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Mein Heilungs-Abenteuer im Krankenhaus

Hey ihr Lieben, diese Woche gibt es keinen „offiziellen“ Blogbeitrag, da ich noch etwas wacklig auf den Beinen bin.

Die letzten Wochen haben mir ein Heilungs-Abenteuer der anderen Art beschert und ich bin immer noch dabei es zu verarbeiten.

Es gibt einiges zu berichten und falls du wissen magst, was ich erlebt habe, lies weiter…

Erwachen und Heilung

Wenn du meinen Blog schon längere Zeit liest, dann weißt du sicherlich, dass ich sehr offen bin für meinen inneren Heilungs- und Entwicklungsprozess. Seit Jahren beobachte ich, wie alte innere Verletzungen und Blockaden ans Licht kommen, um Erlösung zu finden.

Meine Einstellung zu meinen inneren Prozessen hat sich mit den Jahren gewandelt. Anfangs war ich noch sehr verkrampft und habe mit Anstrengung versucht, mich selbst und mein Leben so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen. Ich wollte funktionieren und das unerlöste Chaos in meinem Inneren lieber nicht zum Vorschein kommen lassen.

Mit den Jahren hat mich das Leben weich geklopft. Es geht mir nicht mehr darum, mich oberflächlich gut zu fühlen, während ein großer Anteil von mir im Stillen leidet. Ich bin viel bereiter meinem Schmerz zu begegnen, ihn zu fühlen und heilen zu lassen. Ich sehe es nicht mehr als meine Hauptaufgabe zu funktionieren, sondern zu heilen.

Körper-Karma entlassen

Von Beginn an war mir klar, dass ein großer Teil meiner Vergangenheit in meinem Körper steckt. Mein Körper drückt nicht nur aus, wie es mir heute geht, wie ich mich ernähre und wie ich heute mit ihm umgehe, sondern auch was ich in meiner Kindheit erfahren habe und was meine Vorfahren erlebt haben…

Es fordert immer wieder viel Demut von mir, den Baustellen in meinem Körper zu begegnen – ohne Urteil und ohne Ablehnung. Zu sehen, wie die frühsten Prägungen meinen Körper gezeichnet haben und wo ich die Blockaden aus meiner Familie übernommen habe. Zu sehen, dass ich Teil bin einer langen Körpergeschichte.

Doch ganz ehrlich, ich war ziemlich sicher, dass es genügt, mich auf meine Heilung einzulassen und durch Energiearbeit eine Blockade nach der anderen zu lösen. Als dann bei einer Routineuntersuchung festgestellt wurde, dass ich eine ziemlich große Zyste in meinem Unterleib rumschleppe, hat mich das erstmal komplett aus der Bahn geworfen.

Heilung kann auch anders aussehen

Mein Bild von Heilung war sehr eng. Da ich der herkömmlichen Medizin gegenüber ziemlich kritisch bin, kam es für mich überhaupt nicht in Frage, dem Rat meiner Ärztin zu folgen und mich sofort operieren zu lassen.

Ich wollte mir und meinem Körper erstmal die Chance geben, wahrzunehmen, was da für ein Thema ans Licht kommt. Ein Jahr lang habe ich mir Zeit gelassen und jeden Tag aus Neue bin ich die dunkle Unterwelt hinabgestiegen um alles ans Licht zu bringen.

So viel Schmerz.

So viel unterdrückte Kraft.

So viel Hass.

So viel alte Geschichten.

Ich folgte den Impulsen meines Körpers, habe gefastet wenn größere innere Schritte anstanden, die Einstellung zu meiner Arbeit geändert und Stress reduziert. Mit den Monaten merkte ich, dass mein Leben sich auf einer tiefen Ebene balanciert wie nie zuvor.

Obwohl ich das Gefühl hatte, dass die energetischen Blockaden und die angestaute Energie aufgelöst waren, blieb die Zyste auf der körperlichen Ebene hartnäckig bestehen. Wenn ich meinen Körper fragte, was der nächste Schritt ist, kam immer wieder deutlich: Eine Operation.

Auch wenn ich glaube, dass ich sehr offen für die inneren Impulse meines Körpers und meiner Seele bin, kam ich dann doch ins Schlingern. Immer wieder legte ich diese Hinweise beiseite und hoffte, dass es eine andere Lösung gibt.

Die Kontrolle verlieren

Wenn ich ganz ehrlich bin, hatte ich einfach Angst. Angst vor dem Krankenhaus, in dem ich als Kind schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Ich glaube ich war der Alptraum von Kinderärzten, die mich zu mehren festhalten mussten, wenn ich mich beißend, kratzend und wild schreiend gegen Spritzen wehrte.

