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Schluss mit der Selbstsabotage – so drehst du deine Kraft in die richtige Richtung

In den letzten Monaten fiel mir immer wieder auf, dass es auch eine Kraft in mir gibt, die in eine andere Richtung strebt, als in die Erfüllung und Liebe. Während ich mich für mehr Lebensfreude öffnen möchte, spüre ich einen Sog, der mich ins Dunkle zerrt, in die Trägheit und in die Ablehnung des Lebens.

Was ist da los? Es gibt zwei grundlegende Kräfte in jedem Menschen, die momentan immer deutlicher zum Vorschein kommen: Unsere wahre Kraft strebt in unsere Entfaltung – und diese andere Kraft strebt in die Gegenrichtung.

Wenn du spürst, dass immer wieder etwas an dir zerrt und dich von deinem Weg abbringt, wird es Zeit, die inneren Weichen neu zu stellen. Drehe deine Kraft wieder in die richtige Richtung – heute möchte ich mit dir teilen, wie das geht!

Das wahre und das falsche Selbst

In einer perfekten Welt würden wir von der ersten Sekunde unseres Daseins hier auf der Erde die Liebe spüren, die uns ermutigt und ins Leben ruft. Mit jedem Atemzug würden wir tiefer eintauchen in die Verbundenheit mit der Liebe. Je mehr Liebe wir annehmen, umso mehr würden wir uns entfalten. Die tiefen Begabungen und Eigenheiten die zu uns gehören würden sich entfalten wie die Blütenblätter einer Blume.

In einer perfekten Welt gäbe es nichts anderes als unser wahres Selbst.

Wie innen so außen.

Verbunden, ganz, unendlich schön und stark.

Wenn wir uns heute wahrnehmen, werden wir sicherlich feststellen, dass wir in keiner perfekten Welt leben. Je nachdem wie viel Liebe wir auf unserem Entwicklungsweg erhalten haben, hat sich ein Teil von unserem wahren Selbst entfaltet. Doch in den dunklen Phasen von Schmerz, Angst und Einsamkeit hat sich auch etwas anderes entwickelt – etwas, das ich das „falsche Selbst“ nennen würde.

Das falsche Selbst ist eigentlich ein wahrhaftiger Teil von uns, jedoch ein Teil von uns, der sich in eine andere Richtung gedreht hat. Während dein wahres Selbst mit der Liebe verbunden ist und nach Entfaltung strebt, befindet sich das falsche Selbst im Kampf mit dem Leben.

Das wahre Selbst strebt ins Licht.

Das falsche Selbst strebt in die Dunkelheit.

Wahrnehmen ohne Urteil

Falls du denkst, dass ich das falsche Selbst ablehne oder verurteile, liegst du falsch 🙂 Wie ein geschlagenes Kind, das mit der Zeit lernt hartherzig zu werden und andere übers Ohr zu hauen, um überleben zu können, so hat auch unser falsches Selbst durch schmerzhafte Erfahrungen begonnen, sich in die falsche Richtung zu bewegen. (Und es gibt in jedem von uns einen solchen Teil, der sagt: „Ich lehne das Leben ab. Ich will ins Dunkle streben.“)

Warum ist diese Richtung falsch?

Das Leben strömt unaufhörlich in Richtung Heilung, Entfaltung und Ausdruck. Das Leben lädt uns mit jedem Atemzug dazu ein, zu erwachen, uns zu öffnen und mehr von uns ans Licht kommen zu lassen.

Das falsche Selbst stellt sich gegen das Leben. Es sagt Nein zu der Einladung. Es glaubt nicht, dass es so etwas gibt wie Liebe. Es glaubt nicht, dass es möglich ist, zu heilen. Es glaubt nicht, dass es in der Lage ist, Freude zu erfahren. Es bleibt in der Dunkelheit, weil es nichts anderes kennt.

