Kennst du dieses Gefühl, wenn sich dein Brustkorb plötzlich zusammenzieht? Wenn der Atem flach wird und eine leise Panik in dir aufsteigt? Vielleicht geschieht es nachts, wenn du aufwachst und die Enge dich umfängt. Oder mitten am Tag, wenn die Welt um dich herum zu laut wird.
Diese Momente der Beklemmung sind keine Schwäche. Sie sind die Sprache deines Körpers, der dir etwas Wichtiges mitteilen möchte. Gerade in Zeiten, in denen so viel auf der Erde geschieht, in denen Nachrichten von allen Seiten auf uns einprasseln, reagiert unser Körper mit dieser inneren Enge. Doch was steckt wirklich dahinter?
Dein Körper ist nicht dumm. Er macht nichts ohne Grund. Jede Reaktion, jede Anspannung, jeder flache Atemzug trägt eine Geschichte in sich. Eine Geschichte von Schutz, von alten Erfahrungen, von unvollendeten Überlebensreaktionen. Und wenn wir lernen, diese Sprache zu verstehen, öffnet sich ein Weg zu mehr Freiheit, zu tieferer Atmung, zu einem Leben, das wieder fließen darf.
In meinem neusten Morgenlicht-Podcast Beitrag möchte ich mit dir teilen, woher diese Enge im Brustkorb kommt. Ich möchte dir zeigen, wie dein erster Atemzug dein ganzes Leben prägen kann. Und vor allem möchte ich dir Wege aufzeigen, wie du deinem Atem wieder Raum geben kannst – sanft, liebevoll und ohne Gewalt gegen dich selbst.
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Wenn Trauma den Atem prägt
Als ich mich mehr mit Traumheilung beschäftigte, wurde mir klar: Der Atem ist nicht ohne. Wenn wir die Körperebene, das Nervensystem und die tiefen Überlebensreaktionen einbeziehen, zeigt sich: Bei vielen Menschen hängt eine Menge am Thema Atem.
Manche hatten bei der Geburt die Nabelschnur um den Hals. Andere sind fast erstickt, weil sie etwas verschluckt haben. Viele von uns wurden bei Operationen intubiert und beatmet. Diese Erfahrungen hinterlassen tiefe Spuren in unserem Atemsystem.
Die meisten von uns hatten sogar beim allerersten Atemzug Stress. Nur wenige erlebten eine harmonische, sanfte Geburt, bei der die Nabelschnur noch eine Weile blieb und uns versorgte. Bei der wir in Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit unseren ersten Atemzug in unserem eigenen Rhythmus entfalten konnten.
Stattdessen wurden viele von uns in angespannten Krankenhaussituationen geboren. Friedrich Leboyer, der über sanfte Geburt schrieb, beschrieb: Oft halten im Kreissaal alle die Luft an, bis das Baby atmet. Dieser Moment der Atemlosigkeit, der Anspannung überträgt sich auf das kleine Baby. Es entsteht Druck: „Ich muss atmen!“ statt „Mein Atem darf kommen, wenn ich reif bin.“
Ich hatte viele Sitzungen mit Klienten, bei denen wir beim ersten Atemzug landeten. Diese bedrückende Stimmung war spürbar. Das Baby signalisierte: „Ich will noch gar nicht atmen. Lass mir einen Moment.“ Es geht um Millisekunden. Doch dieser stille Moment, dieser Nullpunkt zwischen der einen und der anderen Welt – zwischen dem Atem der Nabelschnur und dem Atem über die Lungenflügel – dieser Moment fehlte.
Wenn wir diesen ersten Atemzug nachholten, ihm mehr Zeit gaben, veränderte sich oft der gesamte Atemfluss von Grund auf. Klienten berichteten: „Mein Atem ist tiefer und entspannter. Er geht in meinen Bauch, ohne dass ich kämpfen muss.“
Oase im März: Den flachen Atem befreien
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