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Die emotionale Achterbahn – was steckt dahinter?

Die emtionale Achterbahn

Erlebst du seit einiger Zeit eine emotionale Achterbahn in deinem Leben und fragst dich, was dahinter steckt?

Ich kann mich noch sehr gut an den Moment erinnern, als meine eigene emotionale Achterbahn begonnen hat.

Es gab einen Moment in meinem Leben, da haben sich die Schleusen geöffnet und meine unterdrückten Gefühle kamen zum Vorschein.

Natürlich habe ich mich gewundert, wo alle diese Gefühle herkommen.

Ich war tief traurig – und wusste nicht warum. Ich fühlte mich voller Wut – ohne zu wissen, auf was ich wütend bin.

Weil ich nicht wusste wie ich mit dieser emotionalen Achterbahn umgehen soll, habe ich mich auf die Suche nach einem neuen Weg gemacht. Dabei habe ich etwas Erstaunliches herausgefunden…

Woher kommen die Gefühle?

Obwohl ich immer schon ein emotionaler Mensch war, kamen mir diese Wellen von Gefühlen, die scheinbar aus dem Nichts über mich hinweg rollten, seltsam vor.

Da ich keinen äußerlichen Grund für diese Gefühle gefunden habe – und auch von ärztlicher Seite die Bestätigung erhielt, dass da nichts ist, wusste ich, dass es einen inneren Grund dafür geben muss.

Je mehr ich diesen Prozess beobachtet habe und meine innere Stimme dazu befragte, umso mehr wurde mir klar, dass es Bereiche in meinem Inneren gibt, die ich sehr lange nicht mehr wahrgenommen habe.

In meinem Inneren tauchte ein Bild von einem Haus mit vielen Stockwerken auf. Die meisten Stockwerke schienen dunkel und leblos. Nur ganz oben auf der obersten Etage war das Licht an.

Beim Betrachten dieses Bildes wusste ich: Das ist ein Sinnbild für mein bisheriges Leben. In fast allen Bereichen meines Inneren war ich abwesend. Viele Ebenen in mir waren vollgestopft mit unerlösten Gefühlen – nur ganz oben in meinem Verstand war ich wirklich anwesend.

Mit dem Beginn meines Erwachens begannen sich die vergessenen Ebenen in mir zu öffnen. Gespeicherte Gefühle und Erinnerungen strömten an die Oberfläche.

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Gefühle können fließen oder ins Stocken geraten

In unserer heutigen Welt werden Gefühle sehr oft als Schwäche gesehen. „Stell dich nicht so an“, heißt es dann. „Reiß dich zusammen! Schluck es runter! Augen zu und durch!“ Doch was geschieht mit all dem was wir nicht fühlen?

Was geschieht mit dem Ozean aus Schmerz?

Was geschieht mit der hilflosen Wut die sich nie zeigen durfte?

Was geschieht mit der Angst die wir immer verbergen mussten?

Gefühle sind Energien, die fließen wollen. Wenn wir nicht in der Lage sind, ein Gefühl wahrzunehmen und es verdrängen, dann stopfen wir es in eine Ebene in unserem Inneren. Das Gefühl setzt sich dort ab und wartet darauf, dass eines Tages die Tür aufgeht und es wieder fließen darf.

Je mehr wir verdrängen, desto voller werden wir innerlich. Wir gleichen einem riesigen Schrank, der bis zum letzten vollgestopft ist mit unerlösten Gefühlen und unterdrückten Erinnerungen.

Je voller unser Inneres ist, umso weniger Raum haben wir zum Leben. Es ist als ob das Leben immer flacher und unbewusster wird.

Deshalb gibt es heute auch so viele extreme Versuche, wieder zu fühlen. Unsere Filme werden immer lauter, die Bilder die wir sehen immer extremer und die Gier nach allem, mit dem wir uns wegdröhnen immer intensiver.

In einer Welt die beinahe alle Gefühle verdrängt hat, sehnen wir uns zutiefst danach, wieder zu fühlen.

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Fühlen – ja oder nein?

Ich habe schnell bemerkt, dass ich die angenehmen Gefühle gerne akzeptiere und fließen lasse.

Doch wie sieht es mit den unangenehmen Gefühlen aus?

Schnell wurde mir klar, dass ich fast automatisch alle unangenehmen Gefühle verdränge. Das war wie eine unbewusste Reaktion, die in mir ablief.

Als ich beim Einkaufen lange anstehen musste, bemerkte ich ein ungutes Gefühl. Ich fühlte mich eingesperrt und wollte nur noch raus aus dem Laden. Doch sobald das Gefühl da war, kämpfte ich dagegen. Ich hörte auf in meinem Körper präsent zu sein und habe mich in meinen Verstand geflüchtet. Nachdem ich eine Weile in meinen Gedanken hin und her gerast bin, war die Situation dann schon vorbei.

Mit der Zeit entdeckte ich eine Unmenge von Ablenkungstaktiken, mit denen ich lange erfolgreich meinen unangenehmen Gefühlen ausgewichen bin. Das lernen wir schon in der Kindheit. Wenn ein Kind weint, geben wir ihm schnell einen Schnulli oder sagen: „Guck doch mal hier ist die schöne Blume!“ Und das Kind verdrängt seinen Schmerz und ist wieder „lieb“.