  • Hast du dich schon einmal gefragt, warum du manchmal keine Hilfe annimmst, obwohl du sie brauchst?
  • Hast du dich schon mal gefragt, warum du den halben Kühlschrank leer isst, obwohl du weißt, dass es dir nicht gut tut?
  • Hast du schon einmal bemerkt, dass du wichtige Projekte vernachlässigst und dich stattdessen in dunkle Selbstzweifel verirrst?
Es gibt einen Teil von dir, der nicht mitgehen will ins Leben. Du strebst zwar nach all den schönen Dingen, die du dir wünschst, doch ein Teil von dir kämpft mit aller Kraft dagegen an. Wie eine innere Gegenströmung kann dich das falsche Selbst völlig aus der Bahn werfen. Du brichst ab was dir wirklich wichtig ist und gerätst auf Abwege, die dir weh tun.

Annehmen alleine reicht nicht

Ich finde es unglaublich wichtig, die verletzten Anteile in unserem Inneren, liebevoll anzunehmen. Sie haben Liebe und Mitgefühl verdient.

Doch es gibt einen Teil von uns, der durch liebevolles Annehmen alleine nicht heilen kann.

Das falsche Selbst besitzt einen Teil unserer Lebenskraft. Dieser Teil unserer Lebenskraft richtet sich gegen uns, gegen das was wir wollen.

Wenn du dich zum Beispiel beruflich selbständig machst, bemerkst du schnell, dass es einen Teil in dir gibt, der dir immer wieder sagt, dass du wertlos bist, dass dich alle auslachen und dass alles was du machst sowieso zwecklos ist. Ein Teil von dir kämpft mit aller Kraft gegen deinen Erfolg.

Ich glaube wir sind eingeladen zu lernen, dass Liebe viele Formen annehmen kann. Liebe kann bedeuten, dass wir einen verletzten Anteil mitfühlend in die Arme nehmen und uns Ruhe gönnen. Doch manchmal bedeutet Liebe auch, deutlich zu erkennen, wenn sich ein Teil von uns gegen das Leben richtet und uns sabotieren will. Und uns neu zu entscheiden, an was wir uns orientieren.

Ohne böse zu sein, ohne zu verurteilen können wir deutlich wahrnehmen, was in uns abläuft. Erst dann können wir Verantwortung übernehmen und es ändern.

Mehr Kraft – mehr Verantwortung

Kürzlich habe ich über das Erwachen der Lebenskraft (auch Kundalini-Energie genannt) geschrieben. Wir leben in einer Zeit, in der wir immer mehr Zugang zu unserer Kraft erhalten. Das ist wundervoll – und extrem herausfordernd.

Je mehr unsere Kraft ins Fließen kommt, umso deutlicher wird, dass ein Teil unserer Kraft nicht in die Richtung strebt, die wir gehen wollen.

Es ist schmerzhaft zu spüren, dass ein Teil von mir will, dass ich versage. Ein Teil von mir will krank und schwach sein. Ein Teil von mir will Opfer sein und anderen die Schuld geben. Ein Teil von mir will das Leben nicht genießen, sondern sich in eine dunkle Höhle aus Depression und Angst zurückziehen.

Es tut mir leid, dass es so ist. Ich verurteile den Teil von mir nicht – aber wenn ich wirklich will, dass mein erfülltes Leben entsteht, kann ich das nicht länger zulassen.

Stell dir vor du hast einen Mitbewohner, der immer wieder mal mit dem Baseballschläger durch deine Wohnung geht und alles zertrümmert, weil es ihm schlecht geht und er nicht weiß, was er sonst tun soll. Könntest du Verständnis für ihn aufbringen? Wahrscheinlich schon. Würdest du immer weiter zuschauen, während seine ungezügelte Kraft Dinge zerstört, die du liebst? Hoffentlich nicht.

Ich bin überzeugt, dass wir momentan aufgefordert werden, die Bereiche wahrzunehmen, in denen ein Teil von uns unser Leben sabotiert. Wir sind eingeladen, das zu verändern.

