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Meditation für Anfänger – eine Anleitung für mehr Klarheit und Geborgenheit

Meditation für Anfänger

Ganz ehrlich – ich hatte lange Zeit ein ziemlich negatives Bild von Meditation. Die ganzen Anleitungen zum Meditieren kamen mir so ernst und verkrampft vor.

In der westlichen Welt machen wir aus allem einen Wettkampf. Der Kampf gegen die Gedanken, das Ringen um Erleuchtung und der Versuch perfekt zu werden begleitet das Meditieren.

Zum Glück habe ich durch meine Beschäftigung mit dem Weichen Atmen das Meditieren auf eine ganz natürliche Weise entdeckt. Heute teile ich meine zwei Lieblingsmeditationen mit dir – finde heraus welche dir am besten gefällt.

Kein Bock auf Meditation?

Ich kann mich noch gut daran erinnern als mir mein Partner Matthias den Tipp gab: „Versuch‘s doch mal mit Meditation!“

Ich hatte ihm gerade erzählt, dass ich in meinem Inneren immer wieder auf ein Gefühl stoße, das ich einfach unerträglich fand. Der Kampf gegen dieses Gefühl brachte mich immer wieder in Stress.

Matthias gab mir den Tipp mich ganz bewusst zwanzig Minuten hinzusetzen und das Gefühl einfach nur wahrzunehmen.

Oh weia! Allein schon die Vorstellung war für mich schwer auszuhalten. Ich bin jemand der sich gerne bewegt wenn es unangenehm ist. Ich tue etwas, ich bewege mich und oftmals bringt das Erleichterung.

Doch als ich ganz ehrlich mit mir war, wusste ich, dass es auch wichtig ist zu lernen, innerlich stehen zu bleiben und dem unangenehmen Gefühl zu begegnen.

Ich will nicht mehr weglaufen“, sagte ich zu mir.

So nahm ich all meinen Mut zusammen und setzte mich im Wohnzimmer auf den Teppich. Ich stellte einen großen Wecker vor mich hin und beschloss 20 Minuten lang einfach zu sitzen, zu atmen und alles wahrzunehmen was aufkommt.

Die ersten Minuten waren noch ganz okay, doch dann wurde es richtig unangenehm. Alles in mir wollte weglaufen. Zweimal ertappte ich mich dabei, dass ich schon mit einem Bein aufgestanden bin und verdutzt merkte, dass sich mein innerer Widerstand so stark verselbständigt, dass ich meine Meditation abbreche – ohne dass es mir bewusst ist.

Doch so unangenehm es wahr, als die zwanzig Minuten um waren, spürte ich eine deutliche Veränderung in mir. Zwar war das unangenehme Gefühl noch da, aber es kam mir vor, als hätte ich mich entspannt und es war viel mehr Raum da. Ich fühlte mich innerlich weiter und leichter.

So begann mein Abenteuer mit Meditation.

Mit den Jahren habe ich Meditation auf die unterschiedlichste Weise kennen- und schätzen gelernt. Ich halte mich nicht an trockene Regeln sondern bin immer auf der Suche nach dem was sich liebevoll und heilsam anfühlt.

Tipps für Meditationsanfänger

Richtig sitzen?

Anstatt dich zu zwingen in Meditationshaltung auf dem Boden zu sitzen, frage doch mal deinen Körper welche Sitzhaltung heute für dich die beste ist. Manchmal sitze ich gerne im Schneidersitz auf dem Boden, doch manchmal sitze ich auf dem Sofa, oder ich meditiere 5 Minuten am Schreibtisch oder draußen im Garten. Je weniger du ein strenges Ritual aus der Meditation machst und je mehr du die Form wählst die dir entspricht, umso leichter wird es.

Richtig atmen?

Lange bevor ich mit Meditation in Berührung kam, habe ich das Weiche Atmen kennengelernt. Das Weiche Atmen ist keine Technik, sondern du beginnst dich auf den natürlichen Fluss deines Atems einzulassen. Statt den Atem als etwas wahrzunehmen das du steuerst und kontrollierst, tauchst du ein in deinen Atemrhythmus. Du folgst dem Fluss deines Atems und kannst genießen, wie der Fluss deines Lebens dich in ein tiefes Gleichgewicht bringt.

Richtig meditieren?

Ganz ehrlich – es gibt tausend unterschiedliche Anleitungen zum Meditieren. Wer kann schon sagen was „richtig“ ist? Viel wichtiger ist, dass du die Form von Meditation für dich findest, die heute gut tut und angenehm für dich ist. Ich liebe es mich von meiner Seele immer wieder neu inspirieren zu lassen und zu entdecken, welche ungeahnten Formen Meditation annehmen kann.

