Manchmal holt uns das eigene Thema wieder ein – selbst wenn wir es beruflich in- und auswendig kennen. Genau das ist mir in den letzten Wochen passiert, und dabei habe ich etwas verstanden, das mich wirklich bewegt hat: Trauma bestimmt nicht nur, wie unser Körper reagiert – es bestimmt auch, in welche Richtung wir innerlich ausgerichtet sind.
Ich beschäftige mich seit Jahren mit körperorientierter Traumaheilung, begleite Menschen durch ihre Heilungsprozesse und unterrichte das Thema in meiner Coaching-Ausbildung. Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – vergisst man manchmal, wie es sich wirklich anfühlt, mittendrin zu stecken.
Die letzten Wochen haben mir das noch einmal ganz deutlich gezeigt.
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Wie Trauma dich in die Welt der Schatten ziehen kann
Was mir dabei jetzt aber viel tiefer bewusst wurde, ist etwas Eigenartiges: Meine Erfahrung ist, dass jeder Anteil in uns – der kindliche, der jugendliche, der erwachsene – sich irgendwohin zugehörig fühlt. Entweder zu diesem Grundvertrauen, geliebt und getragen zu sein, oder zu einer düsteren Gegenseite, in der man sich wertlos, allein und ausgeliefert fühlt.
Ein einziges traumatisches Erlebnis kann reichen, um einen Anteil von uns dauerhaft in diese Welt der Schatten hineinfallen zu lassen. Nicht nur körperlich bleibt er erstarrt – er bleibt auch innerlich in dieser dunklen Ausrichtung gefangen, manchmal über Jahrzehnte.
Das war für mich diesmal ganz neu zu beobachten: Es reicht nicht, nur die körperliche Ebene zu verdauen. Da war noch etwas anderes, das ich fast wie einen Gefängniswärter erlebt habe, der sagt: Dieser Anteil gehört mir, er bleibt unter meinem Schatten. Und genau das ist für mich der Kern dieser Episode geworden: zu verstehen, dass Trauma nicht nur eine körperliche Spur hinterlässt, sondern unsere gesamte innere Ausrichtung verändern kann – ob wir uns dem Licht zugehörig fühlen oder dem Schatten.
Die Reise zurück ins Licht
In dieser Folge nehme ich dich mit auf diese Reise der letzten Wochen – ehrlich, auch mit den unangenehmen Seiten. Du hörst, wie sich für mich Schocktrauma und Entwicklungstrauma verbinden können, warum ein traumatisierter Anteil nicht nur körperlich erstarrt, sondern regelrecht in eine dunkle Grundausrichtung hineinfallen kann – und wie sich dieser Prozess wieder umkehren lässt. Ich erzähle dir auch, wie sich mein eigener Heilungsprozess Schicht für Schicht durch Knochen, Gewebe, Atem gearbeitet hat, und warum am Ende doch immer wieder die Rückkehr in die Liebe der eigentliche Weg aus der Welt der Schatten heraus ist.
Wenn du selbst gerade mitten in einem Heilungsprozess steckst oder dich fragst, warum manche Themen einfach nicht loslassen wollen – dann höre gerne in diese Episode hinein. Vielleicht erkennst du dich in einem der Bilder wieder.
Letzte Chance für die Morgenlicht Coaching-Ausbildung
Weißt du, was mich diese Wochen noch einmal ganz neu berührt hat? Wie viel es ausmacht, wenn jemand mit dir den Raum hält, während dein Körper eine alte Geschichte erzählen darf – Schritt für Schritt, in kleinen, gut verdaulichen Häppchen. Genau das lernst und übst du in der Morgenlicht-Coaching® Ausbildung: den Raum zu halten, für andere und auch für dich selbst.
Im Oktober startet die nächste Ausbildungsgruppe – und danach werde ich für ein Jahr eine Pause einlegen. Es ist eine bewusst kleine Gruppe in diesem Jahrgang, was ein sehr konzentriertes, persönliches Arbeiten miteinander ermöglicht. Aktuell sind noch 1-2 Plätze frei.
Wenn du das Gefühl hast, dieses Jahr noch dabei sein zu wollen, schreib uns einfach eine E-Mail an support@leahamann.de – dort erfährst du alles Weitere.