Es kann doch nicht wahr sein, dass mich mein Weg wieder mitten hinein führt in das was mir am meisten Angst macht, dachte ich. Das Gefühl die Kontrolle zu verlieren und von anderen übernommen zu werden, war nicht gerade angenehm für mich.

Doch als meine Seele mir mit jedem Atemzug die Worte „Krankenhaus“ und „Operation“ vermittelte, wusste ich, dass ich mich nicht länger drücken will. Es war als würde das Leben meinen Glauben auf die Probe stellen.

Glaubst du wirklich, dass dein Heilungsprozess mit all seinen Höhen, Tiefen und Überraschungen liebevoll ist? Glaubst du wirklich, dass die Liebe dich führt – selbst durch das tiefste dunkelste Tal?

Und auch wenn mir die Knie zitterten, fühlte ich in meinem Inneren ein tiefes Ja.

Ja, ich gehe mit, auch wenn es nicht der Weg ist den ich mir gewünscht hätte.

Ja, ich gehe mit, auch wenn ich Angst habe.

Ja, ich lasse mich ein und sage Ja zu dieser tieferen Liebe, die mich führt.

Vertrauensvoll weitergehen

Schon der erste Besuch im Krankenhaus hat mir gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich konnte nicht fassen, was für liebevolle, einfühlsame Menschen mit begegnen. Es war, als würde meine Seele voranschreiten und einen roten Teppich für mich ausrollen.

Ich hatte viel Gelegenheit, meine inneren Anteile aus der Kindheit, die von Ärzten und Krankenhäusern traumatisiert waren, liebevoll aus ihrer Starre zu erlösen. Auf einmal merkte ich, dass ich nicht wegen der OP da bin, sondern um einen Teil von mir abzuholen, den ich vor Jahren verloren hatte.

Mittlerweile bin ich so dankbar, dass ich der Liebe gefolgt bin, auch wenn der Weg auf den ersten Blick nicht der war, den ich gewählt hätte. Wieder einmal wurde mir gezeigt, wie viel größer die göttliche Sichtweise ist. Heilung ist nicht immer das, was mein kleiner Kopf sich ausdenkt. Heilung ist so vielschichtig und verwoben. Oft merke ich erst im Nachhinein, was da eigentlich geschieht.

Die erstarrten Schichten zum Schmelzen bringen

Da ich 6 Wochen auf meinen OP-Termin warten musste, hatte ich viel Zeit mich vorzubereiten. Doch ich wusste, dass die OP einiges aufwühlen würde. Als mich Matthias morgens zum Krankenhaus fuhr hörten wir meine Lieblingsmusik im Auto. Die Morgensonne leuchtete durch die morgendlichen Nebelschwaden und eine Welle von Liebe erfasste mich.

Tief in mir fühlte ich, dass all die Dunkelheit, die meinen Körper ins Ungleichgewicht gebracht hatte, mich kleinhalten will – und auf der anderen Seite war eine so große Liebe, die mir zuflüsterte: Wir nutzen diese Chance für eine Heilung wie du sie nie zuvor erlebt hast. Wir wenden das Dunkle in etwas Schönes und Großartiges.

Und dann lag ich in meinem Flatter-Nachthemd im Bett und wurde in den OP gerollt. Auch wenn mein erwachsenes Selbst einigermaßen ruhig war, fing mein Körper an zu zittern. Es war alles so laut, so metallisch und fremd. Ich hatte einen Moment von Panik, als die Narkose zu wirken begann und die Ärzte schon begannen meinen Körper auf dem Tisch hin und herzuschieben. Mein Körper war bereits gelähmt, aber ich war noch ganz da, hörte alles und bekam alles mit. Ich dachte noch, „Oh nein, die Narkose war nicht stark genug“, doch eine Sekunde später war ich dann zum Glück ganz weg.

Als ich wieder aufwachte, war mein erster Gedanke, dass ich verschlafen habe, denn es war hell und ich lag noch im Bett. (Normalerweise stehe ich mit dem Licht auf und gehe mit unseren Hunden spazieren.) Dann fiel mir alles wieder ein. Ein Glück, die OP war überstanden!

Den Angst-Berg auflösen

Ich konnte zum Glück schon wenige Stunden nach der OP mit drei großen Pflastern auf dem Bauch nach Hause gehen. Ich war so froh, dass alles vorüber war und das ewige Warten vorbei war, doch ich merkte, dass die OP einiges hochgewirbelt hatte.