Klarheit durch Meditation

Eine Meditation die ich sehr liebe, hilft mir immer wieder dabei, Klarheit zu finden und mich innerlich aufgeräumt zu fühlen. Sie eignet sich für die Momente, in denen du das Gefühl hast, dass dir alles zuviel wird.

Setze dich bequem hin – du musst dich nicht auf den Boden setzen wenn dir das unbequem ist – und tauche ein in deine innere Welt.

Statt gegen das anzukämpfen was da ist, beendest du deinen Kampf und den Widerstand gegen das was ist. Du wirst zum Felsen der inmitten der Wellen des Lebens still steht. Genieße deine innere Stille während das Chaos der äußeren Welt sich von ganz alleine ordnet.

In diesem Video gebe ich dir eine Anleitung zum Mitmachen:

Hat dir die Anleitung gefallen? Ich freue mich über einen Kommentar auf Youtube.

Meditation für mehr Geborgenheit

Genauso wichtig wie unsere Fähigkeit stark und klar zu sein und aufrecht durch unser Leben zu gehen, ist unsere Fähigkeit weich und empfänglich zu sein. Die weibliche Seite in unserem Inneren zeigt uns eine andere Facette des Lebens.

Die zweite Meditation die ich dir heute zeige hat wenig mit zu tun, was wir traditionell unter Meditation verstehen. Es ist kein Wunder, dass die heute bei uns bekannte Form von Meditation eher der männlichen Seite angehört – denn Meditation wurde traditionell von Männern entwickelt und an Männer weitergegeben.

Wenn wir eine balancierte Beziehung zu unserem Leben entwickeln wollen, dann ist es wichtig, dass wir unterschiedliche Formen von Meditation üben. Meditation die unsere männliche Seite stärkt sind wunderbar – doch als Ergänzung dazu brauchen wir Meditationen die unsere weibliche Seite fördern.

In diesem Video förderst du dein Urvertrauen und die innere Geborgenheit:

Hat dir die Anleitung gefallen? Ich freue mich über einen Kommentar auf Youtube.

Meditation als Teil des Alltags

Meditation beim Kochen

Letzten Winter habe ich öfter abends für uns gekocht. Nebenbei habe ich meditiert. Es war so angenehm das Zubereiten unseres Abendessens auf eine ganz neue Weise zu erfahren. Weich atmend Kartoffeln schälen. Die bunten Farben der Gemüse ganz neu zu sehen. Langsam die Suppe zu rühren. Sogar mein Körper hat diese Koch-Meditation als sehr angenehme empfunden. Ich stehe bewusster. Ich bewege mich fließender. Der Atem fließt in den Bauch. Und wenn das Essen auf dem Tisch steht, dann bin ich so richtig schön in meiner Mitte.

Meditation beim Schlangestehen

Früher wurde ich oft nervös, wenn wir lange an der Kasse anstehen mussten. Auch wenn wir mit dem Flugzeug unterwegs waren und dann für Kontrollen oder beim Check-In durch ewige Warteschlangen durchquälen mussten, kam oft ein hibbeliges Gefühl bei mir auf. Doch dann entdeckte ich, dass ich auch im Stehen Meditieren kann. Ich verwandle mich in einen Baum der seine Wurzeln tief in die Erde streckt. Ich spüre meinen Atem. Ich lasse mich tragen von der Stille. Und wenn wir am Kassenschalter ankommen, sagt etwas in mir: „Oh, schon vorbei?“

Meditation beim Arbeiten

Viele von euch die meinen Blog schon länger lesen wissen sicherlich, dass ich mit meiner Arbeit ganz bewusst umgehe. Ich habe ich von der üblichen Arbeitshaltung, die mit Härte und Anstrengung zu tun hat, gelöst und empfinde meine Arbeit heute als kreative Meditation. Ich verbinde mich mit dem kreativen Impuls in mir und lasse die schöpferische Kraft des Lebens durch mich fließen. Ich liebe es, in den Flow-Zustand zu kommen und ganz eins zu werden mit dem was ich tue.

Inmitten von Chaos meditieren

Unser Alltag beschert uns so viele Situationen die unseren Vorstellungen nicht entsprechen. 😉

Wir sehnen uns nach Ruhe und der Nachbar mäht seinen Rasen oder die Kinder haben ein neues megalautes Spielzeug entdeckt. Wir brauchen Kraft für den nächsten Schritt und fühlen uns so richtig ausgelaugt und am Ende. Du sehnst dich nach Klarheit doch deine Wohnung sieht aus als wäre ein Wirbelsturm durch die hindurch gefegt.

Meditation ist eine Liebeserklärung an das Leben. Wenn wir eintauchen in die liebevolle Stille in unserem Inneren dann finden wir wieder, was mitten im Chaos verborgen war.

Wir finden die Geborgenheit.

Wir finden den Halt.

Wir finden die Entspannung.

Mehr geführte Meditationen von mir findest du auf Youtube.
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