Zum Inhalt springen

Trägst du zu viel Verantwortung?

Eigentlich ist es ja schön mitfühlend zu sein und viel wahrzunehmen. Doch im Umgang mit anderen Menschen kann es leicht passieren, dass wir zu viel Verantwortung übernehmen.

Falls du mitleidest wenn es Bekannten von dir nicht gut geht, stundenlang über ihre Probleme nachdenkst oder öfter mal nachts wach liegst weil die Sorgen deiner Klienten dich nicht loslassen, wird es höchste Zeit Verantwortung loszulassen!

Heute lade ich dich dazu ein den kiloschweren Sandsack der Verantwortung von deinen Schultern zu werfen und dich wieder frei und leicht zu fühlen…

Trägst du zu viel Verantwortung?

Oftmals bemerken wir gar nicht, wie viel Verantwortung wir für andere tragen und wie sehr uns das Gewicht fremder Sorgen und Problem runterzieht. Stelle dir die folgenden Fragen und finde heraus, ob dir das bekannt vorkommt:

  • Beschäftigen dich die Sorgen anderer Menschen?
  • Fühlst du es körperlich wenn es jemandem schlecht geht?
  • Bist du manchmal genervt weil jemand immer noch nicht in die Pötte kommt?
  • Denkst du manchmal: „Oh nein, wer will jetzt schon wieder etwas von mir…“?
  • Kommen Freunde oft mit ihren Sorgen zu dir, doch für dich ist selten jemand da?
  • Spürst du eine grundsätzliche Schwere die an dir zieht?
  • Ist deine Arbeit anstrengend für dich? Fühlst du dich danach ausgelaugt?
  • Ziehst du dich immer mehr vor anderen Menschen zurück?

Je mehr Fragen du mit JA beantworten kannst, desto größer ist die Last der Verantwortung die du im Moment trägst. Dass du Verantwortung trägst hat eine positive Seite – du bist jemand der großes Mitgefühl hat, sich leicht in andere hineinversetzen kann und in der Lage ist die Gefühle anderer wahrzunehmen.

Du bist wahrscheinlich jemand der sehr sensibel und sehr wach ist. Du nimmst deutlich wahr, was in der Welt geschieht und spürst was nicht in Ordnung ist. Mach dir bitte keine Vorwürfe dafür, dass du diese Fähigkeit besitzt.

Es gibt einen Grund dafür, dass immer mehr Menschen feinfühlig sind. Schließlich möchte sich unsere Welt wandeln und Veränderung kann nur dann beginnen, wenn wir spüren was nicht länger stimmig ist. Feinfühlige Menschen sind das Nervensystem der Menschheit.

Energetisches Kuddelmuddel klären

Seitdem ich vor über zehn Jahren meine Tätigkeit als Coach begonnen habe, habe ich mich damit beschäftigt energetisch unabhängig zu werden. Ich wollte mich frei und leicht fühlen während ich arbeite.

Ich wollte Menschen helfen, doch ich spürte deutlich dass ich mir selbst schade, wenn ich mich im Leid anderer verstricke. Wirklich helfen können wir erst wenn es uns gut geht. Wir brauchen keine perfekten Menschen sind, doch eine Basis von Wohlbefinden sollte da sein.

Deshalb habe ich mir meine Detektivmütze aufgesetzt und viele Jahre genau beobachtet was da eigentlich abläuft wenn wir Verantwortung für andere übernehmen und ein energetisches Kuddelmuddel entsteht.

Jeder Mensch hat eine eigene Grundschwingung, eine eigene Energie. Innerhalb deiner Energie befinden sich deine Stärken und deine Probleme an denen du arbeitest. Alle deine Probleme sind Chancen, denn sie sind vom Leben genau auf deine Bedürfnisse zugeschnitten. Das Leben weiß, wo du wachsen kannst und wo du eventuell ein wenig herausgefordert werden musst, um deine Komfortzone zu verlassen.

Die Probleme anderer Menschen haben eine fremde Energie. Sie sind zugeschnitten auf das innere Wachstum des Menschen zu dem sie gehören. Wenn du fremde Problem und damit fremde Energie übernimmst, lädst du dir Lernaufgaben auf, die nicht zu deiner Entwicklung passen und deine Entwicklung sogar bremsen können. Außerdem nimmst du der Person der diese Lernaufgabe gehört damit die Chance zu wachsen.

