Kennst du dieses Gefühl, wenn Menschen dir nahekommen und plötzlich alles in dir eng wird? Wenn Freundschaft sich gleichzeitig nach Sehnsucht und Überforderung anfühlt?
Genau davon möchte ich heute mit dir sprechen – von diesem zarten, manchmal schmerzhaften Weg zurück in die Verbindung mit anderen Menschen, wenn wir Verletzungen in unserem Gepäck tragen.
Über die Ostertage hatten wir Besuch. Unser frisch getauftes (erwachsenes) Patenkind war bei uns, und diese Tage haben mir wieder einmal gezeigt, wie komplex das Thema Freundschaft und Nähe für Menschen mit frühen Verletzungen sein kann. Es war wunderschön und gleichzeitig berührte es alte Wunden in mir. Und genau diese Erfahrung möchte ich mit dir teilen, denn ich glaube, viele von uns kennen diesen inneren Zwiespalt: Wir sehnen uns nach liebevollen Beziehungen und gleichzeitig fühlt sich Nähe manchmal an wie eine Bedrohung.
In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf eine Reise durch die Landschaft unserer Beziehungsfähigkeit. Wir schauen gemeinsam hin, warum Freundschaften so herausfordernd sein können, wenn wir Trauma im Gepäck haben. Und vor allem: Wie wir trotzdem – oder gerade deshalb – in echte, authentische Verbindungen hineinwachsen können.
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Die verborgene Last aus der Kindheit
Vielleicht kennst du das auch: Sobald wir uns auf unseren Heilungsweg begeben, fangen wir an, viele Beziehungen zu hinterfragen. Wir schauen genauer hin und merken, dass manches nicht wirklich stimmig ist. Dann gibt es Phasen, in denen wir uns nach neuen liebevollen Beziehungen sehnen, nach Freundschaft, nach gemeinsamem Zeit verbringen. Doch selbst wenn wir die richtigen Menschen finden, spüren wir relativ schnell: Da ist etwas in uns, das auf Nähe reagiert – und zwar nicht immer angenehm.
Frühe Verletzungen hinterlassen Spuren in unserem Nervensystem, die sich besonders in zwischenmenschlichen Begegnungen zeigen. Wenn wir als Kind keine sichere Bindung erfahren haben, wenn liebevolle Beziehungen fehlten oder wenn wir sogar Missbrauch erlebt haben, dann trägt unser Körper diese Erfahrungen wie eine unsichtbare Last mit sich. Diese Last wird nicht leichter, nur weil wir sie ignorieren. Sie zeigt sich in dem Moment, in dem Menschen uns nahekommen wollen.
Ich erinnere mich an meine eigene Kindheit. Ich hatte nie wirkliche Freunde oder Freundinnen. Damit meine ich, dass ich mich nie wirklich sicher fühlte mit jemandem, dass ich mich nie wirklich offenbaren konnte. Es gab keine entspannte, vertrauensvolle Basis. Ich weiß noch, wie ich einmal bei meinen Großeltern war und Besuch kam. Mein Impuls war, mich unter den Tisch zu setzen, unter die lange Tischdecke, und dort einfach zu verschwinden. Niemand sah mich, niemand wusste, dass ich da war – das war meine Art zu überleben.
Die Wellen der Heilung
Als unser Besuch ankam, merkte ich sofort: Das berührt einen unerlösten Schockzustand in mir. Die Tatsache, dass jemand in unserem Haus ist, aktivierte alte Muster. Und das ist manchmal wirklich traurig. Es macht traurig, wenn man weiß: Ich liebe Menschen, ich mag Menschen – aber mein Körper reagiert mit Panik.
Ich spürte, wie ich mich fühlte als Kind. Wie in einem Schockzustand. Ich konnte mich nicht mehr bewegen, nichts mehr sagen, war völlig überfordert. Dann, unter dieser Schicht, kam die Panik: Ich will nur weg, ich will wegrennen. Und später tauchte etwas ganz Dunkles auf – dieser Verteidigungsimpuls aus meiner Jugend, der sagt: Ich will am liebsten alle Menschen weghaben.
Aber hier kommt das Geschenk: Ich hatte Menschen um mich, denen ich das sagen konnte. Menschen, die nicht panisch aus dem Zimmer rannten und sagten: „Was, du bist ja total krank und gestört!“ Sondern Menschen, die sagten: „Oh, gut, dass du das sagst. Kann ich irgendwas machen, dass es nicht so schlimm ist für dich?“ Das war wie ein Wunder. Ein Mensch vor sich zu haben, der fühlen kann, der zuhört und darauf eingeht. Der akzeptiert: Es ist so. Und der mit mir gemeinsam schaut: Wie können wir damit umgehen?
Welche körperorientierten Strategien ich genutzt habe, um während unserem Besuch mit dem angetriggerten Trauma umzugehen, die Vergangenheit loszulassen und immer wieder in die Gegenwart zu kommen, das erzähle ich in meinem aktuellen Podcast.
Morgenlicht-Onlinekurs begleitet – Anmeldung ab 5. Mai

Vielleicht fragst du dich jetzt: Wie kann ich traumatische Blockaden lösen? Wie kann ich anfangen, meinen Körper zu verstehen und mir selbst zu helfen?
Genau deshalb habe ich vor zwei Jahren den Morgenlicht-Onlinekurs entwickelt – einen großen, umfassenden Kurs, in dem du lernst, was in dir vorgeht und wie du dir mit einfachen praktischen Übungen selbst helfen kannst. Viele haben mir geschrieben: „Ich habe 10 Jahre Therapie hinter mir, aber jetzt, mit diesem Kurs, kann ich mir endlich selber helfen. Ich habe das Gefühl, ich bin mehr gewachsen als in all den Therapien.”
Das hat mich natürlich total gefreut. Aber es gab auch Rückmeldungen von Menschen, die sagten: „Ich finde den Kurs so toll, aber ich traue mich alleine nicht so richtig ran. Ich hätte gerne eine Gruppe.”
Deshalb biete ich diesen Sommer erstmals eine Kursbegleitung für den Morgenlicht-Onlinekurs an. Vom 15. Juni bis 31. Juli werde ich jede Woche Live-Calls anbieten. Mein Team wird Events gestalten. Wir haben ein großes, privates Forum, wo du Fragen stellen kannst und wo wir das Ganze gemeinsam vertiefen können.
Die Anmeldung beginnt am 5. Mai zu einem besonders ermäßigten Sonderpreis. Wir wollen uns von der momentanen Stimmung der Unsicherheit in der Gesellschaft nicht bremsen lassen, sondern volle Kraft voraus nach vorne gehen.
Das ist etwas, was wir alle lernen sollten. Ob du Kinder hast und merkst, da ist einer hyperaktiv oder hat Lernprobleme. Ob es bei dir um Beziehungen oder Freundschaften geht. Ob du authentisch werden willst in der Welt und wirklich deinen Weg gehen möchtest. Ob du seit Jahren in Erschöpfung bist oder immer Angst und Panik hast und nicht schlafen kannst. Egal, wo du steckst: Es ist dein Körper, der diese Blockaden hat, der diese Dysregulation im Nervensystem hat. Wenn du lernst, das Nervensystem zu regulieren, wirst du merken: Leben ist so viel einfacher, als ich dachte.
Die Anmeldung beginnt am 5. Mai.
