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Freeze Zustand – die unsichtbare Mauer die uns bremst

Als ich begonnen habe, mein Trauma zu heilen, wurde mir auf einmal bewusst, dass sich ein großer Teil von mir seit frühster Kindheit in einem tiefen Schutz-Zustand befindet. Es kam mir so vor, als hätte ich mich vor der schmerzhaften, harten Welt in eine geborgene Höhle zurückgezogen. Dort war ich zwar sicher – doch ich konnte nicht mehr vollständig am Leben teilhaben.

So richtig aufgefallen ist mir das, als ich begonnen habe, mein Leben bewusster zu gestalten und meine Zeit sinnvoll einzuteilen. Mir wurde klar, dass ich nur wenig Energie zur Verfügung habe und ich fragte mich, wo der Rest meiner Energie ist.

Mir wurde klar, dass mein Körper sich in einem teilweisen „Freeze-Zustand“ befindet.

Der Schutzmechanismus unseres Körpers

Wenn wir eine überfordernde Erfahrung machen, dann probiert unser Körper zunächst einmal, sich aktiv in Sicherheit zu bringen. Wir drücken innerlich auf das Gaspedal und der Fight/Flight-Modus setzt ein. Wir können große Kräfte mobilisieren, um zu kämpfen oder wegzulaufen.

Doch es gibt Momente, in denen wir nicht in der Lage sind wegzulaufen oder zu kämpfen.

Gerade in der frühen Kindheit können wir uns nicht aktiv schützen. Ein Baby kann nicht einfach weglaufen oder kämpfen, wenn etwas überfordernd ist. Wenn wir zu wenig Geborgenheit erleben, wenn niemand da ist, der uns wahrnimmt, wenn unsere Eltern im Dauerstress sind – das kann für ein kleines Lebewesen überfordernd sein.

In solchen Momenten wählt der Körper einen anderen Weg, um sich zu schützen: Den „Freeze“-Zustand.

„Freeze“ – wenn nichts geht mehr

„Freeze“, aus dem Englischen, bedeutet Einfrieren oder Erstarren. Unser parasympathisches Nervensystem kann den Körper in einen Konservierungsmodus versetzen, wo all unsere Kräfte gespart werden und Bewegung unmöglich wird.

Nicht nur Menschen, sondern auch Tiere besitzen diesen uralten Überlebensmechanismus. Fische, die in großer Tiefe des Ozeans, in eiskaltem Wasser mit sehr wenig Sauerstoff überleben, befinden sich sogar dauerhaft in diesem energiesparenden Zustand.

Im Idealfall bemerken wir, nachdem wir uns eine Weile im Freeze-Zustand befinden, dass die Bedrohung vorüber ist und Unterstützung für uns da ist. Wenn der Körper wahrnimmt, dass er wieder sicher ist, lässt der Freeze-Zustand nach. Wir tauen innerlich wieder auf. Die Wärme kehrt zurück, der Kreislauf fährt wieder hoch, manchmal kribbelt es überall im Körper und eine tiefe Erleichterung stellt sich ein.

„Ich bin wieder da, meine Kraft fließt wieder“ – das bemerken wir, wenn der Freeze-Zustand endet.

In diesem Podcast lade ich dich dazu ein, die unsichtbare Mauer sichtbar zu machen, die unsere Lebenskraft bremst und zu erfahren, wie wir den Freeze-Zustand zum Schmelzen bringen können.

P.S. Heute beginnt die Anmeldung für die Ausbildung zum Erwachenscoach!

In der 6-wöchigen Ausbildung, die vom 20. April – 31. Mai 2020 stattfindet, lernst du, Menschen ganzheitlich auf ihrem Entwicklungsweg zu begleiten.

Die meisten Menschen in unserer westlichen Welt haben Trauma im Gepäck. Als Coach sollten wir wissen, wie wir verantwortungsvoll mit Trauma umgehen. In der Ausbildung zum Erwachenscoach möchte ich dir eine „traumafreundliche“ Arbeitsweise vermitteln. Die Inhalte dieser Ausbildung lassen sich prima mit anderen Coachingmethoden, Therapie- oder Heiltechniken kombinieren!

Bis zum 10. März gilt der ermäßigte Frühbucherpreis.

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Viel Freude beim Hören –
Liebe Grüße,

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