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Die Grenzen der alten Welt überschreiten

In den letzten Wochen taucht ein tiefer alter Schmerz in meinem Leben auf, dem ich noch nie zuvor wirklich begegnet bin. Dieser Schmerz lässt sich ganz schwer definieren.

Es ist keine Traurigkeit, es ist auch keine Enttäuschung oder Einsamkeit. Es fühlt sich an wie ein Schmerz jenseits von allen Formen, die Schmerz normalerweise annimmt.

Der Schmerz lähmt mich und macht es mir enorm schwer, kreativ zu sein. Es fühlt sich an als würde ich zwischen zwei großen Felsen zerquetscht werden – nicht gerade besonders angenehm 😉

Der Winter ist für mich immer eine Zeit, wo ich mich nach innen wende und mir Raum für Heilung und innere Veränderung gebe – daher ist es kein Wunder, dass dieser Schmerz diese Phase nutzt und zum Vorschein kommt.

Gestern fiel mir auf, dass dieser Schmerz genau in dem Moment aufgetaucht ist, als viele neue Schöpfungen in meinem Leben anfingen, Früchte zu tragen. So viele Träume von mir erfüllen sich momentan – und es ist schwer auszuhalten.

Das klingt vielleicht paradox – was ist so schlimm daran, wenn mehr Freude, mehr Liebe und mehr Fülle hereinkommen? Das Schlimme daran ist, dass nichts in meinem Leben mich darauf vorbereitet hat. Es gibt keine Spuren, denen ich folgen kann.

Vertrauter Schmerz oder unbekanntes Glück?

Ein großer Teil von mir ist daran gewöhnt, in Mangel und Angst zu leben – das ist normal. Für einen Teil von mir bedeutet dieser eingeschränkte Zustand eine vertraute Sicherheit.

Wenn ich den Weg in ein neues Leben beschreite, ein Leben das mir entspricht, das voller Freude und Fülle ist – fühlt sich das für einen Teil von mir an, als würde ich in eine bodenlose Leere fallen.

Der Grenze meiner Welt begegnen

Es ist spannend, die Grenze meiner alten Welt zu fühlen. Es wäre so einfach umzukehren und aufzugeben. Ich könnte diesen Schmerz zum Anlass nehmen, mich verunsichern zu lassen. Ich könnte einer alten Geschichte folgen, die mir schnell ermöglichen würde, alles Neue wieder zu zerstören und zu verlieren.

Wenn ich auf mein Leben zurückschaue, erkenne ich viele Momente, wo ich mich selbst sabotiert habe. Wenn mich jemand zu sehr geliebt hat, habe ich denjenigen weggeschubst. Wenn etwas zu schön war, bin ich krank geworden. Wenn ich Geld bekam, habe ich es verloren oder konnte es nicht annehmen.

Der Schmerz als Wächter alter Grenzen

Der Schmerz war ein grausamer Wächter, der mich davon abgehalten hat zu entdecken, was sich jenseits der Grenze meiner Welt befindet. Was ist jenseits von Einsamkeit? Was ist jenseits von Mangel? Was ist jenseits von harter Arbeit?

Aus den vielen Emails, die ich in den letzten Tagen bekommen habe, schließe ich, dass ich nicht alleine mit diesem Thema bin. Vielleicht haben wir uns gemeinsam an dieser Grenze verabredet?

Die alte Energie hat viele Gesichter

Für jeden sieht diese Grenze anders aus. Die Wächter, die sie bewachen nehmen die Form an, die wir am meisten fürchten. Sie finden unsere wunden Punkte und drücken die Knöpfe – damit wir aufgeben. Damit alles so bleibt wie es immer schon war.

Letzte Woche hat Matthias einen Artikel über einen jungen Mann, Aaron Swartz, geschrieben, der sich das Leben genommen hat. Aaron hat in Internetkreisen sehr viel bewegt und Neues eingebracht. Und ich weiß ganz genau, dass er durch alles, was er eingebracht hat, an eine alte Grenze gestoßen ist.

In seinem Fall hat die alte Energie die Form eines bedrohlichen Gerichtsverfahrens angenommen. Und er hat es einfach nicht mehr ausgehalten.

Die Entschlossenheit für das Neue

Mich hat diese Geschichte so sehr berührt und jetzt, wo ich an den Grenzen meiner alten Welt stehe, nehme ich seine Geschichte zum Anlass, nicht umzukehren und nicht aufzugeben.

Was auch immer es von mir fordert, meinen Weg zu gehen – ich bin bereit. Es spielt keine Rolle, auf welche Weise die alte Energie mich einschüchtern möchte. Ich nehme es gerne in Kauf.

Ich bin nicht hier, um den Status Quo zu unterstützen oder schweigend hinzunehmen.

Die innere Arbeit, die zu tun ist

Meine erste Aufgabe sehe ich darin, die Grenze meiner alten Welt in meinem Inneren zu überschreiten und zu entdecken, dass dieser Schmerz der mir momentan fast den Atem nimmt, nichts weiter ist als Schmerz.

Die alte Energie hat Pech, wenn sie glaubt, sie könnte mich einschüchtern. Sie kann mir ruhig alles zeigen, was sie kann! Je mehr Kraft sie gegen mich aufbietet, umso schneller werde ich gewinnen.

Die äußere Arbeit, die zu tun ist

Meine zweite Aufgabe sehe ich darin, Wege für alle Menschen zu öffnen, die ihre Kraft in eine neue Richtung lenken möchten. Wir brauchen so viele Menschen, die wach und liebevoll mithelfen, diese Welt zu verwandeln.

Wie ihr mitbekommen habt, habe ich mein Angebot inzwischen sehr viel lebenspraktischer und anwendbarer geworden. Meine Einladung lädt dich dazu ein, vom Meditationskissen aufzustehen und die Welt zu verändern.

Im Onlineworkshop „Entdecke deine Bestimmung“ entwickelst du einen Weg, der dich über die Grenzen deiner beruflichen Welt hinausführt. Wenn du gezielte Unterstützung für deine berufliche Entwicklung möchtest, stehe ich dir für Coaching-Sitzungen zur Verfügung.

Es tut mir gut zu spüren, dass alles was ich tue mehr Menschen dabei unterstützt, ihren Weg zu gehen und sich nicht beirren zu lassen. Ich kann einen kleinen Beitrag zur Veränderung leisten – und das tue ich.

Es ist alles okay

Falls die alte Energie momentan an deinem Selbstvertrauen rüttelt und dich von deinem Weg abbringen möchte – erinnere dich daran, dass es nur ein Versuch ist, dich davon abzuhalten zu sein, wer du wirklich bist.

Diese Welt möchte nicht mehr grausam sein. Diese Welt möchte erblühen.

Wir sind die „Bodentruppe“ die jetzt erst einmal mit dem ganzen Müll der alten Energie konfrontiert wird. Wir können uns gegenseitig Mut machen und uns daran erinnern, dass es nur das Spiel der alten Energie ist.

Es gibt keinen Grund aufzugeben!

Wir sind noch nicht angekommen.