Lebenskraft in die richtige Richtung drehen

Ich habe in den letzten Monaten einiges ausprobiert, um herauszufinden, was mir hilft, wenn mein falsches Selbst gerade mal wieder den Baseballschläger in die Hand nimmt. Ich berichte hier, was mir geholfen hat:

Schritt 1: Wahrnehmen

Ich lehne mich entspannt zurück, richte meine Aufmerksamkeit nach innen und lasse meinen Atem strömen. Ich nehme innerlich wahr, wo ich den Sog oder den Druck von meinem falschen Selbst spüre.

Schritt 2: Unterscheiden

Es tut mir gut den Unterschied zwischen meiner bewussten Kraft, die mit der Liebe verbunden in meine Entfaltung strebt, und der unbewussten Kraft des falschen Selbstes, das kämpfend und unruhig in die Gegenrichtung zieht, erstmal einfach nur wahrzunehmen. Ich mache mir bewusst, dass dieses innere Kämpfen, Ziehen oder Zerren aus dem falschen Selbst kommt.

Schritt 3: Auf das Liebevollste konzentrieren

Ich entscheide mich innerlich dafür, mich auf das stärkste, liebevollste zu konzentrieren, was ich kenne. (Ich persönlich nehme an diesen tiefsten Punkten immer meine Beziehung zu Christus wahr. Wenn ich ihn direkt vor mir habe, gibt es nichts, was stärker ist und es gibt nichts, was durch seine Präsenz nicht erlöst wird.) Überlege einfach, was für dich das liebvollste und stärkste ist, zu dem du eine tiefe vertrauensvolle Beziehung hast. Atme weich und konzentriere dich für einige Atemzüge auf diesen einen Punkt.

Schritt 4: Lebenskraft drehen

Während ich mich auf das Liebevolle und Kraftvolle ausrichte, spüre ich schnell, wie ein Teil der Kraft von meinem falschen Selbst sich mit mir in diese Richtung wendet. Der Rest ist einfach nur Spannung, die dann abfließt. Es fühlt sich für einen Moment seltsam an, als würde eine riesige Welle von Druck ins Nichts zerfallen. Wenn die Lebenskraft wieder in die richtige Richtung fließt, fühlt es sich leicht und lebendig an. Oftmals verliere ich für einen Moment die Konzentration, während sich die Spannung löst, aber ich merke, dass sich unendlich viel bewegt hat. Es ist als ob auch das falsche Selbst nur wissen will, wo die Liebe ist, um sich wieder ausrichten zu können.

Ich mache diese Übung momentan mehrmals am Tag. Immer wenn ich spüre, dass sich innerer Druck gesammelt hat, setze ich mich kurz hin und mache die Übung. Danach fühle ich mich befreit und ich merke, dass wieder mehr von meiner Kraft in die richtige Richtung strömt.

Die Zeit der Gegensätze

Wir leben auf der Erde gerade in einer Zeit, in der die Gegensätze immer stärker hervortreten. Als würden wir zwischen zwei großen Magnetplatten stehen, die immer stärker an uns ziehen – eine richtige „Dualitäts-Party“ 🙂 Es ist unmöglich, unentschieden zu bleiben, sonst überlassen wir unser Leben diesen Urkräften, die nicht immer das wollen, was wir wollen.

Unsere Seele wird auf der tiefsten Ebene dazu aufgefordert, klar Stellung zu beziehen. Jeden Tag neu. Es ist keine einfache Zeit. Wir bekommen mehr Zugang zu unserem wahren Sein als jemals zuvor – doch gleichzeitig wird auch mehr von uns erwartet als jemals zuvor. Wir dürfen lernen, uns immer wieder in die richtige Richtung zu wenden, und wir haben die Chance, mehr von uns ans Licht zu holen.

Der Teil, der immer im Schatten war und die Rolle des Zerstörers und Saboteurs übernehmen musste, darf mit uns gemeinsam in die Entfaltung gehen. Seine Kraft darf wieder für das Leben arbeiten, nicht dagegen. Seine Stärke hat uns schließlich immer gefehlt. Durch seine Stärke werden wir vollständig.

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