Ich nahm einen riesigen Berg von Erstarrung rund um mich herum wahr, als hätten sich tiefe Schichten von mir in Todesangst zusammengezogen. Als ich zuhause begann, weich zu atmen um die Reste von Panik und Anspannung loszulassen, begann mein Körper zu zittern.

Immer wieder nahm ich Bilder und Körperwahrnehmungen aus der OP wahr. Es war, als hätte eine tiefere Bewusstseins-Ebene von mir alles haargenau mitbekommen. Mehrmals kam kurz ein Weinen aus mir heraus und wenn ich zur Ruhe kommen wollte, reagierte mein Körper, als wollte er versuchen wegzulaufen und sich zu wehren.

Ich gab meinen Plan auf, schon nach vier Tagen wieder Vollzeit am PC zu sitzen und zu arbeiten. 😉 Ich brauchte mehr Zeit zum Verdauen von all den tiefen Schichten. Es brauchte eine Menge Geduld – und ich habe den ganzen Berg immer noch nicht abgetragen. Jeden Tag schmolz eine weitere Schicht.

Licht ins Dunkle bringen

Mittlerweile merke ich, dass diese tiefen Schichten auch vor der OP schon da waren. Als hätte ein Teil von mir immer Angst davor gehabt, sich vollständig auf das Leben einzulassen. Als hätte sich ein Teil von mir in der Tiefe vor dem Leben versteckt. So erstarrt. So vergessen. So allein.

Wie gut, dass der Heilungsprozess uns immer wieder in die tiefsten Tiefen führt und uns sagt: „Schau mal, hier ist noch ein Teil von dir. Ein Teil von dir, der seit unendlich langer Zeit darauf wartet, liebevoll umarmt zu werden. Ein Teil von dir, der sich nicht bemerkbar machen konnte, den du nie bewusst wahrgenommen hast.“

Manchmal führt uns der Weg ins Leben mitten hinein in ein inneres Sterben. Unsere Vorstellungen sterben, unsere Kontrolle stirbt, unsere Verdrängungsmechanismen sterben – damit Heilung geschehen kann.

Dankbarkeit

Ich bin so dankbar für den Weg, den meine Seele mich führt. Auch wenn ich manchmal monatelang an einer Weggabelung stehe und mich standhaft weigere, den nächsten Schritt zu gehen 😉 Ich bin dankbar, dass mein Weg mich trotzdem führt. Durch tiefe dunkle Täler, immer weiter in ein Vollständigwerden.

Ich merke, wie viel mehr von mir in meinem Körper angekommen ist. Aus der Tiefe ans Licht. Aus der Trennung in die Verbundenheit.

Ich bin ebenfalls dankbar dafür, dass die vielen Ärzte und Krankenschwestern mir gezeigt haben, wie viel Liebe überall zu finden ist. Ich bin dankbar für die Oasen-Community, die mir die Daumen gedrückt hat und so viel Verständnis dafür hatte, dass ich eine Extra-Portion Zeit brauchte, um mein Abenteuer zu verdauen.

Ich bin dankbar für die Oasen-Freunde, die mir kurz vor der OP noch einen goldenen Schutzengel geschickt haben (der war in meiner Tasche mit dabei) und ein kleines Kinderbuch über das „Lämmchen Lea“ das mich zum Schmunzeln brachte. Danke dafür!

Heilung kann manchmal sehr einsam sein, doch wenn wir ehrlich sind, heilen wir gemeinsam. Jeder von uns geht durch seine eigenen Heilungstäler. Jeder von uns hat andere Anteile, die wieder eingesammelt und erlöst werden wollen.

Heilung verläuft nicht in einer geraden Linie, sondern in Spiralen und Wellen. Manchmal scheint es, dass wir hundert Schritte zurück gehen, doch genau dieses Zurückgehen ist der nächste Schritt nach vorne. Ich nehme mir vor, weiter zu vertrauen. Weiter Ja zu sagen – auch wenn mein Weg eine Kurve macht.

2018 hat es in sich. Gewaltige Kräfte sind in Bewegung, in diesem Adlerjahr. Und ich freue mich, dass wir gemeinsam unterwegs sind. Wer weiß, welche Überraschungen auf uns warten. Und wer weiß, ob es Geschenke sind, die wir sofort erkennen – oder Geschenke, die man erst auspacken muss, um die grenzenlose Liebe darin wahrzunehmen?

Ja, das war mein Abenteuer in den letzten Wochen. Danke fürs Lesen!

Alles Liebe,