Das reine Ausleben von Gefühlen war uninteressant für mich, denn ich merkte, dass das mehr ein kurzes „Dampf-Ablassen“ ist und keine dauerhafte Lösung. Außerdem wurde mir ganz schwach bei dem Gedanken, dass ich alle meine unterdrückten Gefühle die zum Vorschein kommen, ausleben muss – schließlich wollte ich nebenbei noch leben.

Ich suchte nach einem neuen, liebevollen Weg, meinen Gefühlen zu begegnen.

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Die emotionalen Berge zum Schmelzen bringen

Mein erster Versuch, eine Antwort zu finden, hat mich in die Bücherei geführt. Ich kramte durch die Selbsthilfe-Ecke und stieß durch Zufall auf ein Buch über das Atmen. Der Autor (an den ich mich leider nicht mehr erinnern kann) schilderte, dass viele Menschen unbewusst den Fluss ihres Atems bremsen und dadurch immer weniger Lebensenergie haben.

Als ich die im Buch beschriebenen Übungen machte, fiel mir auf, dass mein Atem sehr flach ist. Meine Bauchdecke fühlte sich an wie Beton. Durch dieses verkrampfte Festhalten, habe ich meine Lebensenergie gebremst – und meine unerwünschten Gefühle zurückgedrängt.

Weil ich in den Fluss des Lebens zurückkehren wollte, begann ich meinen Atem wahrzunehmen.

Das Atmen wurde zu einem Weg für mich. Ich lernte den natürlichen Fluss meines Atems wieder fließen zu lassen.

Der Atem wurde mein innerer Lehrer. „Lass es fließen“, flüsterte er mir zu. „Schau mal es geht vorüber“, sagte er mir. „Vertraue dem Fluss“, sagte er.

Das weiche Atmen ist seit vielen Jahren das Mittel meiner Wahl, um wieder im Körper präsent zu werden, um wieder zu fühlen und um die Gefühle durchfließen zu lassen.

Durch das Weiche Atmen habe ich eine neue innere Haltung entwickelt. Anstatt das was ich fühle zu verdrängen, fühle ich es. Ich fühle es, bleibe in meiner Mitte – und nehme wahr, wie es vorüber fließt und sich verwandelt.

Das Weiche Atmen kennenlernen

In dieser kurzen Audioaufnahme gebe ich dir eine Einführung in das Weiche Atmen. Probiere es aus und nimm wahr, wie es wirkt.

Emotionale Freiheit genießen

Heute ist mein Inneres um einiges leerer. Der innere Schrank in den ich so vieles hinein gestopft hatte, durfte vieles entlassen.

Diese Leere ist nicht unangenehm. Ich habe mehr Raum für mein Leben.

Wenn ich kreativ bin und neue Projekte entwickle, kann meine kreative Kraft durch mich strömen. Das innere Flussbett durfte sich reinigen und nun kann der Fluss des Lebens wieder fließen.

Mein Körper ist leichter und durchlässiger geworden. Der emotionale Panzer durfte schmelzen.

Natürlich gibt es Momente in meinem Leben, in denen mein alter Kampf- und Verdrängungsmechanismus wieder einmal anspringt. Das ist nicht schlimm.

Wenn ich eine Weile mit dem Leben gekämpft habe, fällt mir auf, wie anstrengend das ist. Dann atme ich weich und lasse meine Gefühle fließen. Sie fließen durch mich hindurch und auf einmal ist der Himmel wieder blau.

Die Fähigkeit unsere Gefühle wahrzunehmen und fließen zu lassen halte ich für eine sehr wichtige Basis. Unsere Gefühle helfen uns dabei, wahrzunehmen wie die äußere Welt auf uns wirkt. Wenn wir spüren was unsere Entscheidungen bewirken, können wir liebevolle, balancierte Entscheidungen treffen.

Wenn wir nicht fühlen, was wir tun, können wir eine Menge Unheil anrichten.

Der Weg zurück zum Fühlen ist für mich der Weg in eine friedvolle, liebevolle Welt.

P.S. Als Awakening Coach begleitest du Menschen auf ihrem Erwachensweg. Eine wichtige Aufgabe von dir ist es, ihnen zu erklären, warum sie eine emotionale Achterbahnfahrt erleben und ihnen Techniken zu vermitteln, die ihnen dabei helfen, die alten Berge von Emtionen zum Schmelzen zu bringen.

Trage dich jetzt unverbindlich in die Interessenliste ein!

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Disclaimer: Der Inhalt meiner Webseite ist lediglich zu Informationszwecken bestimmt. Ich teile meine persönlichen Erfahrungen und Ansichten. Der Inhalt meiner Texte stellt in keiner Weise Ersatz für professionelle Beratung und Behandlung von Ärzten, Psychotherapeuten oder Heilpraktikern dar. Falls du Gesundheitsbeschwerden oder psychische Problem hast, empfehle ich dir einen Arzt, Heilpraktiker oder Psychotherapeut deiner Wahl zu Rate zu ziehen.