Achtung – bitte nicht missverstehen: Ich bin absolut überzeugt davon dass es richtig ist anderen Menschen zu helfen. Doch wir müssen lernen auf eine Weise zu helfen, die im Einklang mit dem Leben ist und uns auf lange Sicht gut tut.

Warum übernehmen wir zu viel Verantwortung?

Wenn wir etwas ändern wollen müssen wir zunächst verstehen, warum wir es tun, vor allem wenn es ein unbewusstes Verhalten ist. Im Folgenden teile ich mit dir die wichtigsten Ursachen dafür, dass wir zu viel Verantwortung für andere übernehmen:

Kindliche Anteile die bedürftig sind

Sehr oft tragen wir bedürftige Anteile aus der Kindheit in uns, die nicht genug Liebe oder Wertschätzung bekommen haben. Sie sehen deine Klienten als mögliche Quellen von Liebe und öffnen sich ihnen so, wie sie sich einem Vater, einer Mutter, einer Schwester oder einem Bruder öffnen würden. Die Folge davon ist, dass die Energie deiner Klienten wie ein Schwall in dein Inneres strömt auch wenn du dich ganz bewusst dafür entscheidest, in deiner Mitte zu bleiben.

Beziehungsmuster aus deiner Familie

Vielleicht gibt es Beziehungsmuster aus deiner Familie die du unbewusst weiter trägst, zum Beispiel den Gedanken dass du nicht gut genug bist oder dass du dich aufopfern musst, um Liebe und Wertschätzung zu erhalten. Diese alten Muster können die Balance in unserer Arbeit oft auf sehr subtile Weise ins Ungleichgewicht bringen.

Die Überzeugung kein Recht zu haben glücklich zu sein

Oft haben wir gelernt uns schuldig zu fühlen, wenn wir Freude oder Erfolg erlebt haben. Schnell wurde uns gesagt: „Du hast es gut und so viele andere Menschen hungern und haben es schlecht.“ Natürlich ist es gut, Mitgefühl zu haben und uns bewusst darüber zu sein wie privilegiert wir sind, doch wir können es übertreiben. Wenn wir es nicht aushalten glücklich zu sein, wenn wir ständig in das Leid und den Schmerz der Welt eintauchen weil wir uns schuldig fühlen, dann stimmt etwas nicht.

Verankern in der Freude

Im Folgenden teile ich mit dir was du tun kannst um dich jeden Tag ein wenig tiefer in deiner Freude und deiner Mitte zu verankern.

Rituale zum Reinigen

In den letzten Jahren ist es für mich ganz normal geworden, mein Energiefeld mehrmals täglich zu reinigen. Vor allem nach Gesprächen oder Coachingsitzungen liebe ich es alle übrig gebliebenen Energien nach unten abfließen zu lassen.

Ausdruck und Kreativität

Kreativität ist das Gegenteil von Negativität. Sobald du beginnst deinen Ausdruck in Freude fließen zu lassen holt dich das schnell wieder in deine Schwingung zurück. Singen, Tönen, etwas mit den Händen machen – all das kann dich tiefer in der Freude verankern.

Bewegung & Natur

Oft erstarren wir, wenn wir fremde Energie tragen. Sobald wir uns körperlich bewegen, kommt alles wieder in Fluss. Ich schüttle meinen Körper täglich für einige Minuten kraftvoll aus, mache gerne Yoga und liebe Spaziergänge in der Natur. Danach weiß ich wieder wo meine Mitte ist falls ich sie mal verloren habe.

Je mehr du dich in der Freude verankerst, desto mehr wirst du zum leuchtenden Ankerpunkt, zur leuchtenden Insel, die andere Menschen inspiriert und sie einlädt ihren Weg in ihre eigene Freude zu gehen.

Du kannst spüren, dass es eine Liebe gibt die für alle Menschen sorgt.

Wir können weiterhin Mitgefühl und ein offenes Herz haben, doch wir tun es auf eine Weise, die uns gut tut.

Je heller dein Licht leuchtet – umso heilsamer wirkst du auf die Welt.

 

P.S. In der Erwachenscoach Ausbildung, die im Frühjahr 2017 stattfindet, lernst du Werkzeuge die dir helfen energetisch unabhängig zu werden. Durch regelmäßiges Üben wird deine Coaching-Tätigkeit sich mit Leichtigkeit und Freude füllen. Deine Arbeit soll dich beflügeln – dann dient sie auch deinen Klienten. Infos zur Ausbildung hier