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Die Rückkehr der Göttin – ein neues Frausein entdecken

Es gab eine Zeit, da war die Göttin überall lebendig. Sie lebte in den Ritualen, die uns mit der Erde verbunden haben. Wir waren Teil ihrer Liebe.

Die Nahrung war ein Geschenk der Göttin, ein Ausdruck der Liebe für ihre Kinder.

Die festen Wohnorte waren ein Zuhause der Göttin, die über die Menschen und das Feuer wachte. Heilung war das kostbare Wissen, in das uns die Göttin eingeweiht hat.

Es gab eine große Achtung vor dem Leben. Kinder wurden in Liebe geboren, behütet von der Göttin. Sie durften auf sanfte Weise ins Leben kommen und sich entwickeln.

In einer Zeit, in der unsere Welt vor allem männlich geprägt ist, scheint das wie ein längst vergessener Traum. Gibt es neben unserem heutigen Gott – dem Verstand, dem Konkurrenzkampf und der harten Arbeit – überhaupt noch Platz für eine Göttin?

Mein Gefühl sagt: Ja. Unsere Welt kann nur dann gesünder und balancierter werden, wenn beide Seiten – die weibliche und die männliche – in Liebe nebeneinander existieren. Als Frau können wir einen wichtigen Beitrag für eine friedvolle, liebevolle Zukunft leisten. Machst du mit?

Auf der Suche nach dem Frausein

Ich kann mich gut daran erinnern, dass ich als kleines Mädchen ziemlich unglücklich darüber war, ein Mädchen zu sein. Nach allem was ich erfahren, war es in meinen Augen nämlich viel besser, ein Junge zu sein.

Doch da war nichts zu machen. Mein Körper hat sich zu seiner Frau entwickelt. Immer wieder hielt ich Ausschau nach Vorbildern die mir zeigen, was es wirklich bedeutet, eine Frau sein, doch da gab es wenig was mir gefallen hat.

Die abgemagerten Models in den Magazinen schienen mir nicht besonders weiblich, die Mädchen in der Schule waren nur damit beschäftigt von den Jungs toll gefunden zu werden, die gestressten Hausfrauen schauten mich mit leeren Augen an und die Karrierefrauen klapperten mit ihren Stöckelschuhen – wohin ich auch schaute, nirgendwo entdeckte ich etwas einladendes.

Dem weiblichen Schmerz begegnen

Für mich hatte die Tatsache, dass ich eine Frau bin, immer sehr viel mit Schmerz zu tun. Manchmal war es körperlicher Schmerz, der mir begegnet ist, z.B. wenn ich meine Tage hatte.

Auch in meinen Beziehungen fiel es mir schwer, mich wohl zu fühlen. Wie konnte ich einem Partner erlauben, die Frau in mir zu lieben, wenn ich selbst nicht viel damit anfangen konnte?

Manchmal war es eine tiefe Trauer, die ich mir nicht erklären konnte. Ich fühlte mich wie ein kleiner Troll, nicht wie eine Frau. Egal an was ich mich orientiert habe, es schien als wäre mein Frausein etwas, das nicht in diese Welt passt.

Als ich meinen eigenen Weg beschritten habe, wurde ich damit konfrontiert, dass viele Frauen diese Erfahrung teilen. Auf einmal fühlte ich mich nicht mehr wie ein totaler Versager in Sachen Frausein, sondern ich wusste, dass ich eine tiefe Wunde in mir trage, die heilen möchte.

Ich habe mich entschieden, dem Schmerz zu begegnen, den ich getragen habe. Und siehe da – als ich den Mut hatte dem Schmerz zu begegnen, kam hinter dem Schmerz etwas zum Vorschein.

Die Göttin kehrt zurück

Auf meinem Weg durfte ich eine tiefe Lernerfahrung machen: Wenn ich Frieden schließe mit dem was war, kann die Göttin zurückkehren. Ein Teil von mir kämpfte nämlich immer noch gegen die Zerstörung des Weiblichen, hielt daran fest und wollte nicht zulassen, dass es verloren geht.

Ich habe viel Zeit damit verbracht, der dunklen Seite des Weiblichen zu begegnen. Gewalt, Missbrauch, Zerstörung und Enttäuschung haben in immer wieder neuer Form bei mir angeklopft. Ich habe meine Tür geöffnet.

Mit jeder schmerzhaften Erinnerung mit der ich Frieden schließen konnte, ist die Göttin in mein Leben zurückgekehrt. Wie erstaunlich – obwohl das Weibliche auf unserer Erde so unendlich verletzt wurde, blieb die Göttin unverletzt.

Die äußeren Erfahrungen konnten das Wesentliche nicht berühren, nicht zerstören. So wie dunkle Wolken, die den Himmel verdecken, den Himmel selbst nicht zerstören können. Sie lassen uns höchstens für eine Weile vergessen, wie blau der Himmel ist.

Die Göttin wartet darauf, dass wir entdecken, dass sie immer noch bei uns ist. Sie möchte auferstehen und ihren Platz wieder einnehmen. Sie möchte ihre Liebe mit uns teilen und gemeinsam mit uns einen neuen Anfang wagen.

Ein neues Frausein entdecken

Wenn mir heute jemand ein Kompliment macht und sagt, ich hätte eine weibliche Ausstrahlung, muss ich schmunzeln – wer hätte das gedacht? Tatsächlich ist es so, dass ich mich mit meinem Frausein immer wohler fühle.

Wenn wir uns erlauben, die Göttin in unser Leben zurückkehren zu lassen, können wir ein völlig neues Frausein entdecken. Wir kehren nicht zurück in die Vergangenheit, sondern wir entdecken ein Frausein das zur heutigen Zeit passt.

Genau dazu möchte ich dich gerne einladen!

Im Onlineworkshop „Erwecke die Göttin in dir“ beschäftigen wir uns 4 Wochen lang damit, die weibliche Kraft zu entfalten, die in uns schlummert. Die Göttin zeigt uns einen liebevollen Weg zu einer erfolgreichen, selbstbewussten und erfüllten Frau zu werden. Machst du mit?

Einladung zum Austausch

Natürlich interessiere ich mich dafür, wie es euch mit dem Thema Frausein geht. Begegnet ihr ab und zu den verletzten weiblichen Anteilen? Wie geht ihr damit um? Ich würde mich freuen von euch zu hören, liebe Grüße, Lea