und es überrascht mich jedesmal welche kleinen Wunder geschehen, wenn ich daran glaube, dass es einen liebevollen Weg für mich gibt. Es ist tatsächlich möglich!

Meine neue Work-Life-Balance

Seit einigen Wochen habe ich jetzt eine neue innere Einstellung zu meinem Beruf und meinem Privatleben. Früher sah ich mich als Berufstätige, die nebenbei ein Privatleben hat. Jetzt sehe ich mich eher als vergnügte Hausfrau, die nebenbei ein paar Stunden täglich arbeitet.

Es hört sich banal an, aber der Unterschied ist gewaltig. Es ist als hätte sich das, was vorher innen war, nach außen gedreht und das was vorher außen war, ist nach innen gewandert. Ich fühle mich auf eine schöne Weise wie umgekrempelt.

Die private Seite von mir kommt ganz schüchtern und scheu aus ihrem Versteck hervor. Wow, ich darf kochen? Wow, ich darf mir Zeit nehmen und es genießen? Wow, ich darf mir ein Nähzimmer einrichten? Wow, ich darf unser Zuhause schöner einrichten? Wow, ich darf im Garten sein und mich einbringen? Ist das wirklich erlaubt?

Es ist als hätte ich mein Leben lang gearbeitet, um mir das ermöglichen. Ein Zuhause zu haben und die einfachen Dinge des Lebens zu genießen. Nicht jedesmal ein Foto davon zu machen, um es auf Social Media zu veröffentlichen, sondern still einzutauchen in mein eigenes, privates Leben.

Ein neuer Frieden

Ein neuer Frieden ist eingekehrt in mir. Ich warte nicht länger darauf, dass mein Leben beginnt. Ich lasse mir nicht länger einreden, dass die einfachen Dinge des Lebens unmodern, unwichtig und wertlos sind. Ich hole das Schöne in mein Leben zurück.

Und wer hätte gedacht, dass es erfüllend sein kann, das Leben zu leben, was uns geschenkt wurde? Wer hätte gedacht, dass ein tiefer Sinn in den einfachen Dingen des Lebens liegt, der uns heute mehr fehlt als jemals zuvor?

Vielleicht wird es höchste Zeit, dass wir uns unser Leben zurückholen…

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